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Teleologische Umfrage zu einem ethischen Problem

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  1. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    Ich merke schon heute ist mein Threaderöffnungstag:biggrin:
    Außerdem wusste ich nicht genau, wo ich das reinstecken sollte, also wenn ein Mod eine bessere Idee hat, wo der Thread hinmuss einfach verschieben.;-)

    Also ich würde gern mal eine Umfrage starten, die ein ethische Problem/Thema betrifft.
    Ich hab im Moment in Ethik das Thema deontologie/Teleologie und damit verbunden Uitlateralismus und da kam ich auf diese Idee.

    Also im folgenden wird eine Situation geschildert, die mehrere Möglichkeiten offenlässt, aber keine eine ideale Lösung ist sondern man sich für das, aus eigenere Sicht, Richtige entscheiden muss.
    Dabei ist nicht alles wirklich realitätsnah und bedarf einiger Annahmen bzw. wird inder Realität nicht auftreten, aber es soll nur ein Prinzip verkörpern bzw. ein Modell darstellen.
    Los gehts!

    Der Ort ist ein etwas kleiner Raum. Es gibt nur eine Tür, die in die Freiheit und Sicherheit führt. An dieser Tür stehen zwei schwer bewaffnete Wachen, die von dir etwas erwarten. Im Raum ist noch eine Apparatur mit dem "roten" Knopf. Wenn du ihn drückst wird es zum atomaren Holocaust kommen, bei dem große Teile der Welt, aber nicht die gesamte Welt bzw. Erde verwüstet würden. Die eine Möglichkeit ist, diesen zu drücken und dann sein restlichen Leben zu leben.
    Dann hast du in der Tache eine Ampulle, die eine biologische Waffe bzw. einen Virus enthält, die lediglich Menschen angreift und sie tötet. Der Rest der Natur würde keinen Schaden nehmen nur die gesamte Menschheit würde aussterben (unwahrscheinlich aber in dem Modell zutreffend), da der Virus durch die Belüftungsanlage, die nicht zur Flucht geeignet ist, sich über die gesamte Welt verbreiten würde.
    Desweiteren ist in deiner Tasche eine Feuerwaffe. Diese bietet zwei Möglichkeiten: Einmal könnte damit dem eigenen Leben ein Ende gesetzt werden. Aber unweigerlich würde sich jemand anders finden, der die selbe Wahl hätte und sicher irgendjemand den Knopf drücken würde.
    Außerdem könntest du die Wachen angreife, die dich in diesem Fall aber sicher töten würden. Dafür könntest du mit reinem Gewissen sterben.

    Die Wahl besteht letztendlich zwischen dem Tod mit reinem Gewissen, dem Tod mit dem Wissen, dass es nichts ändert, der atomaren Verwüstung oder dem Verrat an der eigenen Rasse.
    Eure Meinungen interessieren mich sehr vor allem, da ein Kumpel bei dieser Frage mindestens ne viertel Stunde bis zu einer Antwort brauchte und erst am nächsten Tag sich festgelegt hatte.

    Abstimmung (Nur eine Auswahl möglich)

    Knopf
    0 % (0 Stimmen)
    Virus
    23,08 % (3 Stimmen)
    Suizid
    7,69 % (1 Stimme)
    Kampf
    69,23 % (9 Stimmen)
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  3. Die gesamte Geschicht ist extrem unrealistisch,

    1. Wieso bin ich gefangen?
    2. Wieso habe ich es so eilig da raus zu kommen und warte nicht?
    3. Wieso sollte es einen Knopf geben, der eine nukleare Bombe auslöst, und auf den jeder drücken kann wann er grad will.
    4. Wieso soll ich alle umbringen?



    Aber gehen wir mal davon aus, dass es so ist......


    So wie ich das jetzt verstanden habe bin ich irgendwo gefangen. Ich das den Raum nicht verlassen, werde von zwei bewaffneten Männern bewacht.


    Ganz ehrlich: Ich würde nichts machen. Ich würde einfach dort bleiben, veruschen herauszufinden was sie von mir wollen und warum ich da sitze.


