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Die Humanwirtschaftspartei

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  1. Autor dieses Themas

    verbrechergame

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    Hey,

    ich würde gerne mal von euch wissen, was ihr von der Humanwirtschaftspartei haltet. Damit ihr euch ein Bild von den Zielsetzungen der Partei machen könnt. zitiere ich kurz aus Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Humanwirtschaftspartei

    Die Humanwirtschaftspartei will eine Wirtschaftsordnung schaffen, die persönliche Freiheit und soziale Gerechtigkeit gleichermaßen verwirklicht.[1]

    Die Humanwirtschaftspartei geht davon aus, dass Armut, Hunger, Gewalt, Terrorismus und die Beseitigung von demokratischen Grundrechten im Wesentlichen auf das bestehende Geld- und Bodenwesen zurückzuführen sind.[2]

    Aus diesem Grund strebt die Humanwirtschaftspartei Veränderungen der gegenwärtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen an.
    Sie will ein unabhängiges Währungsamt schaffen, dessen einzige Aufgabe es ist, die Währung stabil zu halten.[3] Das Währungsamt tätigt keine Bankgeschäfte, somit entfällt die Refinanzierungsmöglichkeit der Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Geld kommt nicht mehr als verzinster Kredit, sondern zinsfrei durch Staatsausgaben in Umlauf.[4][5]
    Die Währung soll mittels einer Gebühr auf Bargeld umlaufgesichert werden.[6] Damit würde die Liquiditätsprämie neutralisiert[7] und verhindert werden, dass die Volkswirtschaft in eine Liquiditäts- oder Investitionsfalle gerate.[8] Geld soll nur noch als Tauschmittel benutzt werden. Gespart werden soll in Geldanlagen, bei denen sichergestellt sei, dass die Ersparnisse unverzüglich in die Kapitalbildung und die Geldzeichen zurück in den Umlauf gelangen.[5] Dadurch gäbe es keine unfreiwillige Arbeitslosigkeit mehr, weil jedes Angebot seine Nachfrage finde.[9] Schließlich erhalte jeder Arbeitende seinen vollen, nicht durch Zinslasten geschmälerten Arbeitsertrag.[10]
    Die Humanwirtschaft geht davon aus, dass die Nutzung von Grund und Boden einschließlich der Bodenschätze eine Vorbedingung des Lebens ist. Die Zugangs- und Nutzungsmöglichkeiten seien heute aber nicht für alle Menschen gleich, da eine Minderheit das Eigentumsrecht am Boden habe. Dies ermögliche dieser Minderheit, von den Menschen ohne Land ein Entgelt zu fordern, die Bodenrente. Sie entstehe dadurch, dass der Boden unvermehrbar ist.[11] Aus diesem Grund soll das römische Besitzrecht an unvermehrbaren Naturressourcen (Boden, Bodenschätze, Luft, Wasser, Sonnenlicht) in ein allgemeines Nutzungsrecht umgewandelt werden. Dadurch könne die Bodenrente abgeschöpft und der Allgemeinheit zurückvergütet werden. Die abgeschöpfte Bodenrente soll an die Eltern als Erziehungsgehalt nach Zahl ihrer minderjährigen Kinder ausbezahlt werden.[12][5]

    Die Humanwirtschaftspartei lässt sich nur schwer in das herkömmliche Parteienspektrum einordnen. Sie bezeichnet sich selbst als liberalsozial. Die Freiwirtschaft ist eine akratische Idee.

    Das Buch Die Lösung der sozialen Frage[13] wird von der Partei als das gegenwärtige Standardwerk propagiert. Es handelt sich um eine überarbeitete Fassung des Buches "Überwindung des Totalitarismus" von Otto Valentin aus dem Jahre 1952 und erschien im Jahr 2008. Dieses Buch stellt laut Partei eine der prägnantesten Einführungen in die Freiwirtschaftslehre dar.


    Ich persönlich finde die Grundidee ganz interessant, da ich Armut, Hunger und Gewalt durchaus auch auf unsere Wirtschaftsstrukturen zurückführen kann, doch ist das umsetzbar? Der Kommunismus ist schließlich auch in der Vorstellung eine nette Idee, aber ja leider irgendwie an der Realität gescheitert.

    Glaubt ihr, man könnte durch einfache Gesetze das bestehende System so umbauen, dass ein sozialverträglicheres und umweltverträglicheres Wirtschaften möglich wird, ohne dass der Staat sich zu sehr in die Entwicklung des Marktes einmischt?
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  3. kigollogik

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    verbrechergame schrieb:
    ich würde gerne mal von euch wissen, was ihr von der Humanwirtschaftspartei haltet. Damit ihr euch ein Bild von den Zielsetzungen der Partei machen könnt. zitiere ich kurz aus Wikipedia:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Humanwirtschaftspartei


    Ich halte es für derzeit unrealistisch. Um dazu jetzt mehr zu sagen, müsste ich mich mit der Thematik eine ganze Ecke beschäftigen. Bis eben gerade habe ich noch nie etwas von dieser "Partei" gehört.
    Nur aufgrund des kurzen Auszugs hier, möchte ich da für mich kein Urteil fällen.

    verbrechergame schrieb:
    Glaubt ihr, man könnte durch einfache Gesetze das bestehende System so umbauen, dass ein sozialverträglicheres und umweltverträglicheres Wirtschaften möglich wird, ohne dass der Staat sich zu sehr in die Entwicklung des Marktes einmischt?

