Reverse Hostname (PTR-Record) setzen

Ein Reverse Hostname, auch PTR-Record genannt, ordnet einer IP-Adresse einen Hostnamen zu. Das ist die Gegenrichtung zu A- und AAAA-Records, die einem Hostnamen eine IP-Adresse zuordnen.

Reverse-DNS ist besonders wichtig, wenn ein vServer oder Cloud-VPS E-Mails versendet. Viele empfangende Mailserver prüfen, ob IP-Adresse, PTR-Record und Hostname plausibel zusammenpassen.

Hostname setzen

Die Einstellung lässt sich über den Hostnamen der virtuellen Maschine setzen. Der Hostname hat zwei mögliche Funktionen:

  1. wenn ein gültiger Hostname wie db.example.com (der Hostname muss nicht auflösen, nur gültig sein!) angegeben ist, wird dieser als PTR-Record gesetzt
  2. wird nur ein "Label" gesetzt wie "database" oder "web1" hat der Hostname nur eine beschreibende Funktion. Es wird dann automatisch ein vorwärts und rückwärts auflösender Hostname in der Form von [id].trafficplex.cloud gesetzt, so dass z.B. E-Mail-Server ohne weiteres zutun automatisch korrekt aufgelöst werden können.

Um einen Hostnamen zu ändern klicke einfach auf den Hostnamen:

Reverse-DNS für Mailserver

Wenn du einen eigenen Mailserver betreibst, sollte der Name konsistent sein:

  1. Der Server meldet sich per HELO/EHLO mit einem Hostnamen, zum Beispiel mail.example.com.
  2. mail.example.com zeigt per A- bzw. AAAA-Record auf die Server-IP.
  3. Der PTR-Record der Server-IP zeigt zurück auf mail.example.com.
  4. SPF, DKIM und DMARC der sendenden Domain sind passend gesetzt.

Wenn diese Kette nicht stimmt, können Empfänger E-Mails verzögern, ablehnen oder als Spam einstufen.

Automatischer trafficplex.cloud-Hostname

Wenn du keinen eigenen Hostnamen setzt, wird ein automatisch passender Hostname unter trafficplex.cloud verwendet. Dieser Hostname löst vorwärts und rückwärts passend auf und ist für technische Dienste ausreichend.

Für produktive Mailserver ist ein eigener Hostname unter deiner Domain trotzdem sinnvoll, weil er verständlicher ist und besser zu SPF, DKIM, DMARC und Zertifikaten passt.

DNS-Checkliste

Für einen Hostnamen mail.example.com prüfst du:

Bash
dig A mail.example.com
dig AAAA mail.example.com
dig -x <server-ip>

Die Rückwärtsauflösung (dig -x) sollte den Hostnamen ausgeben, den dein Mailserver verwendet. Nach DNS-Änderungen kann es einige Zeit dauern, bis alle Resolver die neuen Werte sehen.

Häufige Fehler

Typische Ursachen für Zustellprobleme:

  • PTR zeigt auf einen anderen Namen als der Mailserver verwendet.
  • Der Hostname im PTR hat keinen passenden A- oder AAAA-Record zurück zur IP.
  • Der Mailserver meldet sich mit localhost oder einem internen Namen.
  • SPF erlaubt die Server-IP nicht.
  • DKIM oder DMARC fehlen bei Domains mit strenger Policy.

Wenn du keinen eigenen Mailserver betreiben möchtest, nutze für Anwendungen auf dem VPS besser SMTP Submission über einen vorhandenen Mailanbieter.

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