    Wenn ich sicher umgebracht werden würde wenn ich mich nicht befreie, dann würde ich langsam veruschen mich richtung Tür zu bewegen, vor denen die beiden Männer stehen. Alle natürlich ganz ruhig, so dass sie nicht auf mich losgehen/mich töten. Ich würde auch die ganze Zeit versuchen mit ihnen zu sprechen, dann (wenn ich nurnoch 2-3 Meter von ihnenen entfernt bin) würde ich immernoch weiterreden, meine rechte Hand richtung Tasche bewegen, sie währen ich meine Waffe greife durch reden ablenken und dann veruschen möglichst schnell beide abzuschiesen, damit keine von ihnen die Möglichkeit hat zu reagieren.






    mfg drafed-map
  4. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    drafed-map schrieb:
    Die gesamte Geschicht ist extrem unrealistisch,

    1. Wieso bin ich gefangen?
    2. Wieso habe ich es so eilig da raus zu kommen und warte nicht?
    3. Wieso sollte es einen Knopf geben, der eine nukleare Bombe auslöst, und auf den jeder drücken kann wann er grad will.
    4. Wieso soll ich alle umbringen?

    Aber gehen wir mal davon aus, dass es so ist......

    So wie ich das jetzt verstanden habe bin ich irgendwo gefangen. Ich das den Raum nicht verlassen, werde von zwei bewaffneten Männern bewacht.

    Ganz ehrlich: Ich würde nichts machen. Ich würde einfach dort bleiben, veruschen herauszufinden was sie von mir wollen und warum ich da sitze.

    Wenn ich sicher umgebracht werden würde wenn ich mich nicht befreie, dann würde ich langsam veruschen mich richtung Tür zu bewegen, vor denen die beiden Männer stehen. Alle natürlich ganz ruhig, so dass sie nicht auf mich losgehen/mich töten. Ich würde auch die ganze Zeit versuchen mit ihnen zu sprechen, dann (wenn ich nurnoch 2-3 Meter von ihnenen entfernt bin) würde ich immernoch weiterreden, meine rechte Hand richtung Tasche bewegen, sie währen ich meine Waffe greife durch reden ablenken und dann veruschen möglichst schnell beide abzuschiesen, damit keine von ihnen die Möglichkeit hat zu reagieren.

    mfg drafed-map


    Sry aber ich glaub du hast den Sinn dieser Umfrage nicht verstanden.

    Vorab: Stell dir einfach vor dass sind Terroristen und du hast nur diese 4 Möglichkeiten.

    1. weil es ein Modell und eine Situation ist
    2. weil es ein Modell und eine Situation ist
    3. naja nicht jeder sondern du sollst es machen und naja wenn du es nicht machst wird halt jemand anders genommen
    4. weil das für gewisse Bevölkerungsschichten die einzige Möglichkeit ist die Welt zu retten

    Generell: Es ist nur ein Modell und eine Situation -> sie soll dich zum handeln zwingen und nicht eine schicke Geschichte darstellen.
    (bzw wusste ich nicht wie ich anders fragen soll, damit Leute zu einer solchen Entscheidung gezwungen sind.)

    Beitrag zuletzt geändert: 9.3.2009 16:11:45 von reimann
  5. m******s

    Ja, das ist wohl das Problem: Du willst zu einer Entscheidung zwingen. Ich würde vermutlich eine Entscheidung verweigern. Sprich, ich würde zur Tür rausmarschieren. Was der Unterschied ist zum Suizid, wenn die Wachen mich töten? Nicht ich habe entschieden. sondern die Wachen.
    Man kann schlicht niemanden zu irgendeiner Handlung zwingen. Unmöglich. Du kannst jemanden mit Konsequenzen drohen, wenn er eine bestimmte Handlung unterlässt, im Zweifelsfalle der Tod, aber wenn die Handlung schlimmer ist als die angedrohten Konsequenzen, wird er es nicht machen.

    Naja, aber insgesamt ganz ehrlich: Wenn du Wachen, Raum, Knopf und Waffe weglässt, würd ich den Virus trotzdem enrsthaft in Erwägung ziehen - ganz ohne Druck ;)
  6. g********e

    Ich würde wagen, die Ethik von Leuten in Frage zu stellen, die Junge Menschen mit derart abstrusen, konstruierten und hirnrissigen Aufgabenstellungen quälen.

