kostenloser Webspace werbefrei: lima-city


Suche auf lima-city

  • in: Was haltet ihr von Thilo Sarrazins Thesen?

    geschrieben von widar3

    @byzel:
    Mag sein, dass ich dich falsch verstehe, aber für mich klingt das so, als wäre der Islam von Grund auf schlecht, weil schon Mohammed verwerfliche Dinge getan haben soll.
    Selbst wenn der Prophet das getan haben sollte, ist es doch reichlich gewagt damit auf den heutigen Islam schließen zu wollen. Vielleicht mag man sich mal erinnern, dass der islamische Orient z.B. im 12. Jahrhundert den christlichen Ländern zivilisatorisch deutlich überlegen war.
    Aber vielleicht ruft man sich auch einfach mal in Erinnerung, dass es weit über eine Milliarde Muslime gibt. Wenn auch nur ein 1 % davon gewaltig wäre, würdest du hier wahrscheinlich nicht mehr diskutieren können.

    Bei bewahrers Grütze-Theorie ging es wohl weniger darum, zu beweisen, dass jeder Mensch ein Einstein werden kann, sondern dass jeder Mensch Deutsch lernen und unsere grundsätzlichen Werte verinnerlichen kann.
    Außerdem geht es auch gar nicht darum, dass man behaupten würde, Begabungen wären von Vererbung vollkommen unabhängig, sondern darum, dass Begabungen unabhängig von der Religion der Eltern sind.
  • in: Mathematik: Lineare Gleichungssysteme, Probleme bei Aufgabe!

    geschrieben von widar3

    Alphara hat vollkommen recht, aber da es sich um eine Aufgabe aus der 12. handelt, würde ich gar nicht so kompliziert rangehen.

    Die Aufgabensteller schreiben "Für welche a liegt ein eindeutiges Ergebnis vor?", aber was sie eigentlich meinen, ist "Für welche a liegt kein Ergebnis vor?", denn bei LGS mit zwei Gleichungen und zwei Unbekannten kann es ja gar nicht zu Mehrdeutigkeiten kommen.

    Um so eine Aufgabe zu lösen, würde ich also nur ein bisschen Umformen bis ich sehe: Oh, wenn a=8, geht das ja gar nicht.
    Und schon fertig, man muss ja bei Schulaufgaben auch immer effizient mit der Zeit umgehen.
  • in: Was haltet ihr von Thilo Sarrazins Thesen?

    geschrieben von widar3

    kalinawalsjakoff schrieb:
    Die Bibel dürfte ja eigentlich jeder Haushalt zuhause haben, auch wenn sie in irgendeinem dunklen Loch vor sich hinstaubt.

    Was für eine krude These in einem Land mit über 38 % Nichtchristen.


    Zum Thema:
    Es geht nicht darum, dass man als Deutscher nicht Ausländer kritisieren dürfte, aber nichtsdestotrotz sind Sarrazins Thesen hanebüchend.
    Das Ganze ist kein Problem des Glaubens, sondern ein Klassenproblem. Wenn ich anatolische Bauern, die nur wenige Jahre eine Schule besucht haben, nach Deutschland hole, in Trabantensiedlungen verfrachtete und so behandle wie Arbeitsmaschinen, die man in zehn Jahren wieder in die Türkei zurückschicken will, woraus dann doch nichts wird, brauche ich mich über die heutige Auswüchse nicht wundern.
    Wenn man junge Deutsche-Türken mit deutschen Jugendlichen aus bildungsfernen, armen Familien vergleicht, gibt es plötzlich keine Unterschiede. Genauso gibt es Problembezirke mit hohem Ausländeranteil und welche mit fast keinen Ausländern.

    Im Übrigen kann man sich fragen, ob der türkische Akzent wirklich noch ein Akzent und nicht viel mehr ein Dialekt ist, wenn man z.B. deutsche Jugendliche sieht, die sich zu 100 % wie Türken anhören.

    Was mich an der ganzen Diskussion stört, ist, dass alle nur fordern, was die Zuwanderer hätten tun sollen, aber keine fragt sich, was die Politik und speziell die deutsche Bevölkerung hätten tun können und jetzt tun müssen. Dass es in Deutschland weiterhin einen unbewussten Rassismus gibt, zeigen für mich allein schon die 80 % Zustimmungswerte für Sarrazin.
  • in: Xeon statt Core Duo angezeigt

    geschrieben von widar3

    Danke dir, cpuz hat die richtige CPU angezeigt.
    Keine Ahnung, warum das nicht mit dxdiag klappt.
  • in: SPD wieder auf dem Weg der Geschlossenheit?

    geschrieben von widar3

    Ich denke, die SPD wird sich mit der starken Führung durch Steinmeier/Müntefering wieder etwas erholen. Ob das viel mit Sozialdemokratie zu tun haben wird, ist eine andere Frage.

    Nach meiner Meinung war es auch ein Fehler, Bündnisse mit der Linkspartei im Westen auszuschließen, obgleich sie im Osten ja ganz gut funktionieren. Klar hatte die SPD Angst, dass die Linke ihre Stammwählerschaft abgräbt, aber mit der aktuellen Taktik ist man ja offensichtlich auch nicht gut gefahren und die Linke wäre in Saarland zweitstärkste Partei. Da hilft alle rechte Propaganda nichts.
    Über kurz oder lang gibt eh nur zwei Möglichkeiten:
    1. Große Koalition auf Dauer oder
    2. SPD-Bündnisse mit der Linkspartei
    Da wäre es besser gewesen, die Linke nicht kategorisch auszuschließen, zumal man ja meinen müsste, dass die SPD mit kaum einer Partei so viel gemein hat. Und da die SPD eh vielmehr eine linke CDU ist, hätte man ja auch von Anfang an eine friedliche Koexistenz wie im Osten machen können.
  • in: Xeon statt Core Duo angezeigt

    geschrieben von widar3

    Ich hoffe, dass ich mit dieser Frage nicht schon einen oft erklärten Punkt anspreche, aber ich habe dazu erstmal nichts gefunden.

    Ich habe mir einen neuen Computer gekauft und habe mir als CPU einen Intel Core 2 Duo E8400 ausgesucht. Wenn ich allerdings mir die System-Informationen anzeigen lasse, wird mir als CPU ein Intel Pentium III Xeon mit 3 GHz angezeigt, obwohl das ja eigentlich eine Server-CPU sein soll.

    Wurde da jetzt was falsch verbaut oder ist da eine Schwäche der System-Analyse (sowohl dxdiag als auch Everest zeigen das so an). Ich habe übrigens eine alte XP-Version installiert, vielleicht liegt es ja auch daran?
  • in: Wie wird eigentlich Weltmacht definiert?

    geschrieben von widar3

    Natürlich ist die Definition schwammig, weil man nicht genaue Grenzwerte definieren kann, ab wann eine Großmacht zur Weltmacht wird.
    Maßgeblich ist aber, wie stark ein Staat die Geschehnisse in der Welt bestimmt. Das wird dann häufig an Gefühlen und Eindrücken festgemacht und wenn jemand eine andere Meinung hat, so kann man viele Fakten aufzählen, die belegen, dass das Land eine herausragende Rolle spielt.

