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Arbeiten kotzt mich an!

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  1. Autor dieses Themas

    esquadrao

    Kostenloser Webspace von esquadrao

    esquadrao hat kostenlosen Webspace.

    Ich sage das ungern, aber tag/arbeit">Arbeiten ist für die meisten kein vergnügen. Jeden Tag früher aufstehen und dann noch diese ganze Routine, komm mir vor wie ein Idiot.

    Ich denke Geld macht die Menscheit schlecht! Könnt Ihr euch ein Welt ohne Geld vorstellen? :smile:

    Es gibt eine Insel im Atlantischen Ozean, Tristan da Cunha. Dort leben ca. 300 Menschen, kein Hippies oder Indianer. Es sind Briten, ohne Geld sorgen. Soviel ich weiß, haben die nur eine Gemeinschaftskasse, für das Notwendigste wie z.B. Medikamente.



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  3. Also ich finde Arbeiten sehr wohl gut, wenn man die richtige hat, hat man auch ein Leben lang Spaß daran (wenn einem die Arbeit erfüllt bzw. ergänzt)... Ich lerne nur deswegen brav in der Schule, weil ich später genau meinen Traumberuf vom Webentwickler bzw. vllt Informatiker haben möchte. Diesen mache ich nämlich total gerne (War schon im Praktikum 1 Monat).

    Ohne Arbeit wäre unser Leben dann doch sehr fade, oder? Achja, und schon mal überlegt auszuwandern? Wenn du dich brav anstellst, und gute Kontakte hast, kannste in die Schweiz, die haben nicht sooo enorm viele korrupte und Lobbyismusphiele Politiker ;)
  4. Selbst wenn du in einer Gesellschaft ohne Geld leben würdest, müsstest du immer noch arbeiten, vermutlich sogar mehr als vorher. Denn ohne den Austausch von Gütern und Dienstleistungen werden die dort auch nicht auskommen. Falls du eine warme Mahlzeit auf dem Tisch haben willst, musst mit etwas aushelfen, das du kannst oder hast. Vom Zurücklehnen werden die Leute dort kaum überleben. Jeder wird seinen Beitrag leisten müssen.

    Für mich wäre so ein System nichts. Zwar würde ich weniger Arbeit und mehr echte Freiheit vorziehen, aber dann müsste ich mein Leben in Mittelmäßigkeit fristen, auf einer Ebene mit Menschen, die gerade klug genug sind, um Schaufel und Besen zu halten. Ein Sportwagen, ein Ferienhaus und ein Eigenheim finanzieren sich mit Sicherheit nicht durch Tauschgeschäfte.

    Man muss eben wissen, was man will. Vom Sozialstaat Deutschland kann man zur Not auch ganz gut leben, ohne einen Finger krumm zu machen.

    Ohne Leistungsgesellschaft und ohne Kapitalismus wäre die (aktuelle) Menschheit meiner Meinung nach zum Untergang verdammt. Wo keine Konkurrenz ist, gibt es keinen Fortschritt. Und auf Stagnation folgt die Rückentwicklung. Irgendwann stehst du dann in billigen Leinenklamotten auf deinem Feld und hoffst, dass zumindest ein Teil deiner Familie den nächsten Winter überlebt.
  5. t*****b

    esquadrao schrieb:
    Ich sage das ungern, aber Arbeiten ist für die meisten kein vergnügen.


    Dann musst du Arbeiten leider als "notwendiges" Übel betrachten. Wobei du das ja auch beeinflussen kannst. Zum Beispiel kannst du dir einen Job heraussuchen, der dir einigermaßen Spaß macht und den du gerne machst und auch bei einer Firma arbeiten, die dir gefällt. Bei mir zB ist es so, dass wir in der Firma intern ein eher familäres Umfeld haben, was zur Produktivität beiträgt.

    esquadrao schrieb:
    Jeden Tag früher aufstehen und dann noch diese ganze Routine, komm mir vor wie ein Idiot.


    Dann hast du eben nicht den richtigen (abwechslungsreichen) Job ausgewählt. Natürlich wirst du für deine Arbeit auch entlohnt und kannst deine Freizeit finanzieren. Was würdest du denn lieber machen statt zu arbeiten? Faulenzen? Computer spielen? Fernseh glotzen? Mal ehrlich, da würd ich mir doof vorkommen, zumal mal ohne Einkommen seine Freizeit wohl kaum abwechslungsreich gestalten kann.

    esquadrao schrieb:
    Ich denke Geld macht die Menscheit schlecht!