    Aber wenn´s Dir um die Frage geht, wie ethisch ist der Mensch, versuch einmal heraus zu finden - so Du es nicht schon weißt - was es mit dem "Experiment Abraham" auf sich hat.
  7. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    merovius schrieb:
    Ja, das ist wohl das Problem: Du willst zu einer Entscheidung zwingen. Ich würde vermutlich eine Entscheidung verweigern. Sprich, ich würde zur Tür rausmarschieren. Was der Unterschied ist zum Suizid, wenn die Wachen mich töten? Nicht ich habe entschieden. sondern die Wachen.
    Man kann schlicht niemanden zu irgendeiner Handlung zwingen. Unmöglich. Du kannst jemanden mit Konsequenzen drohen, wenn er eine bestimmte Handlung unterlässt, im Zweifelsfalle der Tod, aber wenn die Handlung schlimmer ist als die angedrohten Konsequenzen, wird er es nicht machen.


    Da hast du eigentlich recht. Hätte ich mir vllt vorher überlegen sollen. Naja ich habs versucht, aber anscheinend geht das wirklich nicht. Naja mein Kumpel hat den Knopf genommen, wenns keinen Ausweg gibt.

    merovius schrieb:
    Naja, aber insgesamt ganz ehrlich: Wenn du Wachen, Raum, Knopf und Waffe weglässt, würd ich den Virus trotzdem enrsthaft in Erwägung ziehen - ganz ohne Druck ;)


    Wow, dass war auch der Ausgangspunkt. Denn ich würde auf jedenfall den Virus nehmen. Bloß wollte ich herausfinden, ob Menschen unter Druck dazu in der Lage sind diese Entscheidung zu treffen oder ob ihre eigene Existenz im Weg steht.
    Ich meine wer würde schon sein Leben für eine so "wertlose" Sache wie die Erde hergeben?
    Aber naja anscheinend blenden das die meisten Menschen aus.
    Nur dumm, dass ich halt nicht den richtigen Rahmen gefunden habe.
    Druckmittel war erst nur der rote Knopf, aber wie soll man jemand zwischen dem roten Knopf und dem Virus wählen lassen außer indem man versucht soviel Druck wie möglich zu machen?

    Das ist halt der Blödsinn der rauskommt, wenn ich in Ethik sitze und mit meinem Banknachbarn diskutiere.:lol::lol:
    (Hattte heute die ersten beiden Stunden Ethik)

    greenslade schrieb:
    Ich würde wagen, die Ethik von Leuten in Frage zu stellen, die Junge Menschen mit derart abstrusen, konstruierten und hirnrissigen Aufgabenstellungen quälen.

    Aber wenn´s Dir um die Frage geht, wie ethisch ist der Mensch, versuch einmal heraus zu finden - so Du es nicht schon weißt - was es mit dem "Experiment Abraham" auf sich hat.


    Ich glaub du hast das falsch verstanden: Ich hab mir die Aufgabe rausgesucht, als Erweiterung der Aufgabe meiner Lehrerin.
    Da war einfach nur die Sache gegeben, dass mehrere Menschen sterben, wenn sich nicht zwei davon melden, die sich opfern.
    Mehr hatte die nicht an drum und dran.

    Beitrag zuletzt geändert: 9.3.2009 18:05:42 von reimann
  8. c*****s

    Um noch eine unqualifizierte Bemerkung abzulassen: Das ganze erinnert mich an die Fragen, die früher den KDVlern gestellt wurden: "Was ist, wenn man kurz vor dem Ertrinken ist und es ist da eine Planke, die genau einen Menschen tragen kann, nicht zwei..."
    Naja, selbst das ist realistischer.

    Ich würde kämpfen wählen... probieren kann man's ja mal :wink:
  9. Ich gehe für mich mal an die Frage ran:

    Virus: Nein, da muss man zu sehr leiden und die Angst ist zu groß. Außerdem den Menschen ausrotten?
    Atomschlag: Besser als die komplette Vernichtung.
    Selbstmord: Pah! (Der Selbsterhaltungstrieb ist zu groß, ich leugne ihn nicht :thumb:)
    Kampf: Für mich die einzigste Möglichkeit unbeschadet den Raum zu verlassen, weshalb ich ihn wählen würde. Denn "wer nicht kämpft, hat schon verloren" (Berthold Brecht) .
  10. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    Ok dann seit ihr genau im Schema. Diese Möglichkeit hab ich eingebaut, weil ich mir dachte, dass die meisten Menschen lieber diese wählen.
    Die Hoffnung ist schon ne tolle Sache.
    Auch wenn selbige im anderen Beispiel von meiner Lehrerin gerade den Untergang besiegelt.
    Weil alle Personen werde bis zu letzt hoffen, dass sich ein anderer meldet, um sich zu opfern und dann ist es zu spät. Zumindest sehe ich das so. Mein "Kurskamerad" und Banknachbar in Ethik ist da anderer Meinung.:lol:

    Im Übrigen wens interessiert: Das mit dem Raum kam bei dem Werk von Sartre "Geschlossene Gesellschaft" zustande. Also ist meine "Geschichte" aus einem Wirrwarr von Ethik entstanden.:lol::lol::lol:
  11. Ich bin wohl zu spät ran. *g*

    Jedenfalls ist deine Geschichte ganz schön verworren. Ich blicke da nicht vollständig durch und wüsste auch nicht so recht, wie ich mich da entscheiden würde.

