kostenloser Webspace werbefrei: lima-city


Elektroautos

lima-cityForumSonstigesTechnik und Elektronik

  1. Autor dieses Themas

    milabu

    milabu hat kostenlosen Webspace.

    Aus aktuellem Anlass (VW-Krise) stellt sich mir die tag/frage">Frage, ob die deutsche Automobilsparte nicht auf das falsche Pferd (Diesel) gesetzt hat und den Elektroantrieb vernachlässigt hat.
    Konkurrenten wie Tesla können da schon mit marktreifen reinen Elektroautos aufwarten. Momentan zwar eher im hochpreisigen Segment, aber hier ist der Elektroantrieb wirklich schon konkurrenzfähig zu normalen Dieselautos.
    Das größte Problem war bisher die Reichweite der Batterien und die Aufladezeit.
    Beides hat sich zu alltagstauglichen Werten verbessert.
    Die Reichweite beträgt ungefähr 400 km und die Aufladezeit gerade mal 20 Minuten.
    Lediglich die Verbreitung der Aufladestationen muss noch vergrößert werden. Aber das ging bei Autogas ja auch recht zügig.

    Heute habe ich diesbezüglich auch einen interessanten Artikel gelesen. Hierbei geht es darum, dass in den Straßenbelag Sonnenkollektoren verlegt werden sollen und der Clou dabei ist, dass mit Hilfe von Induktion Elektroautos schon beim normalen Fahren auf solchen Straßen mit Strom geladen werden. D.h. man musste nicht mal zum Aufladen der Batterien anhalten.
    Ich bin überrascht, wie schnell diese Entwicklung bisher ging.
    Was meint ihr dazu?

  2. Diskutiere mit und stelle Fragen: Jetzt kostenlos anmelden!

    lima-city: Gratis werbefreier Webspace für deine eigene Homepage

  3. Abgasmanipulation hin oder her. Es geht nichts über einen Diesel! So niedrige Verbrauchswerte schafft sonst kein anderer Motor. Es reicht schon, dass ich alle 4 Stunden mit dem Diesel zum tanken muß. Bei einem Gas oder Elektroauto würde ich mein Geld nur beim Volltanken verdienen, da ich mehr an der Tankstelle stehen würde als am Fahren bin.

    Ein weiterer großer Nachteil von Autogas ist, dass die meisten Autogastankstellen nachts geschlossen sind. Ohne Sonne würden auch die Solarzellen in der Strasse nicht funktionieren.
  4. davidmuc

    Co-Admin Kostenloser Webspace von davidmuc

    davidmuc hat kostenlosen Webspace.

    Hier liegt auf jeden Fall ein Versagen der Automobilindustrie, deren einflussreicher Lobby und der beeinflussbaren Politik vor. Wären die Steuern auf Dieseltreibstoffe ebenso hoch wie auf Benzin, wäre es sicher nie zu dieser starken Dieselentwicklung in der privaten Sparte gekommen. Aber nun ist das Kind in den Brunnen gefallen und ein Anheben der Steuern auf Dieseltreibstoffe könnte viele klein-und mittelständische Unternehmen stark belasten.

    Wie also weiter vorgehen? Dieses Problem lässt sich wohl nur mittel-bis langfristig lösen.
    Ein erster Schritt ist sicherlich die Umweltvorgaben anzuheben und somit die Automobilindustrie zu teureren Filteranlagen zu bewegen, damit Dieselfahrzeuge künftig nicht mehr ganz zu attraktiv sind. Eine schrittweise Anpassung der Steuern wird hier sicherlich auch unabdingbar sein, oder ein Beschränken des Diesekraftstoffs auf Nutzfahrzeuge.

    Dass die Elektrosparte so lange vernachlässig wurde, ist sicherlich ebenfalls dieser Entwicklung geschuldet. Solange ich mit einem sparsamen Diesel mit einer Tankfülung nonstop quer durch Deutschland fahren kann und mit einem Elektrofahrzeug alle 300km 6h zum Laden an teuren Ladestationen anhalten muss und es kein einheitliches Ladekonzept gibt, wird das leider auch so bleiben...

    Elektrofahrzeuge sind genial fürs Pendeln und für den innerstädtischen Betrieb und ich hoffe wirklich, dass die Politik hier zeitnah massiv einschreitet und endlich landesweit flächendeckende Elektrozapfsäulen errichtet werden, aber aktuell zeichnet sich dieser Trend nicht wirklich ab...

    Induktive Straßen sind zwar vereinzelt in der Erprobung, allerdings sind die Kosten aktuell viel zu hoch und der Nutzen zu gering. Zudem müssen mögliche Nebenwirkungen auf empfindliche Elektronik wie Herzschrittmacher noch tiefergehend erforscht werden.
    Für Fahrzeuge mit längeren festgelegten Standpositionen wie Busse und Taxen wäre dies jedoch durchaus eine Möglichkeit.