    Einige solcher Fakten wären Wirtschaftskraft, Stärke der Armee (worunter auch Atomwaffen fallen), ständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat, Unabhängikeit von anderen Staaten, evtl. auch Stabilität.

    Dinge wie Forschung würde ich nicht unbedingt dazu zählen, denn bei einer Weltmacht geht es ja nicht darum, ob es auch auf lange Sicht eine Weltmacht bleibt, sondern ob ihr Einfluss jetzt und in naher Zukunft groß sein wird.

    Menschenrechte sind definitiv kein Kriterium für den Weltmachtstatus, wobei besonders krasse Verstoße auch für die Weltmacht nicht gerade förderlich sind (wegen Protesten im In- und Ausland).
  • in: Der Lokführer-Streik ist gerechtfertigt

    geschrieben von widar3

    Das ist echt lustig: in zwei Posts habe ich beim Überfliegen 14 Rechtschreibfehler gezählt (und ich war noch gnädig und habe Tipp- und Wiederholungsfehler außen vor gelassen) und dann regst du dich über ein Wort wie DGB-Gewerkschaft auf ohne das daran irgendetwas falsch wäre, denn eine Gewerkschaft, die dem DGB angehört, ist nun mal eine DGB-Gewerkschaft.

    Zum Thema: Ich stehe grundsätzlich auch auf Seiten der GDL (obwohl man sich über die Taktik, urplötzlich so viel zu fordern, durchaus streiten kann). Die 31 % sind nicht überzogen, wenn man bedenkt, dass am Ende vielleicht 15-20 % rauskommen und die Lokführer seit 1993 durch Inflation und Arbeitszeitverlängerung Lohneinbußen von fast 10 % hinnehmen mussten.
  • in: Teuerungsrate zu hoch?

    geschrieben von widar3

    Problematisch ist halt, dass die Lohnerhöhungen mit der Inflation nicht mithalten können und die Menschen damit real immer ärmer werden.
    Außerdem ist eine schwere Inflation (ab ca. 5 %) für die Volkswirtschaft schädlich. 3,5 % ist schon ziemlich hoch, da muss man aufpassen, dass sie nicht noch weiter steigt.
  • in: kommunismus wiederbelebbar?

    geschrieben von widar3

    Es ist unmöglich, jeden Menschen auf ein hohes Bildungsniveau zu bringen. Es ist wahrscheinlich sogar unmöglich, jeden Menschen zu einem lieben sozialen Wesen zu machen.
    Und trotzdem sage ich, dass der Kommunismus möglich ist, denn wir brauchen keine perfekten Mesnchen für den Kommunismus.

    Jeder wird so viel lernen, wie er braucht, wie er für richtig hält, man kann Menschen nichts beibringen, was sie nicht auch interessiert.
    Und es wird auch Menschen geben, die auf dumme Gedanken kommen. Doch hier setzt die soziale Kontrolle der Gemeinschaft ein. Vielleicht hat man mal keine Lust, aufzustehen und zur Arbeit zu gehen, aber man will den Unmut der anderen vermeiden. Aus demselben Grund pisst man nicht in Gegenwart anderer auf die Straße, nicht etwa, weil man die Strafe der Polizei fürchten würde, sondern weil es einem unangenehm ist, vor den Augen anderer eine gesellschaftliche geächtete Handlung zu vollführen.

    Selbstverständlich werden die Menschen auch ganz anders aufwachsen (das Sein bestimmt das Bewusstsein) und damit viel sozialere Menschen werden.
    Der Mensch hat zwar seit Jahrhunderten unter Herrschaft gelebt, aber das heißt noch lange nicht, dass er sie brauchen würde. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war man fest davon überzeugt, dass der Mensch nicht fähig für die Demokratie sei, weil es von Natur asu jene, die zum herrschen und jene, die zum beherrscht sein bestimmt wären, gebe.

    Zum Staat: Im Kommunismus wird es keinen Staat geben (was aber vielen Kommunisten gar nicht so bewusst ist), denn der Schritt vom Sozialismus zum Kommunismus besteht ja gerade im Absterben des Staates.
    Die Organisation von Wirtschaft und öffentlcihen Leben wird also im Kommunismus weder die Privatwirtschaft, noch der Staat übernehmen, sondern die Menschen selbst.
    Und zwar werden jene das organisieren, was sie betrifft. Sprich, wenn eine neue Straße gebaut werden soll, setzen sich die Betroffenen (Anwohner, Nutznießer der Straße, Ingenieure und Bauarbeiter) zusammen und entscheiden darüber. Da natürlich nicht wirklich alle Betroffenen in solch einem Rat sitzen können, werden häufig Deligierte gewählt, die ihre Partei vertreten.
    Häufig wird die Organisation auch automatisiert. Beispielsweise wird es reine Marktwirtschaft geben, d.h. die Produktion orientiert sich am Konsum. Durch Beobachtungen des Marktes erkennt man, wo zu welchen Zeiten was in den Supermärkten geholt wird und fährt dementsprechend die Produktion rauf oder runter.

    Ein andere wichtige Frage: Wie ist das mit den Berufen (Beispiel Künstler)?
    Erstmal ist wichtig festzustellen, dass im Kommunismus die Arbeitszeit deutlich niedriger ist. Die Produktion wird immer technisierter (warum gibt es z.B. noch Lokführer? Ein ICE ist eh kaum zu bremsen und man kann einfach Sensoren einbauen, die Hindernisse auf der Strecke wahrnehmen und abbremsen). Außerdem fallen unzählige unproduktive Arbeiten weg: Soldaten, Polizisten, Politiker, Waffenbauer, viele Beamte und Bürokraten, Steuerhelfer, Werbeleute, Juristen usw. Wenn diese sinnvoll arbeiteten, könnte man die Arbeitszeit deutlich senken. Und Arbeit, die nicht mehr so stressig ist und lagne dauert, macht auch viel mehr Spaß. Da die Menschen verschiedene Interessen haben, finden sich meistens Interessierte für den Job.
    Manche Tätigkeiten möchte vielleicht keiner machen, aber wenn sie keiner macht, geht's enfach nicht, weshalb sich verschiedene Leute finden, die das übernehmen und als Dank gesellschaftliche Anerkennung erhalten. Denkbar wäre auch, ein Rotationsprinzip einzuführen. Ich möchte jetzt nicht mein Leben lang Straßenfeger sein, aber für einen Moant bei einer 20-Stunden-Woche könnte ich mir das schon vorstellen.
    Es wird also auch Künstler geben (die aber auch gerne mal zeitweise andere Tätigkeiten übernehmen würden). Ich glaube aber nicht, dass jeder Künstler werden will. Zumal es auch nicht so viel Spaß macht, Künstler zu sein, wenn die eigenen Werke überhaupt keine Anerkennung finden.

    es geht einfach nicht man kann nicht die ganze welt mit gezogener waffe unter einen hut packen