    Die Hoffnung ist schon ne tolle Sache.
    Auch wenn selbige im anderen Beispiel von meiner Lehrerin gerade den Untergang besiegelt.

    Welchen Untergang? Ich glaube kaum, dass ich jemals in die Lage komme, eine Entscheidung für oder gegen die Menschheit insgesamt zu treffen.

    Weil alle Personen werde bis zu letzt hoffen, dass sich ein anderer meldet, um sich zu opfern und dann ist es zu spät.

    Irgendwie verstehe ich den Satz nicht ganz. Die Ethik versucht doch zu ergründen, wie man sich in einer Situation entscheiden soll – ob sich vielleicht „ein anderer meldet“ oder auch nicht, kann ja wohl kaum das alleinige Kriterium sein. Oder habe ich da was falsch verstanden?

    Im Übrigen wens interessiert: Das mit dem Raum kam bei dem Werk von Sartre "Geschlossene Gesellschaft" zustande. Also ist meine "Geschichte" aus einem Wirrwarr von Ethik entstanden.

    Das Buch habe ich gelesen (leider nie das Stück gesehen). Ist aber eine Weile her und offen gestanden erinnere ich mich kaum mehr an den Inhalt. Sartre hat aber generell nicht sehr kryptisch geschrieben und deshalb wird es sich kaum um ein „Wirrwarr von Ethik“ handeln.

    Interessant wäre eine wirkliche Aufgabe aus deinem Unterricht. Da könnte man vermutlich einiges dazu schreiben. Hast du nicht so was auf Lager?
  12. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    jacquesjanda schrieb:
    Ich bin wohl zu spät ran. *g*

    Jedenfalls ist deine Geschichte ganz schön verworren. Ich blicke da nicht vollständig durch und wüsste auch nicht so recht, wie ich mich da entscheiden würde.


    Da gebe ich dir vollkommen recht.

    jacquesjanda schrieb:
    Welchen Untergang? Ich glaube kaum, dass ich jemals in die Lage komme, eine Entscheidung für oder gegen die Menschheit insgesamt zu treffen.


    Ich meinte die Geschichte meiner Lehrerin. Eine Gruppe von Menschen ist in einer Situation in der alle sterben werden, außer es melden sich zwei die sich für die anderen opfern.

    jacquesjanda schrieb:
    Irgendwie verstehe ich den Satz nicht ganz. Die Ethik versucht doch zu ergründen, wie man sich in einer Situation entscheiden soll – ob sich vielleicht „ein anderer meldet“ oder auch nicht, kann ja wohl kaum das alleinige Kriterium sein. Oder habe ich da was falsch verstanden?


    Basiert auf dem selben Missverständnis.



    jacquesjanda schrieb:
    Das Buch habe ich gelesen (leider nie das Stück gesehen). Ist aber eine Weile her und offen gestanden erinnere ich mich kaum mehr an den Inhalt. Sartre hat aber generell nicht sehr kryptisch geschrieben und deshalb wird es sich kaum um ein „Wirrwarr von Ethik“ handeln.


    Ich habe gestern im Gegenzug zu 2 Stunden Ethik mir dieses Stück im Societartheater in Dresden angesehen und bis auf das die Schauspieler manchmal so geschrien haben ( was in der Situation natürlich verständlich ist ) fand ichs super. Aber der Rest meines Kurses ist eigentlich nur mitgekommen, weils besser als 2 Stunden Ethik ist.

    Zu dem Wirrwarr: Dieses Szenario von mir basiert wie gesagt eigentlich auf dem Utilaterismus und der Teleologie, aber durch den Einfluss dieser ( zu dem Zeitpunkt ) bevorstehenden Theatervorstellung und gewissen Einflüssen meines Kumpels ist halt das rausgekommen. Das heißt der Wirrwarr war nicht auf Sartres Stück bezogen, obwohl halt der Großteil meines Kurses es trotzdem als solches betrachten würde.

    jacquesjanda schrieb:
    Interessant wäre eine wirkliche Aufgabe aus deinem Unterricht. Da könnte man vermutlich einiges dazu schreiben. Hast du nicht so was auf Lager?