    Es gibt sicherlich Menschen, die zu viel Wert auf materielles (wofür man Geld braucht) legen. Aber ob diese glücklicher sind?...

    esquadrao schrieb:
    Könnt Ihr euch ein Welt ohne Geld vorstellen? :smile:

    Es gibt eine Insel im Atlantischen Ozean, Tristan da Cunha. Dort leben ca. 300 Menschen, kein Hippies oder Indianer. Es sind Briten, ohne Geld sorgen. Soviel ich weiß, haben die nur eine Gemeinschaftskasse, für das Notwendigste wie z.B. Medikamente.


    Das mag in einem begrenzten Rahmen funktionieren, solange die Rahmenbedinungen (Nahrung, Dach über dem Kopf, Gesundheit, moralischer Halt, ...) stimmen. Sobald sich diese jedoch ändern, wird das problematisch. Seine eigene Nahrung anpflanzen zu müssen, ist auch mit Arbeit verbunden. Und dann schaff ich doch lieber meine 8 Stunden am Tag in einem Job der mir gefällt, als 10 Stunden täglich aufm Feld zu arbeiten...

    Beitrag zuletzt geändert: 19.12.2011 16:00:21 von trueweb
  6. kaetzle7

    Moderator Kostenloser Webspace von kaetzle7

    kaetzle7 hat kostenlosen Webspace.

    Ich hatte dieses Jahr das zweifelhafte "Glück" 3 Monate Arbeitslos zu sein, da mein damaliger Arbeitgeber zusperren musste. Mir war in diesen 3 Monaten zu keinem Zeitpunkt langweilig, da sich bei mir genug Arbeiten aufgestaut hatten, die ich mal endlich erledigen konnte. Geldmangel hatte ich auch nicht und ein ausgedehnter Urlaub und das Auskosten der Freizeit kam auch nicht zu kurz.

    Dennoch war ich wieder froh einen Job gefunden zu haben. Der Grund: Ich habe einen geregelten Tagesablauf, kann mit anderen zusammenarbeiten, an etwas mitwirken, ich kann meine Ideen und Talente einbringen und auch in einem größeren Bereich nützlich sein, wie nur bei mir zuhause.

    Ich könnte sicher nicht einfach nur von der Sozialhilfe leben. Nicht weil ich so einen wahnsinnig hohen Lebensstandard habe, weil ich mich über meine Arbeit definiere, oder weil mir das Arbeiten zu jeder Zeit immer Spaß macht, sondern weil ich mir auf Dauer nutzlos vorkommen würde, weil ich auch gern unter Leuten bin, die einen gewissen Teil meiner Interessen teilen und weil ein geregelter Tagesablauf Vorteile hat, die man erst erkennt, wenn man ihn mal nicht hat.
  7. Also das Konzept von Karl Marx und anderen Linken wird bei uns oft als schlecht dargestellt. Aber Warum?
    Weil Kommunismus im Osten war.
    Ich finde die Ideen von Karl Marx besser als die Grundlagen unserer kapitalistischen Gesellschaft.
    Jeder ist daraus aus den maximalen Vorteil zu erzielen.
    Während Karl Marx sagte, dass erst von Arbeit gesprochen werden kann, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse erfüllt sind.
    Was haltet ihr davon?
  8. t******s

    esquadrao schrieb:
    Es gibt eine Insel im Atlantischen Ozean, Tristan da Cunha. Dort leben ca. 300 Menschen, kein Hippies oder Indianer. Es sind Briten, ohne Geld sorgen. Soviel ich weiß, haben die nur eine Gemeinschaftskasse, für das Notwendigste wie z.B. Medikamente.

    Solche "Aussteiger" findet man nicht nur auf einer Insel. Mal sind die Gruppen mal kleiner, mal etwas größer. Irgendwann lösen sie sich dann doch auf oder gruppieren irgendwann um ins kommerzielle.
    Der Glaube daran daß sie die Gemeinschaft nicht brauchen ist reine Augenwischerei. Ein leben mit dieser Weltanschauung funktioniert nur wenn man finanziell unabhängig ist. Und eben dieses Kapital wurde irgendwann irgendwie, durch Leistung also Arbeit, erwirtschaftet.
  9. Es kommt doch immer sehr stark auf den Arbeitsplatz an. In meinem letzten Job war ich nicht sehr glücklich und auch weniger motiviert effektiv was zu tun. Das kannst Du auch wunderbar an meinem Guldenstand erkennen :wink:

    Jetzt habe ich einen, zwar manchmal etwas stressigen, Job, der ein interessantes Tätigkeitsumfeld einschliesst, nette Kollegen und eine recht flexible Arbeitszeit. Wenn nicht irgendwas verbindliches ansteht, dann kann ich um 7 Uhr morgens auftauchen oder aber auch gerne erst mal um 10 Uhr spätvormittags.

