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Güter auf die Schien statt LKW

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  1. Autor dieses Themas

    robin

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    Hallo Freunde, ich habe mal wieder einen interessanten Fernsehbericht geschaut. 29.05. abends auf ARD.

    Ich bin ja einer von denen die der Meinung sind der Güterverkehr gehört auf die Schiene und nicht auf die Straße. Jetzt wurde gezeigt, dass schon heute die Züge in Hamburg warten aus dem Hafen herausfahren zu dürfen. Mit anderen Worten es gibt in Deutschland nicht genug Kapazitäten für den Güterverkehr. Dafür wird aber Geld in den Ausbau des Personenvekehrnetzes gesteckt. Das Resultat sind 8-13 Minuten Zeitersparnis. Auf den Trassen die davon betroffen sind und den freiwerdenenden alten Trassen sollen dann 120 bzw. 160 Güterzüge fahren können. (Wenn ich die Daten alle noch richtig behalten hab!) Benötigt werden aber Kapazitäten für 400 und mehr Güterzüge. In unseren Nachbarländern wurde der Trend erkannt und es gibt (ich glaube es war) in Holland inzwischen eigene Gleisnetze (zumindest Trassen) für Güterzüge. Diesen Trend scheint die deutsch Regierung zu verpassen.

    Man sollte also die Regierung endlich wachrütteln, damit wir in 10 Jahren nicht total im LKW-Verkehr ersticken. Schon jetzt macht das Fahren auf der Autobahn keinen Spaß mehr. Selbst am Wochenende sind sehr viele (scheinbar mit Ausnahmegenehmigung) unterwegs.
    Der Schiene gehört somit nicht nur die Vergangenheit, sondern auch die Zukunft.

    Wie seht ihr das?
    Was kann man tun, damit die Politik diesen Missstand wirklich wahrnimmt?
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  3. Ich bin davon abhängig, dass LKWs unterwegs sind. Das sichert mir meinen Job ;)
    Zumal das noch nicht mal zwingend ausschliesslich an der Politik liegt. Die Deutsche Bahn baut immer mehr Schienen ab und verschlechtert so die Anbindung regionaler Gebiete an das Streckennetz. Die können dann, insofern sie keinen Fluss haben nur auf LKWs zurückgreifen.
  4. Autor dieses Themas

    robin

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    karpfen schrieb:
    Ich bin davon abhängig, dass LKWs unterwegs sind. Das sichert mir meinen Job ;)

    Ich denke mal, dass wir ohne LKWs auch nicht auskommen aber es werden immer mehr - und du wirst mir zustimmen, wenn ich behaupte, mancherorts ist die Schmerzgrenze der Belastbarkeit der Straßen schon längst erreicht.
    Zumal das noch nicht mal zwingend ausschliesslich an der Politik liegt. Die Deutsche Bahn baut immer mehr Schienen ab und verschlechtert so die Anbindung regionaler Gebiete an das Streckennetz. Die können dann, insofern sie keinen Fluss haben nur auf LKWs zurückgreifen.

    Es liegt sicher nicht nur an der Politik, aber schließlich gehört das Schienennetz auch dem Staat - da sollte er schon mehr darauf einwirken.
  5. Wir sind der Staat, das sollte man nicht vergessen, wenn man wählen geht ;) Und anscheinend stören sich nicht genug Menschen an den LKWs, sonst würden wahrscheinlich mehr Menschen Grün wählen, oder Ähnliches.


  6. Wir sind der Staat, das sollte man nicht vergessen, wenn man wählen geht ;) Und anscheinend stören sich nicht genug Menschen an den LKWs, sonst würden wahrscheinlich mehr Menschen Grün wählen, oder Ähnliches.