    Ja leider finde ich das Bild dazu nichtmehr. Da war eine Menge von Menschen zu sehen. Zwei standen etwas Abseits an einem Felsvorsprung einer Klippe und die Gruppe hatte eine sprechblase "Ihr müsst euch für uns opfern" oder so ähnlich.
    Die ganze Gruppe würde sterben wenn nicht zwei sich opfern würden.
    Da kann man die deontoligische Variante von Kant nichtmehr anwenden, der alle untergehen lassen würde, sondern man muss den Nutzen bedenken. Denn rein logisch gesehen ist es besser, dass zwei sterben als alle. Aber subjektiv betrachtet möchte man ja nciht die Person sein, die darunter leidet.
  13. w*******1

    Sorry, aber warum wird den Kindern an den Schulen/Universitäten nicht irgendetwas Geistvolles beigebracht????


    VG Willi
  14. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    willih411 schrieb:
    Sorry, aber warum wird den Kindern an den Schulen/Universitäten nicht irgendetwas Geistvolles beigebracht????


    VG Willi


    Naja was stellst du dir denn darunter vor?
    Ich bin auf dem Gymnasium, da pumpen die einfach vorsorglich soviel in die Schüler rein wie geht.;-)

    Ich finde solche Sachen wie Existenziallismus, Teleologie und Deontologie, also Dinge, die das Handeln von Menschen betrachtet und bewertet nicht wirklich unnütz, da es als Orientierung dient und selbst wenn sich die Schüler davor verschließen doch auch erziehen kann. Ohne Ethik wäre der Mensch wahrscheinlich noch mit der Keule unterwegs.:lol:
  15. w*******1

    Na ja, das kann man sehen, wie man will.

    Ich mache dir ja auch keinen Vorwurf, sondern denen, die für solch einen Schwachsinn verantwortlich sind. (Ist halt meine Meinung hierzu.)

    Was hast DAS mit Ethik zu tun?

    Da wird stundenlang über solch ein Thema diskutiert, und kaum ist die Schule aus, da benehmen sich halt doch wieder viele, als wären sie mit besagter Keule unterwegs.

    VG Willi
  16. Rein modellhaft würde ich den Suizid wählen. Die Gedankengänge, die mich dazu bewogen haben, sind recht komplex, einige Beispiele:

    Atomoraer Holocaust und Virus -> Lässt man das Gewissen und die Ethik außer Acht, so bleiben noch immer andere Menschen, die mich dafür verurteilen würden, dass ich Millionen an Menschen getötet habe. Im Endeffekt würde mich spätestens dies in eine Lage bringen, in der das Leben keinen Spaß mehr macht.

    Kämpfe ich mit den Wachen, ändert es nichts, außer, dass ein weiterer Mensch stirbt, was unnötig wäre.

    Bleibe ich sitzen und tue gar nichts, ist nicht definiert.

    Und noch einige mehr, die immer weiter ineinander verknüpft werden. Deshalb hab ich sie nicht aufgeschrieben ... ich konnte sie mir nicht merken. ^^"
  17. Ich meinte die Geschichte meiner Lehrerin. Eine Gruppe von Menschen ist in einer Situation in der alle sterben werden, außer es melden sich zwei die sich für die anderen opfern.

    Ach so. Das ist dann eine Frage der Gerechtigkeit und hier würde sich vielleicht ein Losentscheid anbieten, um den Gerechtigkeitssinn aller zu wahren?

    Dieses Szenario von mir basiert wie gesagt eigentlich auf dem Utilaterismus und der Teleologie, aber durch den Einfluss dieser ( zu dem Zeitpunkt ) bevorstehenden Theatervorstellung und gewissen Einflüssen meines Kumpels ist halt das rausgekommen.

    Ah ja, um das auf deutsch zu formulieren: Es gibt (neben anderen möglichen) die Unterscheidung, ob eine Ethik auf den Moment und die Situation bezogen angewandt wird (ohne Rücksicht auf resultierende Folgen) und es gibt die Ethik, welche aus den Folgen der Handlung ihre Entscheidung herleitet. Letzteres ist dann wohl unter teleologisch oder utilitaristisch zu verstehen.