    Das wäre auch kontraproduktiv. Wie Marx so schön sagte: "Die Befreiung der Arbeiterklasse muss die Tat der Arbeiter selbst sein."
    Nur wenn sich eine hinreichend große revolutionäre Masse findet, kann es zum Übergang zum Kommunismus kommen. Die Revolution wird auch nicht global gleichzeitig kommen, aber es wird Ziel der Revolutionäre sein, die Revolution überall hinzutragen, wo Menschen leiden.
    Das mit der Weltrevolution ist kein Größenwahn, sondern nur logisch. Erstens soll jeder das Recht haben im Kommunismus zu leben und zweitens werden die Herrschenden der Revolution nicht ruhig zusehen, sondern Gegenmaßnahmen ergreifen. Nach der Oktoberrevolution in Russland kamen Armeen aus kriegsmüden Ländern wie Großbritannien, Frankreich oder Japan; die Spanische Revolution wurde nicht zuletzt durch deutsche und italienische Truppen niedergeschlagen. Daher setzen die Kommunisten auf die internationale Solidarität, denn wenn die Herrschenden mit ihrer eigenen Revolution zu tun haben, wird es ihnen schwer fallen, die Revolution woanders niederzuknüppeln.
  • in: Milchpreiserhöhrung - Politik mischt sich ein...

    geschrieben von widar3

    Noch ein paar Zahlen zum Thema:
    Deutschland produzierte 2005 28,5 Millionen Tonenn Milch. Davon wurden gerade mal 0,87 Millionen Tonnen exportiert.
    Größter Milchimporteur ist übrigens Italien mit 1,73 Millionen Tonnen. Von China und Indien standen die Zahlen nicht da, aber sie liegen unter dem fünftgrößten Importeur, Belgien (!), mit 0,12 Millionen Tonnen. Quelle: Spiegel
    Also: Wehe mir kommt noch mal irgendein Presseheini mit der Begründung, an der Erhöhung wären China und Indien Schuld. Das haben die sogar in der Tagesschau behauptet, dabei ist doch augenscheinlich, dass der geringe Anteil der exportierten Milch an der Gesamtproduktion kaum ins Gewicht, auch wenn China 100.000 Tonnen mehr bestellt, was ich eh nicht glaube, weil China viel zu weit weg ist, um so ein verderbliches Gut groß zu importieren.



    Ich kann bettcrew ganz gut verstehen, deswegen erdreise ich es mir mal auf deine Fragen einzugehen, bettcrew gannz ja dann nachziehen.

    Warum befürwortest du die erhöhung der Milchprodukte?

    Lebensmittel werden in Deutschland unter katastrophalen Umstände hergestellt. Ich komme gerade aus Polen zurück und da werden die Milchkühe noch ganz selbstverständlich mit der Hand gemolken und tagsüber auf die Weide gelassen. In Deutschland haben wir eine technisierte Tierhaltung und die Tiere bekommen irgendwelche chemisch aufgeputschte Kraftnahrung. Die Kühe haben es noch vergleichsweise gut, immerhin eine eigene Box, Schweine kleben eng an eng aneinander und kacken sich zu und fressen sich bald gegenseitig was, wenn sie nicht vom Fressen schon längst die Schnauze gestrichen voll hätten.
    Der Preisdruck auf die Bauern veranlasst diese zu noch perverseren Haltungsmethoden, weshalb bettcrew die Preise erhöhen würde, nicht für die Molkereien und den Handel, sondern für die Bauern und letztendlich für die Tiere.

    Müßtest du für eine Fahrt zur Arbeit, die 60 km von deinem Wohnort entfernt liegt 3,5 Stunden mit der Bahn einkalkulieren?

    Hast du schon einmal einen Wohnortwechsel einkalkuliert?
    Ja sicher: die Kinder und mein Mann und was weiß ich nicht alles. Aber dann beklag dich auch nicht. Es ist unverantwortlich jeden Tag 120 km mit dem Auto rumzufahren, wenn man auch eine Viertelstunde mit dem Fahrrad fahren könnte.

    Hast du schon einmal daran gedacht, daß öffentliche verkehrsmittel, mittelfristig auch ihre preise wegen den Kraftstoffpreisen anziehen müssen?

    Als kluger Mensch würde bettcrew natürlich mit dem zusätzlich eingenommenen Benzinsteuern dem Öffentlichen Nahverkehr unter die Arme greifen, damit dieser seine Preise nicht erhöhen muss, sondern sie senken kann.
    Denn der Sinn ist ja nicht, die Autofahrer zu ärgern, sondern sie auf umweltfreundlichere Verkehrsmittel umsteigen zu lassen und nur noch die nötigsten Fahrten mit dem Auto zu erledigen. Und wenn dann mehr Leute die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, können auch die Linien ausgebaut werden und die Busse müssen öfter fahren um den zusätzlichen Andrang zu kompensieren. Denn ein Bus ist ja in Wahrheit nichts groß anderes als eine große Mitfahrgemeinschaft, man muss noch nicht einmal selbst fahren.
  • in: Milchpreiserhöhrung - Politik mischt sich ein...

    geschrieben von widar3

    Das Ganze ist doch nur ein schlechter Witz.
    Die Bildzeitung titelt: "Die gelbe Gier", populistisch-rassistischer Unsinn vom Feinsten.

    Man kann ja China nun nicht für alles verantwortlich machen: Stahl, Öl und jetzt auch Milch.
    Erstmal gibt es auch in China Kühe und zweitens lohnt es sich nicht, solch ein billiges Produkt wie Milch um die halbe Welt zu schippern, am besten noch im Kühlschiff, denn Milchprodukte sind ja obendrein noch leicht verderblich und Flugzeug ist ja noch teurer. Aber selbst mit Schiffen lohnt sich das nicht, weil das Verhältnis Volumen/Preis den ganzen Spaß vollkommen unrentabel macht.

    Das ist bloß wieder ein Aktion um mal wieder ein bisschen mehr Profit einzufahren, denn wie ihr schon sagtet, bei den Bauern kommt kaum was an.
  • in: die linke!?

    geschrieben von widar3

    Jedoch baut sowohl der Kapitalismus als auch der Marxismus auf Arbeit als notwendig auf, auch wenn der Kommunismus die Entfremdung des Menschen aufheben will. Was wenn Arbeit nicht mehr notwendig ist und Maschienen uns die Erhabenheit des Geistes rauben, indem sie schneller logische Schlüsse ziehen und Kreativität zur Farce erklären?

    Nicht ganz, der Kapitalismus baut auf einem wachsendem Profit auf (was meist mit Arbeit verbunden ist) und der Marxismus baut auf einem wachsenden Wohl der Menschen auf (wofür auch meist Arbeit nötig ist). Der Marxismus müsste also die menschliche Arbeit umschichten (Kunst, Geisteswissenschaften) bzw. da die Menschen Arbeit für sich als notwendig erkennen werden, dem Menschen Tätigkeiten lassen, die von Maschinen erledigt werden könnten, aber zum Wohl der Menschen von diesen selbst erledigt werden, obwohl es weniger ökonomisch wäre. Die Profitlogik des Kapitalismus stände an dieser Stelle vor einem Dilemma.