    Nein, denn nur weil man Gesetze ändert, ändert man nicht die Gedanken in den Köpfen der Bevölkerung.
  4. Autor dieses Themas

    verbrechergame

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    kigollogik schrieb:


    Ich halte es für derzeit unrealistisch. Um dazu jetzt mehr zu sagen, müsste ich mich mit der Thematik eine ganze Ecke beschäftigen. Bis eben gerade habe ich noch nie etwas von dieser "Partei" gehört.
    Nur aufgrund des kurzen Auszugs hier, möchte ich da für mich kein Urteil fällen.


    Es geht hier im Prinzip um das Konzept der "Freiwirtschaft".


    verbrechergame schrieb:
    Glaubt ihr, man könnte durch einfache Gesetze das bestehende System so umbauen, dass ein sozialverträglicheres und umweltverträglicheres Wirtschaften möglich wird, ohne dass der Staat sich zu sehr in die Entwicklung des Marktes einmischt?

    Nein, denn nur weil man Gesetze ändert, ändert man nicht die Gedanken in den Köpfen der Bevölkerung.


    Wie sind denn für dich die Gedanken in den Köpfen der Bevölkerung? Da gibt's doch unzählige Strömungen. Und nur weil ein Konzept nicht bekannt ist, heißt es ja nicht zwangsläufig, dass es schlecht ist.

    Ich habe in dem Konzept aber vor allem ein Problem mit dem Zinssystem. Welche Anreize habe ich, jemandem Geld zu leihen, wenn ich dafür keine Zinsen erhalte? Weil immer genug Geld m Umlauf ist, da ich es sonst aufgrund der Umlaufsicherung eh verliere.? Ist das bürokratisch machbar/vertretbar?

    Auch müsste man für dieses Konzept Böden enteignen, was ja in er Historie selten gut ankam. Aber haben Menschen denn überhaupt Anrecht auf Böden oder sollten die eher als Allgemeingut behandelt werden, da "Gewalt, Armut und Hunger" von einer ungleichen Verteilung ausgehe?
    Und wieso sollte es keine Arbeitslosigkeit mehr geben?

    Beitrag zuletzt geändert: 4.2.2015 12:28:35 von verbrechergame
  5. spackenheimer

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    Die "Gebühr auf Bargeld" ist eine spannende Idee, das hat in der Vergangenheit durchaus mal funktioniert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29
    Mehrheitsfähig sind solche Ideen in unserer raffgierigen Gesellschaft sicher nicht.
    Der Trend geht eindeutig zum umgekehrten Robin-Hood-Prinzip,
    also man nimmt von den Armen und gibt es den Reichen.
  6. fatfreddy

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    spackenheimer schrieb:
    Die "Gebühr auf Bargeld" ist eine spannende Idee, das hat in der Vergangenheit durchaus mal funktioniert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29

    Man muß gar nicht so weit in die Vergangenheit schauen, um Beispiele zu finden. Regionalwährungen, die auf der Idee des "Freigeldes" aufbauen, sind sogar ein wachsender Trend. Bekanntestes Beispiel ist der "Chiemgauer". Die meisten dieser "Währungen" zeichnen sich genau dadurch aus, daß sie, sobald unbewegt und damit dem wertschöpfenden (!) Kreislauf , an Wert verlieren.

    Was mich erschreckt, ist der Umstand, daß mir diese Humanwirtschaftspartei bisher gänzlich unbekannt war. Die Wirtschaftstheorien von Gesell, Keynes & Co. sind mir durchaus vertraut und in vielen Punkten sympathisiere ich auch mit deren Gedanken. Da ist es fast schon peinlich,, daß mir diese Partei, die anscheinend genau diese Gedanken und Ideen vertritt, bisher nicht präsent war.

    Bedauerlicherweise ist es aber wohl so, daß sich in diesem, unserem Lande nichts ändern wird, solange die, die daran, daß sich Geld vom Tauschmittel zur profitablen Handelsware entwickelt hat, sehr gut verdienen, die Macht und die Mittel haben und nutzen, die Meinung derer, die etwas daran ändern könnten/sollten, zu manipulieren.
    Wie erfolgreich die Lobbyarbeit der Industriegruppen sind, erleben wir doch, bei aktuellen Gesetzgebungen, nahezu täglich.
    Banken sind, nach Meinung der Lobbyisten, systemimanent und müssen, unabhängig davon, welchen Schaden sie der Allgemeinheit zufügen, gerettet werden.
    Alte Autos muß man, dem Umsatz der Autoindustrie dienlich, mittels "Abwrackprämien" aus dem Verkehr ziehen. Angeblich aus Gründen des Umweltschutzes. Ungeachtet dessen, daß der Betrieb eines alten Stinkers, auf Dauer seiner Restlebensdauer hochgerechnet, niemals die Menge an Schadstoffen hätte verursachen können, die bei der Produktion eines Neuwagens anfallen.