    In der Wirtschaft wird eine solche Ethik naturgemäß gerne praktiziert. Im Hinblick auf eine bestmögliche Gesamtsituation kann der Manager mal eben 100'000 Mitarbeiter entlassen und dabei ethisch korrekt handeln. Was ich damit sagen will: In der Praxis ist Verantwortung oftmals gestaffelt und Utilitarismus sicherlich keine Allroundlösung (weil er den einzelnen Menschen nicht selten überfordert).

    Ja leider finde ich das Bild dazu nichtmehr. Da war eine Menge von Menschen zu sehen. Zwei standen etwas Abseits an einem Felsvorsprung einer Klippe und die Gruppe hatte eine sprechblase "Ihr müsst euch für uns opfern" oder so ähnlich.
    Die ganze Gruppe würde sterben wenn nicht zwei sich opfern würden.
    Da kann man die deontoligische Variante von Kant nichtmehr anwenden, der alle untergehen lassen würde, sondern man muss den Nutzen bedenken. Denn rein logisch gesehen ist es besser, dass zwei sterben als alle. Aber subjektiv betrachtet möchte man ja nciht die Person sein, die darunter leidet.

    Ah ja, dieses Beispiel ist viel leichter zu verstehen. Hier ist die Nähe der Menschen untereinander ein wichtiges Kriterium. Es ist quasi selbstverständlich (und bedarf kaum einer Überlegung), dass der Vater ins Wasser springen würde, um sein Kind zu retten, auch wenn er dabei sein eigenes Leben riskiert.
    Wäre die Situation wie von dir beschrieben und ein (oder zwei) Einzelner könnte die Gruppe nur mit seinem eigenen Tod retten, dann würde der Leitsatz: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Tragen kommen. Der Instinkt resp. Lebenserhaltungstrieb würde einem davon abhalten, freiwillig in den Tod zu gehen. Und hätte man nur den Instinkt, würden alle sterben. Die Ethik würde jedoch aussagen: Ich sterbe, um viele andere zu retten – und das ist „gut“.


    Beitrag zuletzt geändert: 10.3.2009 20:03:49 von jacquesjanda
  18. Autor dieses Themas

    reimann

    Kostenloser Webspace von reimann

    reimann hat kostenlosen Webspace.

    willih411 schrieb:
    Na ja, das kann man sehen, wie man will.

    Ich mache dir ja auch keinen Vorwurf, sondern denen, die für solch einen Schwachsinn verantwortlich sind. (Ist halt meine Meinung hierzu.)

    Was hast DAS mit Ethik zu tun?

    Da wird stundenlang über solch ein Thema diskutiert, und kaum ist die Schule aus, da benehmen sich halt doch wieder viele, als wären sie mit besagter Keule unterwegs.

    VG Willi


    Ethik beschäftigt sich nunmal mit dem Los des Menschen, der Entscheidungen auf unterschiedliche Art treffen kann. Also ist der eigentliche Zweck der Ethik, denke ich, die Erforschung des freien Willens.
    Ok mit dem Letzten hast du recht. Ich persönlich finde aber den Menschen als Wesen sehr interessant und beschäftige mich gern mit Verhaltensmustern und Denkweisen, sowie den immernoch innewohnenden Instinkten.
    Da ich ein Mensch mit eher geringer Empathie bin, ist das auch wichtig damit ich andere Menschen verstehen kann, was mir an mancher Stelle wirklich schwerfällt.

    adrians schrieb:
    Rein modellhaft würde ich den Suizid wählen. Die Gedankengänge, die mich dazu bewogen haben, sind recht komplex, einige Beispiele:

    Atomoraer Holocaust und Virus -> Lässt man das Gewissen und die Ethik außer Acht, so bleiben noch immer andere Menschen, die mich dafür verurteilen würden, dass ich Millionen an Menschen getötet habe. Im Endeffekt würde mich spätestens dies in eine Lage bringen, in der das Leben keinen Spaß mehr macht.

    Kämpfe ich mit den Wachen, ändert es nichts, außer, dass ein weiterer Mensch stirbt, was unnötig wäre.

    Bleibe ich sitzen und tue gar nichts, ist nicht definiert.