    Eine Revolution wird durch die Umstände bestimmt, so Marx. Aber nur religiöser Fanatismus, den er verabscheut, und extreme Armut, derer man sich heutzutage in Industrieländern kaum bedinen kann, führt zu einer Revolution.

    Das Wort "Armut" rückt die Sache in ein schummriges Licht, obwohl es nicht falsch ist. Aber das Wort "Ungerechtigkeit" macht deutlicher, was gemeint ist, nämlich eine nicht mehr zu ertragene Ungerechtigkeit, die es auch heute noch in den Industireländern gibt.

    Was solltte außerdem ein Land ohne Rohstoffe wie Deutrschland nach der Revolution tun, wenn das Volksaufkommen nicht mehr reicht um den kulturellen Stand und den Lebensstandard zu decken?

    Nicht ohne Grund forden die Kommunisten die Weltrevolution und die internationale Solidarität.


    erasmuz schrieb:
    Merke: Hitler regierte in einer Demokratie, und ALLE seine Gesetze wurde demokratisch verabschiedet. Auch die Endlösung.

    Stopp. Demokratie heißt nicht, dass ein Parlament die Gesetze der diktatorischen Führung durchwinkt. Demokratie ohne allgemeine Grundrechte (z.B. freie Meinungsäußerung) ist überhaupt nicht vorstellbar, denn sonst ist es äußerst fraglich, wie denn diese "demokratischen" Entscheidungen zu Stande kommen.
  • in: Können Sie mir sagen wo es hier zur Demokratie geht?

    geschrieben von widar3

    shroomhead schrieb:
    Die demokratischen Werte unseres Systems sind erschreckend gering.

    Ich denke schon, dass die Werte noch vorhanden sind. Leider werden sie nicht mehr angewendet bzw. ihr Anwendung wird abgebaut.

    Wie heruntergekommen ist dieser Staat, wenn missliebige Akten über Folter und Korruption vernichtet werden und wenn das ganze ans Tageslicht kommt, wird es auf Technik- oder Interpretationsfehler geschoben. Heutzutage gibt es ja auch keine Zweitkopien und von wegen "Interpretaionsfehler". Deutsch kann wunderbar eindeutig sein: "Stellen Sie die Akte zurück an ihren Platz!" oder "Vernichten Sie diese Akte!"
    Ich glaube weder die eine noch die andere Ausrede, ich glaube viel mehr, dass unser Staat nur noch das der Öffentlichkeit offenbart, was ihm angenehm ist oder was er nicht mehr verheimlichen kann.

    Auf der anderen Seite hat das System natürlich bereits einen Geburtsfehler: Mitbestimmung ist nur in sehr geringem Umfang vorgesehen und ab dem Zeitpunkt, wo man die Grundfesten des Systems kritisiert, hat man seine ach so tollen Grundfreiheiten verwirkt.

    Tolle Demokratie, tolle Werte.

    Generell ist es wichtig, dass sich Gesellschaftssysteme verändern, um besser zu werden.

    Das sehe ich nicht so. Ich denke, dass man an einen Punkt gelangen kann, wo das System am besten ist und nicht mehr besser wird. Veränderungen finden zwar weiterhin statt, aber das System braucht sich in seinen Grundfesten nicht mehr zu verändern.
  • in: die linke!?

    geschrieben von widar3

    Naja, mir scheint, die Linke ist linksextrem/kommunistisch eingestimmt und daher antidemokratisch.

    Mitunter trügt der Schein. Näheres in dem bereits Geposteten, worauf man sich durchaus beziehen sollte.

    Kommunismus/Sozialismus ist schließlich - auch wenn viele das nicht glauben - eine explosive Mischung aus Diktatur, Überwachung, Zensur und Freiheitsbeschränkungen, die zudem am Wesen des Menschen scheiter und deshalb mittel- und langfristig nicht funktioniert!

    Kommunismus heißt keine Überwachung und keine Zensur. Im Zweifelsfall einfach mal bei Marx nachschlagen.
    In der Phase des Sozialismus wird es noch Freiheitsbeschränkungen (wie heute auch) geben genau wie die Diktatur des Proletariats, was nichts anderes ist als die Unterdrückung der ehemaligen Unterdrücker durch das arbeitende Volk damit die alten Herrscher nicht mehr an die Macht gelangen.
    Ist das geschafft, stirbt der Staat allmählich ab und geht über in den Zustand des Kommunismus, welcher vergleichbar ist mit der Anarchie ist, d.h. statt Freiheitsbeschränkungen und Diktatur gibt es Freiheit für alle.

    Wann gab es dann Kommunismus/Sozialismus?

    In den ersten Jahren nach der Revolution gab es in Russland Sozialismus als Ansatz. Spätestens ab der Machtübernahme Stalins spricht man nicht mehr Sozialismus, sondern von der stalinistischen Diktatur, was so ungefähr das genaue Gegenteil vom Kommunismus ist.
    All deine weiteren schönen Beispiele haben leider auch nichts mit Sozialismus zu tun. Genau wie Rapsöl nicht zu Whiskey wird, wenn ich ein "Jim Beam"-Etikett draufklebe, wird eine Diktatur nicht dadurch sozialistisch, dass sie sich so nennt. Dazu bedarf es dann doch weitaus mehr.

    Fazit: Die Linke ist nicht weniger gefährlich als die NPD, sie ist nunmal eine Extreme Partei, die sich gegen die Demokratie richtet, und das darf nicht einfach so in den Hintergrund gerückt werden.

    Fazit: Die Linke ist keine Gefahr für die BRD und die herrschende Klasse und du solltest dich nochmal intensiver mit Kommunismus auseinander setzen. Und nächstes Mal nicht wieder zu irgendeinem FDP-nahem Propaganda-Autoren bzw. zur Bildzeitung greifen, sonst fangen wir wieder von vorne an.
  • in: die linke!?

    geschrieben von widar3

    Keine Angst, karpfen, "Die Linke" ist weder extrem noch kommunistisch. Sieh dir an, was sie in Berlin und MV machen und du weißt Bescheid.

    Das Programm der Linken ist unrealistisch, weil sie dem alten sozialdemokratischen Irrtum erliegen, dass man die soziale Ungerechtigkeit durch eine Regierungsbeteiligung überwinden könne. Der Weg der "wahren Linken" ist nicht der des Parlaments, sondern der der Revolution.

    Sollte es der Linken gelingen, eine starke Stellung im Bundestag einzunehmen, so wird sie wie die SPD ihre alten Ideale verraten und zu einer bürgerlichen Partei werden. Denn: Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut.
  • in: G8, wir werfen die Rechtsstaatlichkeit über Bord

    geschrieben von widar3

    Die Umfrage würde ich in der Tat gerne sehen! Sie wird belegen, dass eine Unzufriedenheit da ist, wenn man aber eine Umfrage macht um den Willen zur Anarchie zu prüfen, wird man aber keine Mehrheit schaffen!