    Selbst die Übergangsphase zwischen Studim und der Arbeit habe ich nur anfänglich als toll empfunden, irgendwann fällt einem dann mal die Decke auf den Kopf.
  10. kaetzle7

    Moderator Kostenloser Webspace von kaetzle7

    kaetzle7 hat kostenlosen Webspace.

    manfred8 schrieb:
    Also das Konzept von Karl Marx und anderen Linken wird bei uns oft als schlecht dargestellt. Aber Warum?
    Weil Kommunismus im Osten war.
    Nein, weil der Kommunismus ganz offensichtlich nicht funktioniert hat. Kein Land das den Kommunismus versucht hat zu leben ist jetzt eine wohlhabende Insel der Seligen in der jeder Mensch gleich ist, sondern es sind und waren Diktaturen die das Volk geknechtet und ausgenutzt haben.

    Ich finde die Ideen von Karl Marx besser als die Grundlagen unserer kapitalistischen Gesellschaft.
    Jeder ist daraus aus den maximalen Vorteil zu erzielen.
    Während Karl Marx sagte, dass erst von Arbeit gesprochen werden kann, wenn die menschlichen Grundbedürfnisse erfüllt sind.
    Was haltet ihr davon?
    Prinzipiell wären die Ideen von Marx sicher gut und besser als der Kapitalismus, aber sie sind einfach unrealistisch und scheinen nicht in die Wirklichkeit übertragbar zu sein - zumindest hat es bis heute noch niemand geschafft diese Prinzipien langfristig umzusetzen. Die einzige mir bekannte Ausnahme bilden vielleicht die Kibbuzim in Israel, die ihre Entstehung aber sicher der schwierigen Geschichte und dem daraus resultierenden Zusammengehörigkeitsgefühl zu verdanken haben.
  11. mittelalterfreunde

    mittelalterfreunde hat kostenlosen Webspace.

    Um die Arbeit nicht als 'übel' zu empfinden sollte man in erster Linie einen Beruf ausüben der einen glücklich macht und gute Kollegen haben mit dene man gut auskommt. Klar das Geld sollte auch einigermaßen stimmen, aber egal wieviel man verdient, man denkt doch eh das man immer zu wenig hat.
  12. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass man einfach viel mehr mit Druck arbeiten muss und häufig unter Existenzängsten leidet. In der heutigen Zeit leiden zum Beispiel viel mehr Menschen an dem Burn Out Syndrom, als früher. Unsere Gesellschaft, die Globaliesierung usw. zwingt uns heute dazu, immer mehr und härter zu Arbeiten. Deshalb macht die Arbeit, auch wenn es irgendwann der Traumjob gewesen ist, keinen Spaß mehr.
  13. Ich bin Froh das ich meine Arbeit habe (bin Informatiker Azubi).
    Es war immer mein Traumjob und wird es mit kleinen abänderungen auch in Zukunft sein.

    Wenn ich nicht wieder zum Hardcore WoW zocker werden (wie früher ^^) dann wüsste ich nicht was ich mit der ganzen Freizeit machen sollte also jetzt ohne Arbeit. Da braucht man schon richtige Freizeit projekte um das auszufüllen und gammeln ist nichtmehr!
    Wobei ich aber ehrlich gesagt auch nichts dagegen hätte wenn der Arbeitstag nur 6 stunden dauern würde :)

    Schönen Tag wünsch ich euch
  14. t*****b

    madadada schrieb:
    Aber vielleicht liegt es auch daran, dass man einfach viel mehr mit Druck arbeiten muss und häufig unter Existenzängsten leidet. In der heutigen Zeit leiden zum Beispiel viel mehr Menschen an dem Burn Out Syndrom, als früher. Unsere Gesellschaft, die Globaliesierung usw. zwingt uns heute dazu, immer mehr und härter zu Arbeiten. Deshalb macht die Arbeit, auch wenn es irgendwann der Traumjob gewesen ist, keinen Spaß mehr.


