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Alles besser wenn legalisiert?

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  1. Autor dieses Themas

    hinter-fragt

    hinter-fragt hat kostenlosen Webspace.

    Hallo,

    ich habe mal eine Frage an euch was ihr zum Thema "Legalität" in Deutschland haltet...

    Ich meine, wenn man doch alles legalisieren würde, wäre doch so vieles besser oder?!

    Angefangen bei Drogen
    Durch die Fahndungen verliert der Staat Unmengen an Geld, dann kommen diese Leute in den Knast, was wieder durch Steuern bezahlt wird.
    Würde man die Drogen aber legalisieren und sagen wir mal es gibt extra Shops dafür, würde

    a) der staat nichts mehr für die Fahndungen ausgeben müssen
    b) die Steuern gehen an den Staat
    c) die Einnahmen gehen an den Staat.
    d) Touristen kommen nach D, da hier legal
    e) Touristen bringen mehr Geld

    Anderes Beispiel: Downloads. Wieso entwickelt Deutschland nicht einen eigenen Filehoster, auf den Pflicht ist zu uppen/downloaden. So gewinnen sie durch die Premiumaccounts doch mehr Geld.

    Dazu muss man sagen, dass es dadurch bestimmt nicht mehr Downloader gibt, da es genügend Leute gibt, die sich die Sachen immer noch lieber legal kaufen, aber wie viele würden ein Spiel erstmal testen bevor sie es kaufen?!

    Was das wieder bringt?

    a) Geld bekommt der Staat
    b) Fahndungen müssen nich bezahlt werden

    Wäre nicht alles besser, wenn der Staat alles erlaubt?
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  3. Und wo sollen wir dann mit der Legalisierung aufhören? Geben wir dann auch Schusswaffen frei, um kräftig mitzuverdienen? Erlauben wir Mord und Totschlag, damit Touristen kommen und hier gegen Entgeld wild rumballern dürfen?

    So sehr ich auch die Mittel der Musikindustrie als nicht wirklich prickelnd abtue, eine Legalisierung würde viele Arbeitsplätze kosten und vor allem kleinen Musikern, Plattenläden und Co schaden.
  4. hinter-fragt schrieb:
    [... ]Angefangen bei Drogen [...]
    Richtig. Und wie wir alle vom Zigaretten-Schwarzmarkt wissen, floriert dieser bestens, trotzdem der Verkauf von Zigaretten legal ist. Eine legalisierung hätte zur Folge, dass sich vielleicht der "Reiche" Teil der Bevölkerung den durch die Steuern tueren, legalen Stoff besorgt. Der - wesentlich größere und relevantere - Rest besorgt sich weiterhin den billigen, illegalen, gestreckten Müll beim Dealer um die Ecke. Die einzige Folge wäre, dass man nicht mehr richtig nachvollziehen kann, woher der Stoff nun letztendlich kam.

    hinter-fragt schrieb:
    [...] Anderes Beispiel: Downloads [...]
    Es gibt ausreichend Anbieter, welche ihre Software kostenpflichtig zum Download anbieten. Dennoch laufen viele noch zu den illegalen, (kostenlosen) angeboten. Herunterladbare Inhalte sorgen nur dafür, dass den Leuten das Kopieren der Daten erleichtert wird. Eine Legalisierung bedeutet: Die Bußgelder bleiben aus, was ein eindeutiger Schaden für die Wirtschaft Deutschlands ist.
  5. Angefangen bei Drogen
    Durch die Fahndungen verliert der Staat Unmengen an Geld, dann kommen diese Leute in den Knast, was wieder durch Steuern bezahlt wird.
    Würde man die Drogen aber legalisieren und sagen wir mal es gibt extra Shops dafür, würde

    a) der staat nichts mehr für die Fahndungen ausgeben müssen
    b) die Steuern gehen an den Staat
    c) die Einnahmen gehen an den Staat.
    d) Touristen kommen nach D, da hier legal
    e) Touristen bringen mehr Geld

    Es dreht doch nun wirklich nicht immer nur um das Geld. Das ist eine blöde neoliberale Konzeption, dass alles durch das Geld definiert wird. In Wirklichkeit gibt es viele wichtigere Dinge als Geld - will nicht banal klingen, aber es ist nun mal so.
  6. völliger Humbug der Vorschlag...