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,446203,00.html

    Eine Umfrage zur Anarchie würde deswegen scheitern, weil darüber eine Menge von Lügenmärchen kursieren und nur die wenigsten wissen, dass Anarchie nicht Chaos, sondern die höchste Form der Ordnung ist. Würde man aber fragen: "Wollen Sie in einer freien und gerechten Welt ohne Unterdrückung und Armut leben?", würde man eine Mehrheit bekommen. Dass wir trotzdem noch keine Anarchie haben, liegt auch daran, dass nur die wenigsten glauben, dass diese Welt wirklich möglich ist.

    Die namen aber auch bewusst in Kauf Verletzte/Tote auf ihrer Seite zu haben, bzw. dies war die Ausgangsposition. Von diesen Zuständen sind wir aber noch weit entfernt. Somit finde ich den Vergleich wenig stichhaltig.

    Wie jetzt, wenn der Gegner mich umbringen will, darf ich mich mit Gewalt wehren, aber wenn er mich "nur" schlägt, darf ich nicht zurückschlagen, sondern muss ihm auch die andere Wange hinhalten?
    Ich finde den Vergleich ziemlich stichhaltig.

    Philosophisch gesehen haben die Anarchisten aus dem schwarzen Block ja recht: Wenn ich die Gültigkeit eines Systems anzweifle, gelten die von diesem System gemachten Regeln nicht mehr. Das würde aber auch bedeuten, dass dem Anarchismus ein Humanismus abgesprochen wird, denn dann kann ich wenn ich den Anarchismus, als überzeugter "Kapitalist" körperlich Schaden, mit dem selben Recht wie der Anarchist dem Polizisten. Dies widerspricht meinem Begriff von Anarchie. Ein Polizist bleibt Mensch!

    Die Anarchisten sehen Gewalt gegen Unterdrücker als legitim an und da in diesem Sinne der Polizist Verteidiger eines unterdrückerischen Systems ist, darf gegen ihn auch Gewalt angewendet werden, obwohl er Mensch bleibt.

    Wenn ich mich nicht irre, gibt es die BRD nur noch auf dem Papier, die Abkürzung steht für Westdeutschland. Für die Bundesrepublik Deutschland steht jetzt einfach D. BRD war nur nötig um von der DDR zu unterscheiden.

    Der offzielle Name von Deutschland ist immer noch Bundesrepublik Deutschland, was man mit BRD abgekürzt.


    karpfen schrieb:
    Wie soll man auch die Seite des schwarzen Blocks verstehen, wenn sie diese nicht darlegen? Steinewerfen und Randale sagen mir einfach nicht, welche Ziele diese verfolgen. Und ich bin der Meinung, man kann zumindest vorher mal seine Meinung äußern und schauen, ob sich das nicht auf 'normalen' Weg bewerkstelligen lässt.

    Das Problem ist, dass es keinen "normalen" Weg zur Abschaffung des Staates gibt.
    Dass sich der Schwarze Block nicht darlegt, liegt an der von euch schon genannten Zersplitterung, aber auch am Artikel 18.
    Im übrigen gibt es Darlegungen, z.B. in einigen Klassikern (z.B. Erich Mühsam - "Befreiung der Gesellschaft vom Staat"; Lenin - "Staat und Revolution"), aber es gibt auch eine Vielzahl von Publikationen aus dem Schwarzen BLock heraus. Eine davon ist die Zeitung "Direkte Aktion" der FAU, welche bestimmt in der Ausgabe Juli/August auf die konkreten Steinwürfe Bezug nehmen wird.
  • in: G8, wir werfen die Rechtsstaatlichkeit über Bord

    geschrieben von widar3

    Zu 1.)Und was bringt der Sturz der BRD? Chaos? Anarchie? Die Mehrheit befürwortet dieses System. Und das nicht zu unrecht. Auch wenn es nicht nur Vorteile hat.

    Ja, Anarchie ist das Ziel der meisten (siehe Anarchie-Thread). Die Mehrheit ist mit unserem politischen System eben nicht zufrieden. Ich hab jetzt nicht die Zeit eine diesbezügliche Umfrage rauszusuchen, aber ich kann es gerne machen, wenn du mir nicht glaubst. Unsere niedrige Wahlbeteiligung spricht ja wohl auch Bände.

    Zu 2.)Dann komm mir aber auch nicht mit, die armen Demonstranten. Denn wer bei so einem brisanten Gipfel demonstrieren geht, eventuell auch vermummt, der muss mit Konsequenzen rechnen. Auch wenn ich jegliche Gewalt ablehne. Es gibt mit Sicherheit unter den Polizisten auch Sadisten, die gibt es aber ebenfalls unter den Demonstranten. Nur weil der Mensch den Beruf Polizist gewählt hat, heisst das nicht, das er Freiwild ist!

    Meine Argumentation war bewusst einseitig, da ja Verständnis für die Polizei genug vorhanden, für den Schwarzen Block hingegen überhaupt nicht. Und was das Freiwild angeht, für Leute, die unseren Staat ablehnen, wird er genauso zum Freiwild, wie der französische Soldat es für die Algerier im Befreiungskrieg wurde. Es wird immer gesagt, wir lehnen Gewalt für die Erreichung politischer Ziele ab, aber die Kämpfer gegen die Kolonialherren verurteilt doch auch keiner wegen ihrer Gewalt!

    zu 3.)Aber es scheint zu stimmen, gegen vermummte und feige Gewalttäter hilft nur Gewalt. Ansonsten könnten sie ja selbst mal den Mund aufmachen und sagen, was ihnen nicht passt. Aber davon hab ich noch nie was gehört.

    GG Art. 18: "Wer die Freiheit der Meinungsäußerung, insbesondere die Pressefreiheit, die Lehrfreiheit, die Versammlungsfreiheit, die Vereinigungsfreiheit, das Brief-, Post- und Fernmeldegeheimnis, das Eigentum oder das Asylrecht zum Kampfe gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung [Anm.: d.h. auch gegen den Staat] mißbraucht, verwirkt diese Grundrechte."
    Das "Mund aufmachen" gestaltet sich folglich für Anarchisten und Autonome etwas schwierig.

    zu 4.) Vergess mal nicht, dass die Greenpeace-Boote mit enorm hoher Geschwindigkeit in dem Gewässer unterwegs waren. Wie soll man da noch koordiniert handeln können. Bei dieser Geschwindigkeit ist immer Risiko vorhanden. Das war aber mit Sicherheit den Aktivisten bewusst.

    Du sagst es: "Wie soll man da noch koordiniert handeln können." Eben darum war das Verhalten der Polizei unverantwortlich, weil sie das Leben von friedlichen und harmlosen Aktivisten aufs Spiel gesetzt haben!
  • in: G8, wir werfen die Rechtsstaatlichkeit über Bord

    geschrieben von widar3

    Sicher, karpfen, gibt es immer zwei Seiten, aber in den geposteten Beiträgen wurde überhaupt nicht versucht, die Seite des Schwarzen Blockes zu verstehen.

