Reverse Hostname (PTR-Record) setzen
Ein Reverse Hostname, auch PTR-Record genannt, ordnet einer IP-Adresse einen Hostnamen zu. Das ist die Gegenrichtung zu A- und AAAA-Records, die einem Hostnamen eine IP-Adresse zuordnen.
Reverse-DNS ist besonders wichtig, wenn ein vServer oder Cloud-VPS E-Mails versendet. Viele empfangende Mailserver prüfen, ob IP-Adresse, PTR-Record und Hostname plausibel zusammenpassen.
Hostname setzen
Öffne die virtuelle Maschine in der Verwaltung und bearbeite ihren Hostnamen. Bei IP-Adressen mit unterstützter Reverse-DNS-Verwaltung wird dieser Name für den PTR verwendet, sofern kein eigener Reverse-DNS-Name für die einzelne IP-Adresse gesetzt ist. Ein solcher IP-spezifischer Eintrag hat Vorrang.
- Ein gültiger vollständiger Hostname wie
db.example.comkann als PTR-Ziel dienen. Ein passender A- oder AAAA-Eintrag muss separat eingerichtet werden. - Bei einem einfachen Label wie
databasewird als Standard der Name<id>.trafficplex.cloudverwendet.
Eine Hostname-Änderung aktualisiert den PTR nicht bei jeder IP-Adresse: Für ältere, über 23media verwaltete IP-Bereiche wird die automatische Änderung derzeit nicht ausgeführt. Prüfe deshalb anschließend mit dig -x <server-ip> den tatsächlichen PTR. Bleibt er unverändert, obwohl kein IP-spezifischer Eintrag gesetzt ist, wende Dich an den Support.
Reverse-DNS für Mailserver
Wenn Du einen eigenen Mailserver betreibst, sollte der Name konsistent sein:
- Der Server meldet sich per HELO/EHLO mit einem Hostnamen, zum Beispiel
mail.example.com. mail.example.comzeigt per A- bzw. AAAA-Record auf die Server-IP.- Der PTR-Record der Server-IP zeigt zurück auf
mail.example.com. - SPF, DKIM und DMARC der sendenden Domain sind passend gesetzt.
Wenn diese Kette nicht stimmt, können Empfänger E-Mails verzögern, ablehnen oder als Spam einstufen.
Automatischer trafficplex.cloud-Hostname
Wenn Du keinen eigenen vollständigen Hostnamen setzt, dient <id>.trafficplex.cloud als Standardname. Für die Rückwärtsauflösung gelten dieselben Ausnahmen und vorrangigen IP-Einstellungen wie oben; prüfe die Auflösung vor der Nutzung als Mailserver.
Für produktive Mailserver ist ein eigener Hostname unter Deiner Domain trotzdem sinnvoll, weil er verständlicher ist und besser zu SPF, DKIM, DMARC und Zertifikaten passt.
DNS-Checkliste
Für einen Hostnamen mail.example.com prüfst Du:
dig A mail.example.com
dig AAAA mail.example.com
dig -x <server-ip>
Die Rückwärtsauflösung (dig -x) sollte den Hostnamen ausgeben, den Dein Mailserver verwendet. Nach DNS-Änderungen kann es einige Zeit dauern, bis alle Resolver die neuen Werte sehen.
Häufige Fehler
Typische Ursachen für Zustellprobleme:
- PTR zeigt auf einen anderen Namen als der Mailserver verwendet.
- Der Hostname im PTR hat keinen passenden A- oder AAAA-Record zurück zur IP.
- Der Mailserver meldet sich mit
localhostoder einem internen Namen. - SPF erlaubt die Server-IP nicht.
- DKIM oder DMARC fehlen bei Domains mit strenger Policy.
Wenn Du keinen eigenen Mailserver betreiben möchtest, nutze für Anwendungen auf dem VPS besser SMTP Submission über einen vorhandenen Mailanbieter.