    Da gebe ich dir auf jeden Fall recht. Das Problem ist, dass es immer einen gibt, der für noch weniger Entlohnung noch mehr arbeitet. Wenn man zu viel verlangt, kriegt man keinen Job, obwohl die Regierung ständig behauptet, es würden Fachkräfte fehlen. Wenn das stimmen würde, würden die Gehälter hoch gehen (da wenig Angebot, viel Nachfrage). Die Jobs werden dann von den oben genannten belegt. Da das oft die jüngeren Arbeitnehmer sind, kann man diese noch stärker belasten und Anforderungen (Arbeitsmittel, Gehalt, Ausgleich für Überstunden, ...) stellen sie auch weniger. Das mag auch gut gehebn, aber nicht bis man 65 ist, davor hat man dann einen Burnout.
  15. die-bundeswehr

    die-bundeswehr hat kostenlosen Webspace.

    esquadrao schrieb:
    Ich sage das ungern, aber Arbeiten ist für die meisten kein vergnügen. Jeden Tag früher aufstehen und dann noch diese ganze Routine, komm mir vor wie ein Idiot.

    Ich denke Geld macht die Menscheit schlecht! Könnt Ihr euch ein Welt ohne Geld vorstellen? :smile:

    Es gibt eine Insel im Atlantischen Ozean, Tristan da Cunha. Dort leben ca. 300 Menschen, kein Hippies oder Indianer. Es sind Briten, ohne Geld sorgen. Soviel ich weiß, haben die nur eine Gemeinschaftskasse, für das Notwendigste wie z.B. Medikamente.





    Interessant .. und womit verdienen die das Geld für ihre "Gemeinschaftskasse" ? Die Medizin stellen sie ja wohl schlecht selbst her - also muessen sie irgendwas exportieren - aber von nix kommt auch nix , oder?
  16. die-bundeswehr schrieb:
    Interessant .. und womit verdienen die das Geld für ihre "Gemeinschaftskasse" ? Die Medizin stellen sie ja wohl schlecht selbst her - also muessen sie irgendwas exportieren - aber von nix kommt auch nix , oder?

    Man sollte nicht jeden Beitrag unreflektiert für bare Münze nehmen. Eine kurze Recherche zeigt, daß die "Geldlosigkeit" auf diesem Eiland seit 1948 nur noch Geschichte ist. ;)
    Vorher sah es etwas anders aus. Aber eine kleine Gemeinschaft, von damals 200 Menschen, ohne großartigen Kontakt zur Außenwelt, kann sehr gut mit direktem Tauschhandel leben. Das neutrale Transfergut Geld, ist dort überflüssig.
    Die sogenannte Gemeinschaftskasse entspricht, auf hiesige Verhältnisse übertragen, eigentlich einem Gemeindeetat und ist dementsprechend nicht Besonderes.
  17. Hmm. Ich als alter Kommunist kann mir das sehr gut vorstellen, ohne Geld zu leben, also vom Reinen Tauschhandel. Alerdings ist das eine Lebenseinstellung, die von 81.999.920 Menschen in Deutschland nicht geteilt wird. (bzw. Sehen die meisten, ähnlicher Denkweise nur ein Leben ohne Arbeit und der Freiheit, sich zu nehmen, was sie gerade wollen.) Obwohl ich weiß, dass das ziemlich utopisch ist, weil es global gesehen einfach noch schwieriger wird, als in einer Stadt oder einem Land...

    Und an alle, die der Meinung sind, der Threadersteller hat sich den falschen Job rausgesucht: zu meinen zeiten war es schwierig, sich einen Job "rauszusuchen". Vor 7, 8 Jahren war der Ausbildungsmarkt so überlaufen, dass ich froh war, dass ich erstmal ne schulische Ausbildung bekommen habe... und nach zwei Jahren Schule bin ich froh, dass ich nochmal die Chance bekommen habe einen anderen Beruf zu lernen. Jetzt steh ich im 3-Schicht-Dienst vor der Maschine und bin nach acht Stunden klipperklar... Deswegen geh ich jetzt weiter zur Schule. Drei mal die Woche sitz ich abend auf der Schulbank um den Machinenbau-Scheiß in meine Birne zu bekommen, um vielleicht dann ein besseres Leben zu führen.

    Wer sich einen Job aussuchen kann, soll froh darüber sein, es aber nicht als selbstverständlich ansehen.
  18. alles hat so seine gute wie schlechte Seiten... ohne Geld müsstest irgendwie tauschen um zu Handeln, also ob ich da jetzt papier eintausche und was bekomme oder Gegenstände tausche sollte doch egal sein, Besitz ist Besitz.
  19. kaetzle7 schrieb:
    Dennoch war ich wieder froh einen Job gefunden zu haben. Der Grund: Ich habe einen geregelten Tagesablauf, kann mit anderen zusammenarbeiten, an etwas mitwirken, ich kann meine Ideen und Talente einbringen und auch in einem größeren Bereich nützlich sein, wie nur bei mir zuhause.