    1. Der Schwarze Block besteht nicht nur aus hirnlosen Gewaltätern, sondern da laufen auch viele friedliche Leute mit und viele Steinewerfer verfolgen mit ihrer Gewalt ein Ziel: den Sturz der BRD. Und dieses Ziel wird man nicht mit einer Demo und rosa Luftballons erreichen. Ob man das mit Steinewerfen schafft, ist eine ganz andere Frage.

    2. Kommt mir nicht mit den armen Polizisten, die doch nur harmlose Familienväter sind. Unter den Polizisten gibt es wahre Sadisten (das ist nicht die Mehrheit, ich weiß) und was noch viel entscheidener ist: in dem Moment, wo der Polizist bewaffnet und unifomiert den Demonstranten entgegen tritt, ist es nicht eine Privatperson, sondern ein Verteidiger der Staatsgewalt. Genau wie ein Soldat damit rechnen muss, im Kampf zu fallen, muss der Polizist mit erheblichen Verletzungen rechnen. Wenn ihm das nicht passt, hätte er nicht Polizist werden dürfen.

    3. Die Polizei hat sich die Demo über bewusst friedlich und unauffällig gezeigt. Und gerade als die Demo am Auflösen war, tauchen mehrere Hundertschaften auf, plötzlich treten Greiftrupps in Erscheinung, die Demonstranten gezielt verhaften. Die Aktionen wurden mit unerwarteter Gewalt zurückgeschlagen. Aber bei mir kommt da der Verdacht auf, dass Polizei die Lage bewusst zum Ende der Demo eskalieren hat lassen um zu zeigen, dass die Deeskalations-Strategie gegen diese "gewalttätigen Chaoten" nichts bringt.

    4. Bei den Abdrängungsversuchen der Polizeiboote gab es mehrere haarscharfe Situationen, so dass es mich nicht wudnert, dass ein Boot dabei überfahren wurde. Wer so fährt, wie diese Polizeiboote, der hat es bewusst in Kauf genommen, dass es auch passieren kann, dass die Greenpeace-Boote überfahren werden. Natürlich ist Greenpeace rechtlich gesehen im Unrecht, aber da es sich nicht um Top-Terroristen handelte, war die Taktik der Polizei völlig überzogen.
  • in: G8, wir werfen die Rechtsstaatlichkeit über Bord

    geschrieben von widar3

    Ich bin zwar auch nicht unbedingt angetan von so etwas, aber ich befürworte den Protest in dafür vorgesehenen Bahnen.

    Die Frage ist doch nur, ob du "in dafür vorgesehenen Bahnen" überhaupt etwas grundlegend verändern kannst. Wenn dir ein System Protestmöglichkeiten von sich heraus anbietet, dann kannst du dir sicher sein, dass du auf diesem dann zwar protestieren, aber nie grundlegend das System in Frage stellen kannst. Denn sonst wäre das System ja selbstmörderisch.

    Ich würde auch gerne mal über Gewalt beim G8 und den Schwarzen Block diskutieren, denn mich kotzt es an, dass jeder von Bild-Zeitung bis ATTAC ruft: "Diese Chaoten sind ja voll blöde, wir wollen euch nicht haben."
  • in: Geld oder Leben

    geschrieben von widar3

    Ich fand die Aktion super und finde es um so trauriger, dass bis jetzt noch gar kein anderer gepostet hat. Haben sich die Limanesen aus der Politik zurückgezogen?

    Ich find die Leute, die das gemacht haben, bewundernswert, denn ich hätte mich wohl trotz einer ähnlichen Meinung zu so einer provokanten Aktion nicht getraut.
    Mir ist auch schleierhaft, wie sie das trotz strikter Sicherheitsvorkehrungen geschafft haben. Weiß eigentlich jemand, wass mit denen nach Abschluss der Aktion passiert ist?

    Ach ja, die Abgeordneten haben diesen Portestlern sogar recht gegeben: an statt mal auf die Vorwürfe einzugehen, gab es danach nur ein Thema: Wie können wir die Sicherheit des Reichtages verbessern.
    Da kann ich nru noch im Sinne von der Aktion "Geld oder Leben" sagen: es lebe die Scheindemokratie!

    Beitrag geändert: 6.6.2007 14:01:04 von widar3
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    Denn auch wenn alle gleich viel hätten, wer sagt denn, dass mir das gefällt, das mein Nachbar genau soviel hat wie ich. Ich möchte alles für mich und ich möchte das alle krepieren (übertrieben ausgedrückt)

    Das ist nicht meine Meinung, aber es soll leute geben, die so denken!

    Es hätten nicht alle gleich viel, sondern jeder hätte, was er braucht. Das ist zwar etwas utopisch, denn natürlich kann nicht jeder im Sportflitzer durch die Gegend rasen. Aber da wir alle mindestens 10 Jahre die Schule besucht haben und obendrein noch Menschen, also vernunftbegabt sind, wird der Großteil gar keinen Sportflitzer mehr für notwendig halten. Denn primär geht es um schnelle Fortbewegung und den Meisten leuchtet ein, dass man dafür nicht 500 PS unter Haube haben muss, sondern 80 auch schon reichen und dass es vielleicht sogar viel bequemer ist, im ICE zu fahren.
    Ich denke prinzipiell lässt sich immer eine Lösung finden, mit der alle leben können.

    Und nun kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen, warum du, obwohl du alles, was du brauchst, hast, mehr haben willst als der andere. So denkt doch keiner, ich will doch nicht, dass es anderen schlecht geht, sondern dass es mir gut geht.


    skull360 schrieb:
    Das Problem dabei sehe ich aber in der Einstellung der Menschen, die sie nunmal von Geburt an haben. Jeder will der erste sein und alle hinter sich lassen, niemand etwas von seiner Position verlieren. Der Mensch kann im Prinzip nicht sozial sein und genau da ist die Schwachstelle in der Theorie.

    Und genau hier ist der Knackpunkt. Woher willst du wissen, was der Mensch bereits seit seiner Geburt hat und was er erst durch seine Erziehung bekommt?
    Letztlich lässt sich darüber keine sichere Aussage treffen, aber ich möchte gerne mit einem Beispiel unserer nächsten Verwandten aufwarten:

    Die Schimpansen können ziemlich gemein sein, soll heißen brutale, feinsinnige Gewalt, Intrigen, Herrschaftsgelüste usw. Da geht es um Ränge, Territorien - um Macht. Kennen wir alles von Menschen.
    Bonobos hingegen (ebenfalls Menschenaffen) sind äußerst friedlich, es gibt gegenseitige Hilfe, es gibt kein Alphatier, sondern die Frauen herrschen als Gruppe und kommt es mal zu Problemen, werden die Wogen durch Sex geglättet.
    Nun kommt das Interessante, der beürhmte Forscher Frans de Waal sagte, die Bonobos leben in traditionell nahrungsreichen Gebiete, die Schimpansen weniger.