    wie nerdinator bereits schrieb: sobald es legal ist, ird es aufgrund des Volumens und durch schwarzmärkte völlig unkontrollierbar... jetzt ist einfach der Besitz strafbar und die können die Leute wegsperren... sobald es legal ist, ist nix mehr mit einfach wegsperren... dann wird nach der Bezugsquelle gefragt und geschaut, ob da auch steuern bezahlt wurden, wo die Sache herkommt und unser internationaler Ruf ist natürlich einwandfrei, wenn die sagen, dass man sich in deutschland legal zukiffen kann...

    im gegenteil: man müsste den Drogenkonsum auch noch verbieten. Leute, die Drogen konsumieren disqualifzieren sich zum beispiel für krankenkassenleistungen, weil sie sich mutwillig selbst verstümmelt haben und der Rentenanspruch wird auch gleich aberkannt und fertig... wegen knast interessierts die Leute doch eh nicht, weil die da Ersatzdrogen bekommen... also muss man das Geld streichen nd schon machen sich die Leute gedanken... und wenn die schon so weit weggetreten sind, dass die nicht mal mehr das interessiert, dann vermittelt man die ins Ausland auf eine Drogenplantage^^
  7. Hi zusammen:stupid:

    Man kann nicht alles Legalisieren, aber ich nehme ja auch nicht an, du würdest damit schwere Strafdelikte meinen.

    hinter-fragt schrieb: Hallo, ich habe mal eine Frage an euch was ihr zum Thema "Legalität" in Deutschland haltet...
    Ich meine, wenn man doch alles legalisieren würde, wäre doch so vieles besser oder?!
    Angefangen bei Drogen


    Das wär sehr kontraproduktiv, sind Drogen legal werden sie zu billig werden. Nicht daß es mehr Süchtige gäbe, das haben Länder wie Holland und auch die Historie längst wiederlegt, aber es würde manchem Großkonzern und Geheimdienst nicht sonderlich gefallen.
    http://tutmoses.lima-city.de/ticker/brownroot.htm
    http://tutmoses.lima-city.de/ticker/cia+drogen.htm
    Eine interessante Lektüre ist da immer wieder die "Geschichte der CIA" in drei Bänden, wurde teils auch als ZDF Doku verfilmt.

    Noch vor 50 Jahren war Opium in fast jedem Hustensaft für 2 Mark 50 enthalten und wir hatten nicht mehr Suchtkranke als heute, was wegfiel war die Beschaffungskriminalität, aber mit teueren Drogen ist einfach mehr zu verdienen.

    Was nun Downloads betrifft, wenn du dich hinsetzt und drei Jahre an einem Buch schreibst, dann möchtest du doch auch ein paar Euro für dein geistiges Eigentum haben?

    Tschüss Ludwig
  8. tutmoses schrieb:
    Das wär sehr kontraproduktiv, sind Drogen legal werden sie zu billig werden.
    Richtig, durch die Legalisierung von Zigaretten wurden diese auch immer billiger. Deshalb rennt ja keiner zu den "Illegalen" Zigaretten-Quellen, wo die Zigaretten mit 1,20€ pro Schachtel so teuer sind. Ich frage mich nur, warum sich mein Portemonaie nicht ständig füllt... Achja: Die Steuern!

    tutmoses schrieb:
    Nicht daß es mehr Süchtige gäbe, das haben Länder wie Holland und auch die Historie längst wiederlegt,
    Holland hat vor allem eines Bewiesen: Legalisierung bringt überhaupt nichts. In deren Coffeeshops sorgen oft mafiöse Organisationen für Nachschub, was die Coffeshops zurück ins "kriminelle Mileu" bringt.

    tutmoses schrieb:
    aber es würde manchem Großkonzern und Geheimdienst nicht sonderlich gefallen.
    [...]
    Eine interessante Lektüre ist da immer wieder die "Geschichte der CIA" in drei Bänden, wurde teils auch als ZDF Doku verfilmt.
    Richtig, und die CIA oder sonst wer hat in Deutschland unendlich viel Einfluss. Die stehen bei mir auch ständig vor der Tür und wollen meine Taschen durchsuchen. Leider verstehe ich deren englisches Kauderwelsch nur nicht.