    Und noch einige mehr, die immer weiter ineinander verknüpft werden. Deshalb hab ich sie nicht aufgeschrieben ... ich konnte sie mir nicht merken. ^^"


    Da muss ich aber auch sagen, das du es nicht lange mit nur rumsitzen aushalten würdest. Irgendwann musst du dich für etwas entscheiden, weil du sonst ja bis ans Ende deiner Tage dadrin sitzt, mal abgesehen davon, dass es sein könnte, dass du kein Essen bekommst und dann aus dem nagenden Gefühl des Hungers handeln musst. Das ist denke ich noch mehr Beweggrund als der Tod.

    jacquesjanda schrieb:
    Ach so. Das ist dann eine Frage der Gerechtigkeit und hier würde sich vielleicht ein Losentscheid anbieten, um den Gerechtigkeitssinn aller zu wahren?


    Jop das wäre die einigste Möglichkeit, obwohl es immernoch nicht garantiert ist, dass die Verlierer sich dann wirklich opfern.

    jacquesjanda schrieb:
    Ah ja, um das auf deutsch zu formulieren: Es gibt (neben anderen möglichen) die Unterscheidung, ob eine Ethik auf den Moment und die Situation bezogen angewandt wird (ohne Rücksicht auf resultierende Folgen) und es gibt die Ethik, welche aus den Folgen der Handlung ihre Entscheidung herleitet. Letzteres ist dann wohl unter teleologisch oder utilitaristisch zu verstehen.

    In der Wirtschaft wird eine solche Ethik naturgemäß gerne praktiziert. Im Hinblick auf eine bestmögliche Gesamtsituation kann der Manager mal eben 100'000 Mitarbeiter entlassen und dabei ethisch korrekt handeln. Was ich damit sagen will: In der Praxis ist Verantwortung oftmals gestaffelt und Utilitarismus sicherlich keine Allroundlösung (weil er den einzelnen Menschen nicht selten überfordert).


    Genau. Kant meinte, dass allein der gute Wille zählt. Also allein der Beweggrund aus dem man etwas tut und damit auch ohne Rücksicht auf die Folgen.
    Jeremy Bentham hingegen erklärte Handlungen gut, wenn sie einer fiktiven Gestalt, der Gemeinschaft, dienen und von ihr gebilligt werden bzw. deren Glück mehren. Mißbilligte oder unglückbringende Taten wurden damit als schlecht erklärt.
    Damit waren die Folgen ausschlaggebend für die Bewertung einer Handlung.
    Was anhand von Dingen wie einer Lüge wesentlich realistischer ist. Wenn jeder Mensch die wahrheit sagen würde, so würde, resultierend aus Egoismus, Solz und Selbsttäuschung, keiner mehr den anderen aktzeptieren oder mögen sondern verachten.
    Allerdings schafft das auch Raum für Entscheidungen, die nur dem einen Nutzen bringen, der auch die Entscheidung fällen muss. Somit kommt es zu egoistischem Handeln, welcher in Kants Theorie, denke ich, fast nicht oder garnicht möglich ist.

    jacquesjanda schrieb:
    Ah ja, dieses Beispiel ist viel leichter zu verstehen. Hier ist die Nähe der Menschen untereinander ein wichtiges Kriterium. Es ist quasi selbstverständlich (und bedarf kaum einer Überlegung), dass der Vater ins Wasser springen würde, um sein Kind zu retten, auch wenn er dabei sein eigenes Leben riskiert.
    Wäre die Situation wie von dir beschrieben und ein (oder zwei) Einzelner könnte die Gruppe nur mit seinem eigenen Tod retten, dann würde der Leitsatz: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zum Tragen kommen. Der Instinkt resp. Lebenserhaltungstrieb würde einem davon abhalten, freiwillig in den Tod zu gehen. Und hätte man nur den Instinkt, würden alle sterben. Die Ethik würde jedoch aussagen: Ich sterbe, um viele andere zu retten – und das ist „gut“.


    Genau, aber der Mensch muss nicht tun was gut ist. Er kann durch seinen freien Willen auch, dass schlechte tun.
    Aber wie auch einer aus meinem Kurs sagte würde es natürlich auch eine gewisse Rangliste geben. So würde ein alter Mann eher als Opfer in Frage kommen, als ein Kind genauso wie manche sich vllt eben für Familie oder Freunde aufopfern würde, wie du angeführt hast.

    Beitrag zuletzt geändert: 10.3.2009 20:49:49 von reimann
  19. w*******1

    reimann schrieb:
    willih411 schrieb:
    Na ja, das kann man sehen, wie man will.