    Dummerweise haben wir in diesem Staat keine Partei die es auch nur annährend lohnenswert wäre zu wählen, wir können immer maximal zwischen den Parteien \"schlecht\" und \"noch schlechter\" wählen :mad:

    Und ich gehöre auch zu denen, die sich an den LKWs stören und dass, obwohl ich ganz selten auf der Autobahn fahre und trotzdem erlebe ich es jedes mal dass es doch tatsächlich so bescheuerte LKW-Fahrer gibt, die sich zu dritt nebeneinander aufbauen um sich gegenseitig mit 1km/h Geschwindigkeitsunterschied zu überholen! Da würd ich am liebsten jedes ma den (nichtvorhandenen) Raketenwerfer auspacken :mad:

    Und zu den Grün wählen: Wenn man Grün wählt kriegt man vielleicht genau dieses Problem gelöst(was ich auf Grund der ständigen Lügen der Politiker vür sehr sehr sehr unwahrscheinlich halte), aber erhält dafür von der Fraktion wenigstens 3 schwerwiegendere neue Probleme oder Verschlechterung altbekannter Problem, also von daher..
  7. Dann müsstest du eine eigene Partei gründen ;)
    Aber das wäre zu weit weg vom Thema. Eine ganz andere Diskussion.

    Ich persönlich bevorzuge natürlich auch möglichst ökonomischen und menschenfreundlichen Güterverkehr, keine Frage.

    Mehr Güterverkehr auf die Schiene wäre sicherlich eine Möglichkeit.
    Die andere Sache, die man sich mal überlegen sollte ist, dass einige Produkte hunderte Kilometer transportiert werden, weil sie woanders billiger produziert werden, aber in der Region, wo sie benötigt werden schon vorhanden sind, bzw. produziert werden.

    Dadurch werden auch unnötige Transporte durchgeführt und das Aufkommen auf der Strasse erhöht.
  8. Bei letzterem könnte man sich auch überlegen, ob es nicht sogar ökonomischer wäre die Ware dann wirklich direkt aus der Nähe zu kaufen um die Sprittkosten einzusparen und wenn man das als größeres Unternehmen macht, würde der regionale Lieferer vermutlich sogar noch im Preis mit sich reden lassen...
  9. b******r

    Ja, ja - und jeder Betrieb bekommnt einen Bahnanschluss...
  10. Autor dieses Themas

    robin

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    Ja, ja - und jeder Betrieb bekommnt einen Bahnanschluss...

    Nun ja, es soll Betriebe geben, die ernsthaft darüber nachdenken sich einen Gleisanschluss legen zu lassen. Das Problem dabei ist, sie müssen schnneller die letzte Weiche kaufen als die Bahn die Strecke auf der sich die Weiche befindet stilllegt. Und das andere Problem ist, dass viele kleiner Firmen in Gewerbegebieten abseit der Bahnlinien angelegt wurden. Eine Fehlrntscheidung die schon vor vielen Jahren stattgefunden hat.
    Ich staune jedes Mal, wenn ich mit dem Zug fahre und die vielen Industriebrachen links und rechts der Bahnstrecke sehe. Viele dieser (ungenutzten!) Objekte haben noch Gleisanschlüsse.
  11. Muss ja nicht jeder Betrieb eine eigene Bahnstrecke bzw. nen Anschluss haben. Es reicht ja schon, wenn in Orte mit ausreichender Insdustrie (oder Gewerbe) eine Bahnschiene hinführt und der Betrieb nur noch bis zum Bahnhof mit dem LKW transportieren muss.

  12. ich fände es besser, wenn man sich was für den Güterverkehr einfallen lässt, Personen fahren sowieso fast nicht mit der Bahn, aber des mit den Gütern per Schiene transprotieren ist gut! Allerdings müssten dann ja immer die Lastwagen vom Bahnhof ins Gewergebiet fahren, desshalb werden LKW\'s immer nötig sein. Abschaffen kann man die nicht, esseiden man machts so wie im alten Ägypten: Waren auf Schlitten legen, und von Leuten ziehen lassen. Das bringt neue Arbeitsplätze :biggrin:
  13. Autor dieses Themas

    robin

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    Ich hätt da noch einen Beitrag:
    VW hat in Dresden eine \"Manufaktur\" für die Endmontage des Phaeton.
    Die Teile dafür werden durch die Innenstand nicht mit LKWs sondern mit einer Güterstraßenbahn gefahren. Diese pendelt zwischen einen Güterverkehrszentrum und dem Werk.

