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Julia Schramm und die Piratenpartei

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  1. Autor dieses Themas

    yara

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    Wer hat alles das Drama um Julia Schramms Buch "Klick mich: Bekenntnisse einer Internet-Exhibitionistin" verfolgt?

    Ich frage mich immer noch, ob Julia Schramm einfach geistig etwas... *ähem* – sagen wir: nicht gerade die hellste ist, oder ihr die Konsequenzen für ihre Partei einfach völlig egal sind bzw. es sich bei ihr gar um ein U-Boot handelt. :-D

    Hier wurde vom Uploader des Buches

    a) bei tumblr ein Blog, einzig um auf die illegale Kopie ihres Buches zu verlinken, erstellt
    [:sound: It's a trap!]

    b) ausgerechnet Dropbox (*ALARM* :sound:) als Anbieter genommen– damit auch noch schön erkennbar ist, von wem der DMCA takedown request [= die formale Aufforderung, die Datei zu löschen] stammt. Bei so gut wie allen anderen One-Click-Hoster wie z. B. auch RapidShare usw. bekommt man nur angezeigt "Datei wurde vom Uploader gelöscht, Link falsch oder Datei war illegal und wurde gelöscht.", das hätte nicht genügt!

    D. h. der Uploader hat unglaublich offensichtlich, ja schon unbeholfen zu nennen, der Piratenpartei eine Falle gestellt. Wie peinlich ist es, wenn dann die Rechnung auch noch voll aufgeht? :wall:

    Viel wurde geschrieben über die Doppelmoral von Frau Schramm und der PP im allgemeinen, ich finde die Inkompetenz und Naivität schlimmer. Bei einer Partei, die sich als net-savvy gibt, erwartet man doch, dass die Leute im Vorstand nicht auf so was hereinfallen.
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  3. s1m13

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    Ja, die Sache ist schon ein bisschen peinlich. Mich ärgert es besonders, dass schon länger feststand, dass Fr. Schramm einerseits das Buch veröffentlicht, darüberhinaus auch keine freien Downloads zulassen wird und niemand das Thema aufgegriffen hat. Es wäre sicher möglich gewesen da einen Weg zu finden, um nicht als gesamte Partei das Gesicht zu verlieren.

    Es muss aber auch gesagt werden, dass der überwiegende Teil der deutschen Piratenpartei nicht gegen vollständig kostenloses und freies downloaden von allen Medien und Werken ist. Die Debatte um das Urheberrecht ist zwar sehr zentral, aber es wird eher eine Revolution der Vermaktungswege angegangen. Dass Künstler und Schriftsteller etwas verdienen sollten ist den meisten völlig klar.

    Wenn ich über die post-privacy-Ansätze lese kräuseln mir sowieso die Fingernägel in alle Richtungen.
    "Überwinden der Privatsphäre und des Datenschutzes." Das kann und will ich mir einfach nicht vorstellen...
  4. Autor dieses Themas

    yara

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    s1m13 schrieb:
    Ja, die Sache ist schon ein bisschen peinlich. Mich ärgert es besonders, dass schon länger feststand, dass Fr. Schramm einerseits das Buch veröffentlicht, darüberhinaus auch keine freien Downloads zulassen wird und niemand das Thema aufgegriffen hat. Es wäre sicher möglich gewesen da einen Weg zu finden, um nicht als gesamte Partei das Gesicht zu verlieren.

    Es muss aber auch gesagt werden, dass der überwiegende Teil der deutschen Piratenpartei nicht gegen vollständig kostenloses und freies downloaden von allen Medien und Werken ist. Die Debatte um das Urheberrecht ist zwar sehr zentral, aber es wird eher eine Revolution der Vermaktungswege angegangen. Dass Künstler und Schriftsteller etwas verdienen sollten ist den meisten völlig klar.
    Schön wär's... die Piratenpartei fordert in ihrer Satzung die Legalisierung nichtkommerziellen Filesharings!

    Natürlich kann ein Künstler oder Schriftsteller trotz legalisiertem Filesharing immer noch etwas verdienen, so wie es ja auch in all den Jahrhunderten ohne Urheberrecht ging, nur denke ich, eben nicht mehr direkt am Verkauf seines Werkes.

    Es war ein sehr gewagter Schritt, das so in die Satzung reinzuschreiben.


    Tja, 100.000 € Vorschuss für Schramm durch den Verlag Random House (ein 100%-iges Tochterunternehmen von Bertelsmann! :wall: hey, "Revolution der Vermarktungswege"! ;-) ) und all das ist zumindest für Schramm völlig vergessen (dass Geld korrumpiert ist ja nichts neues).

    Sie weiß genau: das ist bigott. Die Löschung ihres Videos auf YouTube mit ihren Aussagen, dass Inhalte von Urhebern im Netz frei verfügbar sein sollen, beweist das eindeutig.
    Wenn ich über die post-privacy-Ansätze lese kräuseln mir sowieso die Fingernägel in alle Richtungen.
    "Überwinden der Privatsphäre und des Datenschutzes." Das kann und will ich mir einfach nicht vorstellen...
    Ich hab das letztes Jahr in einem Spiegel-Interview gelesen, :eek::eek: wie konnte sie es nur so weit schaffen?

    Naja, mir war "Politik als Karriere" schon immer suspekt, was Julia Schramm ja verfolgt: nie irgendeine normale Tätigkeit, Studienfach Politikwissenschaften, Praktikantin bei der FDP, jetzt bei der PP... :slant:


    Resümee: Was mittlerweile noch offiziell von der PP kommt ist nicht mehr viel und das wenige ist dann noch wirr, unklar, unentschlossen. Die Selbstdarsteller, Glücksritter und Knallköpfe sind dagegen sind umso deutlicher. Natürlich, die gibt's in allen Parteien, aber nur in der PP sitzen sie auch mal im Vorstand oder betreiben ihre eigenen AGs. :pissed:

    Nach so einem Vorfall, nach all dem Medienhype, wäre es dringend nötig gewesen, die Position zum Urheberrecht entweder nochmal zu überdenken und dem Wähler neu zu vermitteln (und zwar klar und eindeutig) oder bei seiner alten Position zu bleiben und sich dann von Schramm zu distanzieren.
    Aber nix. Wenn sich da nicht bald was ändert, ist das Kapitel Piratenpartei abgeschlossen.

    Beitrag zuletzt geändert: 24.9.2012 1:25:40 von yara
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