  5. Ich denke da weniger an ein Versagen der Politik als vielmehr an das Wirken der Marktwirtschaft. Bei der Lösung eines Problems wird immer der effizienteste Rohstoff verbraucht.
    Bei der Elektrodiskussion muß man auch bedenken, das Strom nicht vom Himmel fällt, sondern auch irgendwie erzeugt werden muß. Meißt wird dafür Öl (Diesel) verbrannt. Ich kann mir schwer vorstellen, das Diesel, der zu Strom umgewandelt wird und dann in Antriebsenergie einen höheren Wirkungsgrad hat, als Diesel, der direkt in Antriebsenergie umgewandelt wird.
  6. Das Problem an der Akzeptanz von Elektroautos ist tatsächlich das Versagen von Politik und Wirtschaft.

    Die Politik ist nicht bereit, entsprechende Zugeständnisse zu machen und Subventionen bereitzustellen, um den Anreiz für Elektroautos zu erhöhen.

    Auf der anderen Seite ist die Industrie zu arrogant, die Fahrzeuge zu sozialverträglichen Konditionen und attraktiver Reichweite anzubieten: was will ich z.B. mit einem BMW i8, der um die 130.000 Euro kostet und das auch nur als Hybrid.

    Reine Elektroautos sind für Pendler aufgrund fehlender Infrastruktur und der monatlichen Batteriemiete unattraktiv.

    Andere Länder machen es vor, wie man seine Bevölkerung dazu animiert, elektrisch unterwegs zu sein. Aber nicht so Deutschland: wenn wir so weitermachen, wird "Made in Deutschland" irgendwann wieder zur bereits dagewesenen Lachnummer ...
  7. Wir sind uns also einig, dass die Technologie Elektro noch zu teuer ist. Warum sollte die Politik eine Technologie subventionieren, die noch nicht konkurrenzfähig ist und damit knappe Ressourcen in eine uneffiziente Nutzung umleiten?
    Wenn die Ressourcen Erdöl, ewiges Eis und saubere Luft noch knapper werden, wird es durch die Marktkräfte automatisch eine Nutzung von anderen Ressourcen geben.
    Bisher hat noch niemand berechnet, was die Stromerzeugung insgesamt wirklich kostet mit Herstellung von Sonnenkollektoren, Verschattung der Erde, Windparks, Abgasen, Eingriffe in Gewässer und Kernspaltung und Folgekosten. Fraglich ist auch, ob es sich jemals objektiv berechnen läßt. Schon bei der Frage wieviel ein Menschenleben wert ist, verhalten sich die Menschen irrational. Ist man krank und es geht um die Kosten der Behandlung will man gigantische Beträge akzeptieren während man sein Leben bei der Lebensversicherung nur mit 100000 EUR bewertet.
  8. mein-wunschname

    mein-wunschname hat kostenlosen Webspace.

    milabu schrieb:
    Aus aktuellem Anlass (VW-Krise) stellt sich mir die Frage, ob die deutsche Automobilsparte nicht auf das falsche Pferd (Diesel) gesetzt hat und den Elektroantrieb vernachlässigt hat.
    Konkurrenten wie Tesla können da schon mit marktreifen reinen Elektroautos aufwarten.



    Der VW-E-up! lief 2014 ca. 11 Tsd. mal vom Band, der BMW i3 im gleichen Jahr ca. 16 Tsd. mal, Tesla ca. 35 Tsd.

    Zwar ist Tesla wohl unbestritten Spitzenreiter, aber daneben produzieren auch deutsche ( und auch jap. und franz.) Hersteller E-Fahrzeuge in Serie.

    Die Sicht E- oder Diesel-Antrieb ist nach meiner Auffassung auch etwas eingeengt. In China waren im letzten Jahr gerade einmal 1% der neuen PkW dieselgetrieben. auch im Autoland USA und auch in Japan war der Anteil nicht viel höher. Lediglich in EU-Europa liegt (wie in Deutschland) der Anteil bei fast 50%. Keine Ahnung, warum das so ist, möglicherweise an der de-facto-Subventionierung des Diesels.

  9. Diesel wird in Deutschland nicht subventioniert. Er wird nur nicht ganz so hoch besteuert um Transportunternehmer im Wettbewerb nicht noch mehr zu benachteiligen.
  10. mein-wunschname

    mein-wunschname hat kostenlosen Webspace.

    waytogermany schrieb:
    Diesel wird in Deutschland nicht subventioniert. Er wird nur nicht ganz so hoch besteuert um Transportunternehmer im Wettbewerb nicht noch mehr zu benachteiligen.