    Ich mache dir ja auch keinen Vorwurf, sondern denen, die für solch einen Schwachsinn verantwortlich sind. (Ist halt meine Meinung hierzu.)

    Was hast DAS mit Ethik zu tun?

    Da wird stundenlang über solch ein Thema diskutiert, und kaum ist die Schule aus, da benehmen sich halt doch wieder viele, als wären sie mit besagter Keule unterwegs.

    VG Willi


    Ethik beschäftigt sich nunmal mit dem Los des Menschen, der Entscheidungen auf unterschiedliche Art treffen kann. Also ist der eigentliche Zweck der Ethik, denke ich, die Erforschung des freien Willens.
    Ok mit dem Letzten hast du recht. Ich persönlich finde aber den Menschen als Wesen sehr interessant und beschäftige mich gern mit Verhaltensmustern und Denkweisen, sowie den immernoch innewohnenden Instinkten.
    Da ich ein Mensch mit eher geringer Empathie bin, ist das auch wichtig damit ich andere Menschen verstehen kann, was mir an mancher Stelle wirklich schwerfällt.


    Soweit ich weiß, hat Schopenhauer gesagt:

    "Der Mensch kann wohl tun, was er will, aber er kann nicht wollen, was er will."

    Nun, was Schopenhauer damit sagen wollte, kann ich nicht sagen, aber wenn man sich einmal ansieht, in welchem Verhältnis das Unterbewußtsein und das Bewußtsein stehen und daß das Bewußtsein vom Unterbewußtsein gesteuert wird, so kann man sagen, daß das, was wir als "unseren freien Willen" ansehen, in keinster Weise wirklich "frei" ist, sondern unbewußt und ohne daß wir davon auch nur etwas merken würden, vom Unterbewußtsein gefiltert und vorgekaut wurde, bevor es dann unserem Bewußtsein als "freier Wille" präsentiert wurde.

    Was die Sache mit der "Empathie" betrifft, so möchte ich, als Erzieher, nur an den alten Song erinnern:

    Don't judge a book by looking at it's cover.

    Auf Grund der eben beschriebenen Unfreiheit unseres Willens und der Tatsache, daß viel zu viel unbemerkt und unbewußt durch unser Unterbewußtsein gesteuert wird, wäre es fatal, wenn man sich im professionellen Bereich auf "den ersten Eindruck" verlassen würde. Natürlich hat jeder Mensch einen ersten Eindruck von einem anderen, aber man darf nie übersehen und vergessen, daß dieser Eindruck trügen kann.


    Genau, aber der Mensch muss nicht tun was gut ist. Er kann durch seinen freien Willen auch, dass schlechte tun.
    Aber wie auch einer aus meinem Kurs sagte würde es natürlich auch eine gewisse Rangliste geben. So würde ein alter Mann eher als Opfer in Frage kommen, als ein Kind genauso wie manche sich vllt eben für Familie oder Freunde aufopfern würde, wie du angeführt hast.


    Was die Sache mit dem freien Willen angeht, hatte ich ja oben bereits was zu geschrieben.

    Was die Sache mit dem alten Mann angeht, so erinnert mich das doch zu sehr an die "ethischen Ansichten" im Dritten Reich, wo auch nach lebenswertem und lebensunwertem Leben unterschieden wurde.

    Sorry, aber wenn das bei solchen Diskussionen herauskommt, dann aber gute Nacht.

    VG Willi

  20. c*****s

    Ok dann seit ihr genau im Schema. Diese Möglichkeit hab ich eingebaut, weil ich mir dachte, dass die meisten Menschen lieber diese wählen.
    ok, wenn es die Möglichkeit nicht gäbe, würde ich nicht Suizid wählen, sondern den Atomschlag... :eek: jaja ich bin ein böser Mensch. Ich will es mal erklären: Wenn man rational rangeht dann lässt sich dieses Szenario nur dadurch erklären, dass ein Psychopath hier seine Spielchen spielt. Sicher würde ihn dieser Ausgang eher zufriedenstellen und es gäbe keine weiteren Opfer mehr, Suizid dagegen würde es nur noch schlimmer machen.
  21. g********e

    Da Reiman sich das Szenario ausgedacht hat, habt Ihr jetzt , glaube ich, beide ein bißchen etwas nach zu denken.

    Nichts für ungut...

    ... der bot sich gerade so an. :biggrin:
  22. Diskutiere mit und stelle Fragen: Jetzt kostenlos anmelden!

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