    Jetzt könnte man meinen, da sich dieses Güterverkehrszentrum direkt an einem Güterbahnhof befindet, die Teile werden per Bahn angeliefert. Aber nein - bis zu dem GVZ fahren LKWs.
    Beweis: http://maps.google.de/?ie=UTF8&ll=51.054061,13.698567&spn=0.004714,0.009978&t=h&z=17
    Wie man auf diesem Kartenausschnitt sieht, ist unterhalb (südlich) der Potthoffstraße kein Gleisanschluss zur DB sondern nur der Strang der Straßenbahn.

    Als ich das vor geraumer Zeit herausfand, kam ich mir veralbert vor.
  14. Hallo!

    Grundsätzlich habt Ihr Recht, dass in Verkehrsinfrastruktur in Deutschland zu wenig investiert wird. Allerdings ist es so, dass für jede Investition eine Verkehrswegeplanung vorgenommen wird. Dabei werde Kosten und Nutzen jeder Investition (egal ob Personen- oder Güterverkehr) gegenübergestellt. Das Verkehrsprojekt mit dem besten Kosten-Nutzen-Verhältnis wird dann zuerst realisiert, dann das nächstbeste usw. Diese Planungen werden (auf Bundesebene) in der Bundesverkehrswegeplanung geregelt. Nun ist es leider so, dass es sehr viele Verkehrsprojekte gibt, die gesamtwirtschaftliche sinnvoll wären, leider jedoch auf Grund von zu geringer Budgetierung nicht realisiert werden können. Davon ist jedoch sowohl der Schienen-, Straßen- und Wasserstraßen-, als auch der Personen und Güterverkehr betroffen. Das Problem liegt also nicht darin, dass eine der genannten Sparten bevorzugt behandelt werden würde (obwohl das auch passiert; ist aber nicht das Hauptproblem), sondern dass das Gesamtbudget für Verkehrsinvestitionen in Deutschland zu gering ist. Somit sind alle Bereiche unterfinanziert.

    Vlg
  15. Es wird in diesem Bereich sowieso zu kurzfristig gedacht.
    In der Tat sind die Personenzüge nur noch auf wichtigen Strecken gut gefüllt und auch die Gütertransporte per LKW vor allem in ländlichen Gebieten von Nöten.

    Aber bei diesen Spritpreisen, die ja definitiv nicht mehr sinken werden sondern mittel- und langfristig noch drastisch steigen werden sollte man auch wieder daran denken, einige nicht so lukrative Strecken zu erhalten, wenn nicht sogar wieder mehr auszubauen.

    Für die Zukunft seh ich das so, dass sich weniger Leute Autos leisten können, vor allem deren Betrieb. Es werden sicherlich wieder mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

    Das gilt auch für Logistik, in dieser Branche bin ich tätig und kann deshalb aus eigenen Erfahrungen sagen, dass es dort mit Sicherheit zu einigen Schliessungen und Pleiten kommen wird.
  16. kurzmitteilungsservice

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    Für den Personennahverkehr sind die Länder verantwortlich, die bestellen die Leistungen der Bahn. Würden die Länder nicht den Personennahverkehr subventionieren, würde es heute schon fast keinen Nahverkehr auf der Bahn mehr geben.
    Das Problem ist die Monopolstellung der Bahn beim Schienennetz. Sie betreibt und wartet nur Strecken, die für sie wirtschaftlich sind. Die anderen Strecken werden vernachlässigt, und die private Konkurrenz kann sie nicht übernehmen, weil private Konkurrenz bei der Bahn unerwünscht ist.
    Solange also das Netz nicht von der Bahn getrennt wird, wird es trotz steigender Nachfrage keinen nennenswerten Güterverkehr auf der Schiene geben, und die Autobahnen werden trotz sehr wahrscheinlich steigender Mautgebühren mit LKW verstopft sein.
  17. um den ganzen bzw einen groß teil auf die schiene zuverlegen, müssten mindestens nochmal doppelt so viele schienen verlegt wie zurzeit und das sind schon ziehmlich viele...ok das würde die stahlindustrie ankurbeln^^
  18. schwarzerritter