    tutmoses schrieb:
    Noch vor 50 Jahren war Opium in fast jedem Hustensaft für 2 Mark 50 enthalten und wir hatten nicht mehr Suchtkranke als heute, was wegfiel war die Beschaffungskriminalität, aber mit teueren Drogen ist einfach mehr zu verdienen.
    Richtig, 2,50DM klingen natürlich günstig. Allerdings war darin auch kein "Opium", sondern es waren Opiatabkömmlinge, welche auch heute noch gerne verordnet werden. In denen beträgt der Opium-Anteil etwa 1 - 2%. Nun gehe ich auf den Schwarzmarkt, wo ich eine Line (den Umständen entsürechend) reines Kokain für 2,50€ bekomme. Ich frage mich, was da wohl die effizientere Methode ist. Von wegen "teure Drogen" ist da nicht mehr. Diese "Hustensäfte" von denen du redest wurden nicht verschreibungspflichtig gemacht, weil es so teurer wird, sondern schlicht weil C18H21NO3 (Opiat) gewisse... Nebenwirkungen haben kann - wobei C7H8N4O2 (Kakao) weniger Nebenwirkungen hat und soweit das gleiche Ergebnis erzielt.

    tutmoses schrieb:
    Was nun Downloads betrifft, wenn du dich hinsetzt und drei Jahre an einem Buch schreibst, dann möchtest du doch auch ein paar Euro für dein geistiges Eigentum haben?
    Also der Künstler ist nun echt der Letzte, dem da geschadet wird. In den meisten Fällen beträgt das Künstler-Honorar kaum 5% des Marktwertes seiner Publikationen. Die anderen 95% gehen an die Konzerne, die den Mist vertreiben. Ginge es nur darum, das Künstler-Honorar zu zahlen, würde sich das illegale Downloaden nicht mehr lohnen - denn dann würde man Beispielsweise für einen Harry-Potter Band nur ~1,50€ zahlen. Da lohnt sich das illegale Downloaden nicht. Der Künstler ist da am allerwenigsten betroffen. Treffen tut es die Konzerne - und die sind es auch, welche am Ende die Anzeigen erstatten. Der eigentliche Künstler hat da wenig zu sagen, denn in den meisten Knebel-Verträgen treten die sowieso jedes Recht auf Vermarktung ab.
    Der Grund, warum illegale Downloads nicht legalisiert werden sollten ist: Es ist Diebstahl. Wenn man anfängt Diebstahl zu legalisieren, können wir auch gleich in Anarchie leben.
  9. karpfen schrieb:
    Und wo sollen wir dann mit der Legalisierung aufhören? Geben wir dann auch Schusswaffen frei, um kräftig mitzuverdienen? Erlauben wir Mord und Totschlag, damit Touristen kommen und hier gegen Entgeld wild rumballern dürfen?
    [...]

    Gegenfrage: Wo sollen wir mit der Kriminalisierung aufhören?`Sollen wir Kindern ihren Lolli verbieten, da sie anderen Kindern mit dem Stiel ein Auge ausstechen könnte?
    Es kommt auf ein Gleichgewicht an. Um diese zu erreichen sollte man auf das Verhalten der Bevölkerung schauen.
    Wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung kifft, dann sollte man es legalisieren.
    Klar kann man alle einsperren, aber auf lange Sicht wird das sicherlich nicht funktionieren.


    [...]
    So sehr ich auch die Mittel der Musikindustrie als nicht wirklich prickelnd abtue, eine Legalisierung würde viele Arbeitsplätze kosten und vor allem kleinen Musikern, Plattenläden und Co schaden.

    Es würde Arbeitsplätze in der Musikindustrie kosten, aber ob es absolut Arbeitsplätze kosten würde, wage ich sehr zu bezweifeln.
    Es verschiebt sich einfach nur die Arbeitsnachfrage in andere Gebiete z.B. Bereitstellung von Servern etc..
  10. Hallo zusammen.:stupid:
    Hier eine nette Geschichte um Zigaretten, den Schmuggel damit und wie man sich als Monopolist durchsetzen kann.
    Nennt sich "Wie der Marlboro Mann den Orient bezwang."
    Man lernt viel daraus.
    http://tutmoses.lima-city.de/ticker/diwan.pdf

    Ja, wären Zigaretten illegal, dann könnte man wohl auch 20 Euro fürs Päckchen kassieren und der Staat hätte das Nachsehen. Gäbe immer ein paar Irre die es bezahlen würden und Laudanum kostete damals auch nicht viel mehr als Hustensaft, war natürlich ein Sedativum.