    Dem kann ich nur zustimmen. Für mich war der Übergang von der Schule zur Universität schon viel zu lang obwohl es nur knapp drei Monate waren. Ich habe mich zu tode gelangweilt, weil ich nicht wusste, was ich mit der vielen Zeit anfangen soll. Die ersten paar Wochen waren herrlich aber irgendwann langweilt einen auch das Faulenzen.
    kaetzle7 schrieb:
    Nein, weil der Kommunismus ganz offensichtlich nicht funktioniert hat. Kein Land das den Kommunismus versucht hat zu leben ist jetzt eine wohlhabende Insel der Seligen in der jeder Mensch gleich ist, sondern es sind und waren Diktaturen die das Volk geknechtet und ausgenutzt haben.


    Das ist ja kein Beweis, dass der Kommunismus nicht funktioniert, sondern dass die Leute es nicht hinbekommen haben.

    kaetzle7 schrieb:
    Prinzipiell wären die Ideen von Marx sicher gut und besser als der Kapitalismus, aber sie sind einfach unrealistisch und scheinen nicht in die Wirklichkeit übertragbar zu sein - zumindest hat es bis heute noch niemand geschafft diese Prinzipien langfristig umzusetzen. Die einzige mir bekannte Ausnahme bilden vielleicht die Kibbuzim in Israel, die ihre Entstehung aber sicher der schwierigen Geschichte und dem daraus resultierenden Zusammengehörigkeitsgefühl zu verdanken haben.

    Ich gebe dir Recht, dass der Kommunismus Schwachstellen hat, es gibt genügend Kritiker, die gute Argumente vorgelegt haben, was am Kommunismus nicht funktionieren kann. Allerdings sehe ich das scheitern des Kommunismus auch darin begründet, dass es Widerstand von außen gab. Ich will nicht gutheißen, wie sich die "Kommunisten" im Ostblock verhalten haben aber es war auch der Westen, der immer "den leichten Weg" vor gelebt hat und damit die Gesellschaft moralisch zersetzt. Ich verstehe auch nicht, warum in den USA Kommunist als Schimpfwort benutzt wird. Ich meine die Sowjetunion waren ihre Feinde da stimme ich zu aber sie sind nur eine Teilmenge der Kommunisten (wenn überhaupt). Und die Kommunistische Idee ist ein Ideal, für das man niemanden beschimpfen kann im Gegensatz zu Diktaturen.

    Unabhängig davon ob der Kommunismus die Zukunft ist: Der Kapitalismus sollte es nicht sein, denn dieses System geißelt die Menschheit. Man sieht seine Blüten überall in den armen Ländern, die ausgebeutet werden. Keiner der "Erfinder" der freien Marktwirtschaft hat für eine völlige Freiheit plädiert, da sie alle erkannten, dass dies dazu führt, dass rücksichtslose, Profit orientierte Menschen die armen Ausbluten lassen. Manchmal frage ich mich wie lange es dauert bis wir an der Reihe sind, bis nicht mehr die Deutschen mit einer Tankladung die Nahrungsgrundlage einer ganzen afrikanischen Familie zum Auspuff raus bläst sondern umgekehrt.

    Ich merke gerade wieder, wie mich dieses Thema aufregt, vor allem wenn ich sehe mit welcher Gleichgültigkeit manche dem leidigen Schicksal anderer gegenüber stehen. Tür viele ist dies okay, weil sie sich als etwas besseres sehen. Und gerade dieses Denken ist meiner Meinung nach das gefährlichste überhaupt. Es gibt in der Geschichte so viele Beispiele von Genozid, der sich genau auf dieses Fundament stützt.
  20. Da fällt mir nur der Spruch ein

    Die Intelligenten leben von den Dummen, und die Dummen von der Arbeit
  21. Vielleicht ist die Arbeit und das System des Geldes einfach viel zu abstrakt geworden. Man mag glauben, dass der Mensch sich auch von herum wachsenden Beeren ernähren kann und sich ab und zu einen Fisch fängt, aber das ist reine Phantasie. Fest steht: auch ohne das System des Geldes musst du arbeiten, um dir etwas zu schaffen und vor allem, um satt zu werden.
    So besteht unser Problem heute darin, dass du nicht direkt für dein Essen arbeitest, also z.B. Fiehzucht oder Ackerbau, sondern du arbeitest an/mit/für irgend etwas, wofür du den Tauschwert Geld bekommst. Vielleicht leidet durch diesen Umweg einfach die Motivation ;-)

    Beitrag zuletzt geändert: 22.2.2012 7:39:35 von flockhaus
  22. Diskutiere mit und stelle Fragen: Jetzt kostenlos anmelden!

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