    Ich leite daraus ab, dass es Affen möglich ist, bei ausreichend vorhandener Nahrung friedlich und ohne Herrschaft zusammen zu leben, soll heißen: in Anarchie.
    Warum soll das uns Menschen, die wir doch viele vernunftgegabter, entwickelter sind, nicht möglich sein? Unsere Technologie ermöglicht es theoretisch jeden Erdbewohner mit ausreichend Nahrung zu versorgen.


    Der Arzt hat in Deutschland dafür reichlich Studiengeld abgedrückt und ca. 10 Jahre seines Lebens mit Lernen verbracht, bei nahezu keiner Einahmequelle.
    Aso, wie du schon sagst, der Arzt hat die Wahl ob er Arzt oder Kanalarbeiter wird. Fast jeder kann als Kanalarbeiter arbeiten, aber nur vergleichsweie wenige als Arzt, und dieses Vorrecht haben sie sich erschuftet.
    Gnaz grob kann man das vergleichen mit Eisenerz von geringen Wert und einem spazial Stahl, der Veredelt wurde.

    Der Arzt verdient zwar nichts während des Studiums, aber dafür danach um so mehr. Die Unkosten aus dem Studium hat er damit schon bald wieder raus. Außerdem hat er ja Medizin studiert, weil er sich dafür interessiert, weil es ihm Spaß macht.
    Und was die höhere Intelligenz des Arztes angeht, erstens hat er wahrscheinlich viel bessere Startbedingungen gehabt (Eltern, die ihr Kind fördern und genug Geld haben) im Gegensatz zu meisten Kanalarbeitern. Und selbst wenn der Arzt bei gleichen Bedingungen immer noch klüger ist, hat er doch einfach nur Glück gehabt eine große Portion Kulgheit abbekommen zu haben. Ist man mit Dummheit noch nicht genug gestraft, muss man trotzdem auch noch deutlich wengier verdienen?
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    @i-spacke: Hohe Gehälter verringern das Korruptions-Risiko, schließen es aber nicht aus. Es sind daher auch aus Deutschland Bestechungen von Politikern bekannt, was alles nicht aufgedeckt wird, will ich lieber erst gar nicht wissen.


    Genauso ist es doch auch mit den großen Bossen. Sie haben ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet um dahin zu kommen und endlich bekommen sie ihr wohl verdientes Geld. Das kann man nicht kritisieren. Ich jedenfalls nicht.
    Ich schon.
    Erstmal sind auch die Wirtschaftsführer korrupt (siehe Siemens) und ich halte die exorbitanten Gehälter keinesfalls für gerechtfertigt.
    Mit welcher Berechtigung bekommt ein Kanalarbeiter weniger Geld als ein Arzt und hat obendrein gesellschaftlich deutlich weniger Ansehen? Tut denn der Kanalarbeiter nicht alles in seinen Möglichkeiten stehende um das Leben der Stadtbewohner zu verbessern? Bekämpft er Krankheiten nicht ebenso gut wie ein Arzt?
    Wer mir jetzt widersprechen möchte, mag lieber erstmal 10 Jahre in der Scheiße anderer Leute wühlen und sich dann sein Urteil nochmal überdenken.

    Ja natürlich - der Arzt hat studiert, doch hat er es nicht gern und freiwillig getan? Hat er dafür (in Deutschland) auch nur einen Cent bezahlt? Und hatte der Arzt nicht die Wahl, ob er Kanalarbeiter oder Arzt werden will? Der Kanalarbeiter hatte diese Wahl jedenfalls nicht.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    ronin, ich glaube, stellenweise verstehst du mich falsch.

    Ich bin ja gerade gegen die traditionellen Gewerkschaften wie verdi. Deren durchorganisierte Streiks bei denen die Arbeiter zu Laiendarstellern werden sind einfach lächerlich. Deswegen habe ich ja gerade auf Opel (wilder Streik) und BSH (die Streikenden hätten sich beinah von der Klammer der IG Metall gelöst) hingewiesen.
    Die Repression in den Betrieben gegen Streikende müsste gerade Anlass für einen Generalstreik sein, dem ist aber nicht so - leider.

    Der Studiengebührboykott bei der PH Heidelberg ist nur knapp gescheitert, an drei Karlsruher Unis war er erfolgreich. Mit den Unis ist das eh so'ne Sache: einerseits sehr kämpferisch und aufgeklärt, andererseits sind das die Ausbeuter von morgen.

    Mexiko ist eben kein Einzelfall. Die bürgerliche Presse, die noch nicht mal darüber berichtete, mag das zwar suggerieren, aber wenn du die revolutionäre Presse liest, stößt du auf massenweise weltweiten Protest. Ein paar Meldungen vom Beginn des Jahres 2007:
    Chinesische Gastarbeiter streiken in Rumänien, die polnische Post streikt, wilder Streik im größten israelischen Hafen (Ashdod), Streik bei Harley-Davidson in den USA, Streik pakistanischer Tranportarbeiter (Folge: Tote und Paralyse des öffentlichen Lebens in der Stadt), Streik in ägyptischer Textilfabrik, weitere Streiks in Argentinien, Kanada und auf der ganzen Welt.
    In Bangladesh ist gerade der Teufel los, die Textilarbeiter streiken seit Monaten und bekommen dafür brutalste Repression zu spüren.

    Richtig, die internationale Solidarität fehlt weitgehend, aber das habe ich doch auch beklagt.


    teremy, danke für deinen Beitrag, nur vielleicht hättest du sagen sollen, wen du mit "du" meintest.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    @ronin: Zugegeben, mein Beitrag war etwas pathetisch, doch trotzdem stehe ich dazu.
    Sicher, die deutsche revolutionäre Linke ist sehr klein und zersplittert, doch dessen ungeachtet gelingt es dem einfachen Volk, auch in Deutschland, in Streiks sich manchmal von den Fesseln der Gewerkschaften zu lösen und kämpfersich zu werden. Ich erinnere an Opel (sechs Tage wilder(!) Streik 2004, Nochum), Gate Gourmet (sechs Monate Streik 2005/2006, Düsseldorf), CNH (107 Tage Streik 2006, Berlin) und BSH (zwei Monate Streik 2006, Berlin), zudem die ganze Hartz-IV-Bewegung mit den Montags-Demos. Besonders BSH hatte durch den "Marsch der Solidarität" das Potential eine große Protestbewegung verschiedenster Arbeiter in Deutschland zu werden, die IG Metall konnte das gerade noch verhindern. Außerdem gab es in der letzten Zeit zahlreiche Proteste von Studenten und Schülern.
    Das ist schon allerhand für Deutschland, anderer Industrienationen wie Frankreich sind noch deutlich kämpferischer.

    Wenn uns nun gelänge, die Protestaktionen zu verstärken, sich von den bürokratischen Gewerkschaften zu lösen und eine gemeinsame kämpferische Perspektive zu finden, wäre die Revolution gar nicht mehr so fern, wie man immer glaubt. Aber ich will keine Augenwischerei betreiben, diese Bedingungen zu erfüllen ist äußerst schwierig, aber eben nicht unmöglich.