    Tschüss Ludwig

    Beitrag zuletzt geändert: 7.6.2010 17:52:37 von tutmoses
  11. kalinawalsjakoff

    Kostenloser Webspace von kalinawalsjakoff

    kalinawalsjakoff hat kostenlosen Webspace.

    Naja Legalität von Drogen. Ich denke, da kommt man, wenn man den Gedanken ganz krass weiterspinnt auf folgenden Kreislauf:
    1: Weniger Beschaffungskriminalität
    2: Weniger Knackies = weniger Ausgaben für Gefängnisse
    3: aber frei Verfügbar an jeder ecke
    4: jeder kann es sich kaufen/leisten
    5: abhängigkeitsprobleme
    6: höhere Ausgaben durch Suchtprävention
    7: höhere Ausgaben der Versicherungen wegen Gesundheitlichen Folgen
  12. hinter-fragt schrieb:
    Angefangen bei Drogen
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    Würde man die Drogen aber legalisieren und sagen wir mal es gibt extra Shops dafür, würde

    a) der staat nichts mehr für die Fahndungen ausgeben müssen
    b) die Steuern gehen an den Staat
    c) die Einnahmen gehen an den Staat.
    d) Touristen kommen nach D, da hier legal
    e) Touristen bringen mehr Geld


    Weil:

    a) der Staat mehr für die Behandlung von direkten und indirekten Folgen des Drogenkonsums ausgeben müsste.
    b) Die Steuern die Kosten nicht decken (siehe die legalen Drogen Tabak und Alkohol)
    c) Da schon in a) und b) genannt die Ausgaben die Einnahmen weit übersteigen unfug.
    d) So einen Drogentourismus haben die Niederlade auch nicht, dazu führt es die Gefahr des Einstiegs extrem in die höhe.
    e) siehe c).

    hinter-fragt schrieb:
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    Dazu muss man sagen, dass es dadurch bestimmt nicht mehr Downloader gibt, da es genügend Leute gibt, die sich die Sachen immer noch lieber legal kaufen, aber wie viele würden ein Spiel erstmal testen bevor sie es kaufen?!

    Was das wieder bringt?

    a) Geld bekommt der Staat
    b) Fahndungen müssen nich bezahlt werden


    a) Der Staat verliert dazu aber auch wieder reihenweise Geld, an Medienträgereinnahmen. Bedenke wie sich die sich die ganzen Verleiher, Kinos und so weiter schon wehrten bei "Bubble". Und wenn das jetzt im großen (und dazu noch heftigerem) Stil gemacht wird, ist die Bundesrepublik für all das was Medientechnisch Geld bringt (Kino, DVD, CDs - solange es sie noch gibt, Videotheken. ...) nicht mehr interessant. Die Einnahmeverluste (und der Staat verdient daran gut) wären über kurz oder lang weg.

    hinter-fragt schrieb:
    Wäre nicht alles besser, wenn der Staat alles erlaubt?


    Deine Ausgangsidee ist im Grunde nicht schlecht, nur leider nicht ganz zu Ende gedacht. Du hast Dir hier, fast wie eine Opposition in einem Bundes- oder Landtag, die Argumente dafür rausgepickt und die Gegenargumente unter den Tisch fallen lassen.

    Bei den Drogen hast Du meiner Ansicht nach auch sehr pauschalisiert. Die Legalisierung von Hanf wird ja auch von einigen politischen Kreisen (Linke und Grüne) gefordert, und ist von der Kosten-Nutzen-Bilanz evtl. nicht ganz so übel wie oben angemerkt, aber auch dafür gibt es gute Gegenargumente.
  13. Hi all:stupid:

    Peter Scholl - Latour bei Anne Will im Talk, zum Thema Afghanistan und Drogen.
    Hochinteressanter zehn Minuten Clip. Seit 2003 ist die Drogenproduktion "quasi" unter den Augen von 50.000 Besatzungstruppen und trotz flächendeckender Luft- und Satellitenüberwachung um den Faktor 15 angestiegen. Hat Afghanistan 2003 noch 700 Tonnen Opium exportiert, so sind es heute über 10.000 Tonnen an "veredelten" Opium Derivaten.
    Sozusagen unter internationaler Aufsicht.
    Fast möchte man sich fragen: "Unter internationalem Schutz?" Na ja, wenn es nicht gar so unglaublich wäre.:fart:
    http://www.youtube.com/watch?v=V9K1-7bnzYQ

    Tschüss Ludwig
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