    Deshalb schrieb ich ja auch de-facto-Subventionierung. Man kann auch von einer steuerlichen Besserstellung sprechen.
  11. Treibstoff ist einer der wenigen Produkte in Deutschland bei dem man sogar eine Steuer auf die Steuer zahlt.
  12. Ich persönlich finde Elektroautos nur gut für Kurzstreckenpendler.. für mich wäre das rein garnichts. Tanken dauert länger, reichweite (meist) kürzer etc.

    Und zu dem Aufladen per Induktion.. Es gibt ja mittlerweile schon Gespräche darüber, ob das Laden mit dem Handy per Induktion schädlich für unseren Körper wäre. Ich nehme an, dass das Laden eines Autos weitaus mehr Energie freisetzt und weitaus schädlicher ist.

  13. Aber selbst für Kurzstreckenpendler wird es problematisch. Viele wohnen in Mietshäusern, bei denen es keine Lademöglichkeit gibt. Auf der Arbeit sieht es genauso aus. Selbst wenn man die Möglichkeit hat, ein Kabel hinzulegen, ist der Parkplatz vor dem Haus immer besetzt.
  14. Stimmt auch wieder... Was sagt uns das? Elektroauto scheiße! :D

    Nein im Ernst ich halte nichts von den Teilen. Tesla ist schon schön aber lieber n ordentlichen Benziner oder Diesel mit der gleichen Leistung und Weniger Kaufpreis.

    MfG
  15. Diese Aussage ist doch etwas zu vereinfacht. Elektroautos haben durchaus ihre Daseinsberechtigung. Die Frage ist nur, ob es erstrebenswert ist, alle Autos auf Elektro umzustellen.
  16. kalinawalsjakoff

    Kostenloser Webspace von kalinawalsjakoff

    kalinawalsjakoff hat kostenlosen Webspace.

    Im Moment macht es die Fahrradindustrie der Autoindustrie in Sachen Elektromobilität ganz schön vor. Elektrisch betriebene Fahrräder gibts in jeder erdenklichen Variante von schweinebillig bis sauteuer und mir deucht gelesen zu haben, daß da auch schon das Bremsen oder bergabradeln wieder verstromt wird um die Akkuladung zu verlängern.

    Gut da gibts leider nicht die Probleme mit den mangelnden Ladestationen. Jeder wird daheim in der Garage, im Schuppen oder Keller eine Steckdose haben, bei Bedarf wird da eben ein Verlängerungskabel gezogen....
  17. mein-wunschname

    mein-wunschname hat kostenlosen Webspace.

    kalinawalsjakoff schrieb:
    Im Moment macht es die Fahrradindustrie der Autoindustrie in Sachen Elektromobilität ganz schön vor...


    Naja, da ist der Käufer / Kunde aber auch anders motiviert. Beim "normalen" Fahrrad muss man sicher dummerweise etwas anstrengen, kommt womöglich ins schwitzen. Beim Auto ist's egal. Bezüglich der CO2-Bilanz schlagen E-Bikes vermutlich nicht positiv zu Buche.

    Beitrag zuletzt geändert: 22.10.2015 21:07:38 von mein-wunschname
  18. Stimmt genau, die Zielgruppe ist eine ganz andere. Woran man hier Deutsche erkennt? Damen und Herren um das Rentenalter mit E-Bikes unterwegs.
    Außerdem kann man, wenn die Batterie alle ist, auch richtig Fahrrad fahren. Beim E-Auto braucht man da schon den schicken Flitzer von Fred Feuerstein.
    Die Verstromung von Bergabfahrten wäre beim Auto auch kontraproduktiv, da ja Bewegungsenergie in Strom umgewandelt wird und man dann eher wieder Benzin (oder Strom) verbrauchen muß. Bei jeder Umwandlung geht immer kinetische Energie verloren.
  19. Erst einmal: Ich bin definitiv für Elektroautos bzw. auch Autos, die mit Wasserstoff fahren etc. Den Klimawandel können wir einfach nicht verhindern, wenn alle bei ihren alten Gewohnheiten bleiben und weiterhin Auto fahren!