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    über kurz oder lang wird unserer Verkehrssystem zusammenbrechen, wenn die jetztige Entwickelung anhält. Zum einen durch vollere Straßen und zum anderen durch die steigenden Rohöl-Preise ( teilweise gehen Prognosen ja schon in zwei Jahren von einem Preis pro Liter von 2,50€ aus). Das Schienennetz ist durch die Verlagerung von Schiene auf Straße immer mehr abgebaut, wie ja schon bereits von anderen erwähnt. Trotzdem gibt es noch in älteren Industriegebieten noch mehr oder weniger gut erhaltene Schienen, so währe es meines erachtens nicht das Problem, diese wieder anzubinden. Leider wird das wohl erst passieren, wenn der Preise für Rohöl so Hoch sind das sich keine Firma mehr leisten kann Waren per LKW zu tranpotieren.
    Es hängt eigentlich nur von zwei Fragen ab, ob die Bahn wieder interessanter für den Güterverkehr wird.
    1. Wie hoch ist der Rohölpreis?
    2. Wie viel kann eingesparrt werden, wenn die Bahn benutzt wird?
    Diese beiden Fragen sind abhängig von einander und leider werden wir die Antwort erst erfahren wenn es soweit ist.
  19. Ich habe in einem Zeitungsartikel, ich meine es war die Zeit, bereits vor längerem gelesen, dass wenn wir das Schinennetz richtig und mehr nutzen würden, jeder dritte LKW, der uns auf der Straße begegnet, auf der Schine sein würde.
    Ohne LKW geht es auch nicht, zum Thema Jobsicherung. Schließlich muss die Ware ja zum Hafen, in die Stade oder aufs Land gefahren werden, wo keine Schinenanbindung ist bzw. diese sich nicht so gut lohnen würde.

    Die DB baut immer mehr Schinen ab und macht es privaten Güterunternehmen schwer, da sie lange auf die Freigabe der Gleise warten müssen. Genau aus diesem Grund bin ich ja auch dafür, dass die Deutsche Bahn NICHT privatisiert werden sollte. Sonst geht der Güterverkehr womöglich noch total den Bach runter.

    Meine Meinung:

    Schinennetz erhalten, besser ausbauen statt abbauen!


    Noch etwas:
    Bei dem Bahnstreik hat irgendein hoher Wirtschaftsboss gemeint, dass sie dann auf LKW umsteigen müssten und dann die Preise für die Produkte steigen würden, wenn die Bahnmitarbeiter streiken sollte.
    Das heißt ja für mich, Bahn ist billiger!

    Sprich, mehr Güter auf der Bahn = billiger für das Unternehmen = billiger für den Käufer
    oder???


    mfg

    m16
  20. Lol, glaub man, dass die Politik diesen Misstand schon wahrnimmt, aber wir haben doch gerade erst ein tolles teures Maut-System eingeführt. Das muss sich erstmal rentieren und danach kann man damit auch noch Geld machen. Und der Ausfall der ganzen schönen Spritsteuern, wenn alle Transit-LKWs von Grenze zu Grenze auf Schiene wären, *aua*, das kannst Du den armen Politikern doch wirklich nicht antun. Immerhin nehmen die das Geld doch auch für Dich ein. Denn Du bist Deutschland ;-)

  21. Lol, glaub man, dass die Politik diesen Misstand schon wahrnimmt, aber wir haben doch gerade erst ein tolles teures Maut-System eingeführt. Das muss sich erstmal rentieren und danach kann man damit auch noch Geld machen. Und der Ausfall der ganzen schönen Spritsteuern, wenn alle Transit-LKWs von Grenze zu Grenze auf Schiene wären, *aua*, das kannst Du den armen Politikern doch wirklich nicht antun. Immerhin nehmen die das Geld doch auch für Dich ein. Denn Du bist Deutschland ;-)



    Alles kannst du eh nicht einfach mal so dir nichts mir nichts von heute auf morgen auf die Schienen verlegen. Das ist einfach nicht möglich. Dafür gibt es zu wenig Güterbahnhöfe, Schienennetz, etc.
    Aber bevor das wieder alles ordentlich aufgebaut ist......... Jahre werden noch vergehen....
    Also warum nicht jetzt schon anfangen??? Und der Güterverkehr nimmt ja immer weiter zu, also wird immerhin, wenn man nur den neuen Güterverkehr auf Schienen bringen würde, nichts an den Einnahmen verändern.

    mfg

    m16
  22. Diskutiere mit und stelle Fragen: Jetzt kostenlos anmelden!

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