    Wie sagte mal jemand so schön? "Kosten werden sozialisiert; Gewinne werden privatisiert.
    "Shareholders Value" bestimmt das Handeln der Konzerne. Sharing, also teilen, ist den Holdern der Shares allerdings fremd.
    Kein Wunder, denn auch Aktien haben sich mittlerweile zur eigenständigen Handelsware entwickelt.
    Ihren eigentlicher Sinn, nämlich den Firmen Kapital zu beschaffen und damit Handlungsfreiheit zu ermöglichen, haben sie nahezu verloren. Ihr Zweck ist vormehmlich der, nur noch profitable Handelsware zu sein.
    Mittlerweile schwebt der "Shareholders value" als Damoklesschwert über den AGs und zwingt sie (vermeintlich), sich , vertreten durch die Kaffeesatzleserei und Zahlenonanie der sogenannten Analysten (die, ein Schelm, der Böses dabei denkt, meist Angestellte der Institute sind, die mit dem Handel der Anteile, unabhängig vom Wohl und Wehe der Firma, die die Anteile ausgegeben hat, an jedem Handel verdienen, also ein Interesse an hoher Flukation haben), hauptsächlich daran zu orientieren. ..aber ich schweife hier wohl gerade ab. ^^

    Beitrag zuletzt geändert: 5.2.2015 2:20:02 von fatfreddy
  7. Autor dieses Themas

    verbrechergame

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    fatfreddy schrieb:
    spackenheimer schrieb:
    Die "Gebühr auf Bargeld" ist eine spannende Idee, das hat in der Vergangenheit durchaus mal funktioniert.
    http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29

    Man muß gar nicht so weit in die Vergangenheit schauen, um Beispiele zu finden. Regionalwährungen, die auf der Idee des "Freigeldes" aufbauen, sind sogar ein wachsender Trend. Bekanntestes Beispiel ist der "Chiemgauer". Die meisten dieser "Währungen" zeichnen sich genau dadurch aus, daß sie, sobald unbewegt und damit dem wertschöpfenden (!) Kreislauf , an Wert verlieren.


    Aber haben wir durch die aktuelle Zinslage nicht eine de facto Umlaufsicherung? Die Inflationsrate ist größer als die Zinsen, die man für das Kapital bekommt. Geld entwertet sich proportional zur Zeit, also ist Investieren sinnvoller als Sparen.

    Im falle vom Chiemgauer frage ich mich, wieso ich überhaupt den Chiemgauer kaufen sollte.
  8. kigollogik

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    verbrechergame schrieb:


    Im falle vom Chiemgauer frage ich mich, wieso ich überhaupt den Chiemgauer kaufen sollte.


    Um die Region zu Unterstützen? Direkt oder indirekt.
    Häufig ist es bei solch Regiowährungen auch so, das man Vergünstigungen bekommt, wenn man damit zahlt.
    Wie das im Falle des Chiemgauer ist, weiß ich nicht.
    Aber welcher Wert damit in den vergangenen Jahren umgesetzt wurde ist beachtlich.
  9. Autor dieses Themas

    verbrechergame

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    Das habe ich leider befürchtet. :biggrin:

    Der Chiemgauer funktioniert, weil er eine regionale Währung ist. Ich finde das Projekt zwar klasse und auch die Umsätze sind beachtlich, aber auf Bundesebene funktioniert das mit den regionalen Vergünstigungen ja leider nicht. Auch ist schwer zu sagen, wie die Umlaufsicherung auf Bundesebene funktionieren mag, ohne dass das zu einem Bürokratiemonstrum führt.
  10. sebulon

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    ist ne nette Idee, welchen einigen Parasitären Kräften unseres Wirtschaftssystems das Wasser abgraben würde(vor allem Banken), wär aber absolut nicht umsetzbar, da wir als Meister-Exporteure auf Auslandsdevisen angewisen sind, damit brauchen wir eine Währung, welche man sauber und direkt an die der Staaten, in die wir exportieren, gekoppelt werden kann...

    ansonsten, was dort umgesetzt werden soll, das geht auch mit unserer Bisherigen Wirtschaftsform... Problem sind die Leute, die an den Hebeln sitzen und anscheinend die bedienungsanleitung nicht lesen, was man mit den Hebelchen machen kann... und ich finde, GG Art14(3) wäre schonmal ein Ansatz, um die Grundversorgung in DE zu sichern... vor allem um wieder die Hohheit über unsere Bodenschätze zu erlangen...

    von daher meine Meinung: nette Idee, schlecht durchdacht...
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