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  1. Autor dieses Themas

    tutmoses

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    Hallo alle,
    da in einem anderen Tread von mir das Thema HartzIV nun ja schon einige male angesprochen wurde möchte ich euch einen Schwank aus dem Leben meiner Exfrau erzählen.
    Sie ist heute 53 Jahre alt, eine grundehrliche Haut und leidet unter Arthrose in Händen, Ellenbogen, den Knien und der Wirbelsäule.
    Als Arbeitnehmerin, Versichert bei der KKH, wurde sich 2007 krankgeschrieben, die Erkrankung ist chronisch und nicht zu heilen, die Schmerzen sind enorm und so blieb sie bis in den Januar 2008 im Krankenstand bis ein Schreiben der KKH sie ereilte in dem ihr mitgeteilt wurde, sie sei nach dem Dünken (der Namen ist mir entfallen) der Vertrauensärzte (wie auch immer) dieser Kasse zu einer: Zitat "leichten, leidensbedingten Tätigkeit fähig", und die KKH könne die Kosten für ihren Krankenstand nicht mehr tragen.
    Ab Februar 2008 also ohne Arbeit, von der KKH ausgesteuert und arbeitslos. Nach unzähligen Einladungen ins Arbeitsamt, einem meterdicken Stapel von Bewerbungen und Ablehnungen, kam man im Arbeitsamt nun auf die Idee, Sie dürfe ihre Erkrankung in ihren Bewerbungsschreiben nicht mehr angeben, denn sonst bekäme sie ja nie eine Arbeit.
    Auf meine Anfrage, wie sie denn eine leichte, leidensbedingte Arbeit erhalten solle, wenn sie ihrem zukünftigen Arbeitgeber schon bei der Bewerbung anlüge, bekam ich nur die Antwort, sie dürfe die Krankheit in der Bewerbung nicht angeben, könne ja dann aber bei einem möglichen Einstellungsgespräch darauf hinweisen.
    Wie auch immer, eine "Leichte Leidensbedingte Arbeit" zu finden ist etwa so leicht wie ein Sechser im Lotto, aber dennoch wird meine Ex mit solch einem Wust von Maßnamen und Schulungen eingedeckt, die den deutschen Staat gewiss ein kleines Vermögen kosten, um sie wieder ins Arbeitsleben zu integrieren, obwohl jeder potientielle Arbeitgeber sie aufgrund ihrer Erkrankung niemals einstellen würde.
    Nun gut, seit Februar 2010 ist sie auf HartzIV zurückgestuft, doch diese Maßnamen gehen weiter und natürlich schreibt sie wöchentlich ihre 5 Bewerbungen, verheimlicht wie angeordnet ihre Erkrankung, erhält ohnehin und aufgrund ihres Alters meist nur eine Absage und kommt ein Vorstellungsgespräch zustande und sie erwähnt die Erkrankung und den Bedarf nach einer "Leichten Leidensbedingten Arbeit" war es das auch schon wieder. Sie hat einen Ausflug gemacht und das wenige HartzIV Geld in Bus und Bahntickets gesteckt um eine Absage zu erfahren, die ihr die Erwähnung des Leidens in der Bewerbung gewiss erspart hätte.
    Erwähnt sie diese jedoch, würde man ihr sofort das Arbeitslosengeld II streichen.
    Es lebe der Deutschbürokratische Wahnsinn
    Tschüss Ludwig
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  3. Hallo tutmoses,

    wie auch bei den meisten anderen Threads ist auch dies fast schon ehr ein Essay als der Start einer Forendiskussion. Dies muss nicht zwangsläufig schlecht sein, im Gegenteil Dein recht pointierter Schreibstil und ich stelle auch nicht in Frage, dass Du recht hast.

    Bei all diesem Behördenwahn (und ich habe schon so machen erlebt - damit könnte ich Stunden verbringen) liegt das meist ehr daran, dass man in ein Raster gesteckt wird und dann wird ohne denken genau nach Schablone A, oder so gehandelt, egal wie Sinnlos das im Einzelfall ist. Doch sollte man anmerken, dass es zig Leute gibt die den Staat zu bescheißen versuchen und sich Geld ohne Bemühungen erschleichen wollen (die Verwandschaft meiner Verlobten ist voll davon) und deshalb wurde die Regeln nicht ohne Grund so gemacht wie sie sind auch wenn es dann leider einige gibt die extrem darunter leiden und ohne Zweifel ungerecht behandelt werden. Eine objektive Überprüfung jedes einzelnen Falles ist leider nicht möglich.

    Und "Leider" meine ich auch so.
  4. Autor dieses Themas

    tutmoses

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    :stupid:

    wie auch bei den meisten anderen Threads ist auch dies fast schon ehr ein Essay als der Start einer Forendiskussion. Dies muss nicht zwangsläufig schlecht sein, im Gegenteil Dein recht pointierter Schreibstil und ich stelle auch nicht in Frage, dass Du recht hast.


    Hi kanexo, ja ich neige dazu Monologe zu halten, da hast du wohl recht.
    Ich wollte das Thema HartzIV nur nicht in den anderen Tread schreiben, aber auch einmal aufzeigen wie die Maschinerie unserer Ämter so funktioniert.

    Die eigentliche Frage ist ja: "Ist es legal und moralisch vertretbar, wenn das Arbeitsamt sie zwingt ihre Erkrankung zu verheimlichen?"
    Ich meine, sie könnten ja auch von einem Oberschenkelamputierten verlangen sich als Streckengeher bei der Bahn zu bewerben, würde annähernd ebensoviel Sinn ergeben.

    Tschüss Ludwig


    Beitrag zuletzt geändert: 18.5.2010 9:24:36 von tutmoses
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