    Technisch wird es natürlich schwierig, Elektroautos für Langstrecken zu optimieren. Dazu sind Akkus einfach noch zu schlecht bzw. auch zu teuer, als das sich der Durchschnitts-Bürger solch ein Auto kaufen kann. Langfristig wird man was den Fernverkehr angeht wohl eher auf Züge umsteigen müssen - bei der DB fährt der Fernverkehr übrigens schon zu 100% Öko-Strom. Und was kürzere Fahrten in der Stadt betrifft, sind Elektroautos auch jetzt schon gut einsetzbar. Wichtig fände ich vor allem (von der Politik) halt nur den Ausbau des Stromtankstellen-Netzes. Und für die, die beides brauchen gibt es schließlich Hybrid-Autos als Übergangslösung.

    waytogermany schrieb:
    Die Verstromung von Bergabfahrten wäre beim Auto auch kontraproduktiv, da ja Bewegungsenergie in Strom umgewandelt wird und man dann eher wieder Benzin (oder Strom) verbrauchen muß. Bei jeder Umwandlung geht immer kinetische Energie verloren.

    Natürlich geht kinetische Energie verloren. Allerdings gibt es davon bergab auch genug bzw. wenn man eben bremst sogar zu viel. Die Stromerzeugung beim Bremsen wird sogar schon in manchen Modellen umgesetzt!

    mfg
    Jonas
  20. s**************3

    Elektroautos machen nur Sinn, wenn man seine Mobilität überdenkt und die langen Strecken nicht mit dem Auto fährt. Bis zum Bahnhof/Flughafen (mit geeigneten Lademöglichkeiten und evtl. Servicepersonal) und von dort zum eigentlichen Ziel genügt die Reichweite bequem. Ich habe aber auch keine Idee, was man mit den Autos macht, die dann (abends/nachts) irgendwo außerhalb einige Zeit (bis zum morgen) rumstehen aber anderswo gebraucht würden. Da wären selbstfahrende Fahrzeuge natürlich optimal, die könnte man dann von daheim zum laden über nacht oder zur Nutzung für andere losschicken udn morgens wären sie voll geladen wieder vor der Haustüre. Ebenso tagsüber während man arbeitet. Das würde auch viele Parkplatzprobleme lösen.
    "Die Deutschen" dazu zu bringen vom eigenen heiligen Blchle auf Leihwagen/Carsharing/... umzusteigen, wird aber noch die eien oder andere Generation brauchen, dazu ist es für die meisten noch viel zu sehr mehr Statussymbol als Fortbewegungsmittel.
    Bei den wenigen, bei denen das Auto nicht 22 Stunden am Tag nur rumsteht, wird es wohl noch dauern, bis was anderes als einen Verbrennungsmotor die beste Wahl ist, ebenso bei LKW.

    Derzeit ist es halt so, dass sie für die, für die sie optimal wären (Kurzstrecke/Stadtverkehr) viel zu teuer sind und für die mit hoher Kilometerleistung die Reichweite und Lademöglichkeiten oft der begrenzende Faktor sind.
    Ich fahre so um die 5000km im Jahr mit dem privaten PKW (und noch ein paar mit anderen Fahrzeugen oder eben der Bahn für Langstrecken), alleine die (erwarteten) Kosten für die Batterie sind höher, als das was ich für Benzin zahle. Also selbst mit geschenktem Strom (gibt ja einige kostenlose Ladesäulen, etwa bei einem großen Discounter mit A..., aber auch bei vielen Stadtwerken - netterweise mit kostenlosem Parklatz in guter Innenstadtlage, alleine der wäre es manchem Wert ;) ) würde sich das nicht rechnen.

    Beitrag zuletzt geändert: 23.10.2015 18:15:29 von strommanager2013
  21. waytogermany schrieb:
    Ich denke da weniger an ein Versagen der Politik als vielmehr an das Wirken der Marktwirtschaft. Bei der Lösung eines Problems wird immer der effizienteste Rohstoff verbraucht.
    Bei der Elektrodiskussion muß man auch bedenken, das Strom nicht vom Himmel fällt, sondern auch irgendwie erzeugt werden muß. Meißt wird dafür Öl (Diesel) verbrannt. Ich kann mir schwer vorstellen, das Diesel, der zu Strom umgewandelt wird und dann in Antriebsenergie einen höheren Wirkungsgrad hat, als Diesel, der direkt in Antriebsenergie umgewandelt wird.


    Ein normaler Verbrennungsmotor hat ein Wirkungsgrad von 40 %.
    Das heißt um es vereinfacht ausgzudrücken das er 40% des Kraftstoff zur Fortbewegung benutzt und 60% in Wärme umgewandelt werden(wird in die Umgebung abgegeben).

    Wenn man etwas entwicklen könnte was diese Wärme zur Fortbewegung nutz wäre das echt ein genialer Vorteil


    Ein Elektromotor hat durchaus mehr Wirkungsgrad ungefähr 90 bis 100 %.
  22. Diskutiere mit und stelle Fragen: Jetzt kostenlos anmelden!

    lima-city: Gratis werbefreier Webspace für deine eigene Homepage

Dir gefällt dieses Thema?

Über lima-city

Login zum Webhosting ohne Werbung!