    Und in weiter entfernten Ländern geht es noch deutlich rebellischer zu, z.B. in den Bundesstaaten Oaxaca und Chiapas in Mexiko, ich weiß nicht, ob du davon gehört hast.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    Du hast dich als Kommunistin klassifiziert, nun, dann wirst du mir ja zustimmen: Das Sein bestimmt das Bewusstsein.
    Daraus folgt, dass unter dem Kapitalismus die Menschen niemals frei von Neid und Habgier sein können, denn die Gier liegt nicht in ihrer Natur bestimmt, sondern wird durch ihr gesellschaftliches Sein verursacht. Du kannst also ewig warten bis die Menschen reif für die Revolution sind, doch dann brauchst du gar keine Revolution mehr, da die Menschen ja schon perfekt sind.

    Wir brauchen folglich keine bewusst sozialen Menschen, sondern die revolutionäre Masse, die gewillt ist, in einem gerechtem und freiem System zu leben. Das soziale Bewusstsein wird dann von selbst entwickeln.


    wie solln sich die leute den deina meinung nach sonst ernähren, nicht jeder kann alles selbst anbau etc. und wenn sie sich gegeseitig plündern, dann wird die menschheit sterben.

    Na wie schon? Jeder hat einen Beruf und fertig. Der Unterscheid ist nur, dass du in den Läden nicht bezahlen musst.

    Darum bin ich der Meinung, dass die Revolutionäre nicht nur die Aufgabe haben eine politische Perspektive aufzuweisen, sondern vielmehr das unterdrückte Volkdaraufvorzubereiten, was nützt der Rebellion ein politischer Weg der nur Chaos bedeutet??oder höchst wahrscheinlich in einem Militärputsch endet und an dessem ende wohlmöglich eine gewaltherrschaft steht???

    Und genau damit es nicht im Chaos oder einer Diktatur endet, weisen die Revolutionäre die politische Perspektive.

    das Volk ist noch nicht zu solch einem schritt bereit, es fügt sich doch sogar den Herrschenden, wie soll ein solches volk in Anarchie leben können??

    Inwiefern fügt sich das Volk? Das Volk rebelliert, überall auf der Welt. Es wehrt sich gegen die Ausbeutung durch kapitalistische Unternehmen und staatliche Willkür. Was fehlt ist internationale Solidarität und eine politische Perspektive. Doch zum Klassenkampf ist das Volk prinzipiell bereit, denn niemand lässt sich gerne dauerhaft ausbeuten.


    Beitrag geaendert: 17.4.2007 13:04:55 von widar3
  • in: welt ohne geld möglich??

    geschrieben von widar3

    Im Prinzip sagen hier alle: "Ohne Geld geht's nicht." bzw. "Ginge schon, aber dann wär's nicht so schön wie heut'."

    Ich sage aber: Eine Welt ohne Geld ist möglich und es ginge den Menschen sogar durchschnittlich besser.

    Warum soll es denn nicht funktionieren? Warum soll ich mir auch nur 100 Cheeseburger bestellen, wenn ich denn auch von 5 satt werde. Das würde den meisten rational denkenden Menschen doch gar nicht einleuchten.
    Und für diejenigen, die meinen, man würde das aus Spaß tun: eine geldlose Gesellschaft ist doch keine liberaler Hampelmann, man würde dir einen Vogel zeigen und schlimmstenfalls bekommst du für solch einen "Scherz" noch nicht mal einen Cheeseburger mehr.

    Eine geldlose Gesellschaft würde natürlich nicht Ware gegen Ware tauschen, denn das wäre kein Fort-, sondern ein Rückschritt. Jeder würde seine Waren im Supermarkt abliefern und jeder nimmt sich mit, was er braucht. Natürlich würde man den Warentransport organisieren, damit immer von allem genug da ist, aber trotzdem basiert das System auf dem Prinzip vom freien Warenaustausch.

    Ihr sagt immer, das wäre nicht mit der Natur des Menschen vereinbar, doch wer weiß denn schon, wie sich sich der Mensch in einer geldlosen Welt verhalten würde? Und wer weiß, was dem Menschen angeboren ist und was ihm erst durch die Gesellschaft anerzogen wurde?
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    @warmerapfelkuchen: Für eine Revolution braucht man nicht ein Volk hochgebildeter Anarchisten, denn die Herrschenden sind die Totengräber ihres eigenen Systems. Durch die immer größer werdende Ausbeutung der Unterdrückten werden diese sich irgendwann auflehnen und die Aufagbe der Revolutionäre ist, der Rebellion eine politsche Perspektive aufzuweisen.

    schattenmagier schrieb:
    Nunja, aber ich bin auch der Meinung, dass die Abschaffung des Geldes einiges lösen würde... so käme der Tauschhandel mit Waren wieder in Mode (ist ja klar^^) und vor allem hat Geld ja auhc in vielen Ländern anderen und sich verändernden Wert.

    Obwohl es der falsche Thread ist (den passenden Thread gibt es bereits: "Welt ohne Geld möglich??"), eine kurze Anmerkung: in der Anarchie gibt es weder Geld noch Tauschhandel.
  • in: Obama oda Clinton ????

    geschrieben von widar3

    Erstmal fehlt mir bei der Umfrage eine Auswahlmöglichkeit: "Total egal". Denn mir geht das so am Popo vorbei, wer der nächste US-Präsident wird, denn an der grundlegenden amerikanischen Außenpolitik wird sich nichts ändern und deren Innenpolitik kann mir als Deutscher herzlich egal sein. Und radikale Wendungen sidn sowieso nicht zu erwarten.

    Außerdem ist Obama kein Schwarzer aus einem Vorortslum, sondern ein Mulatte, der den Großteil seiner Kindheit in Indonesien und Hawaii verbracht hat.

    Ich kenne z.B jemanden der sich voll schämt, dass er Amerikaner ist und Bush als Präsidenten hat.

    Lol, ich würde mich nie für Merkel schämen, da könnten die Engländer sogar noch Nacktfotos rauskramen. Denn schließlich habe ich sie auch nicht gewählt. Genauso wenig, wie ich unsere Regierung gewählt habe.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    @teufelswerk: Deiner Aufforderung nach Berichtigung will ich gerne nachkommen.

    Grundlegend hast du zwar recht, aber ich würde jetzt nicht spekulieren, was in 150 Jahren sein wird. Denn solche Prognosen treffen selten zu und außerdem leben wir hier alle im jetzt und werden in 150 Jahren wohl nicht mehr leben, so viel prognostiziere ich dann noch.


    ich denk einfach, das es an der zeit ist ´das geld abzuschaffen um den Menschen, denen es nicht gut geht das Leben zu vereinfachen.

    Man kann nicht einfach das Geld abschaffen, da wir momentan gar nicht die Möglichkeiten dazu haben. Erst müssen bestimmte Voraussetzungen erreicht sein, über die sich Anarchisten und Kommunisten noch streiten, doch die meisten werden wohl übereinstimmen, dass wir erst eine große Unterstützerschaft brauchen, die die Revolution trägt. Und die sehe ich momentan nun gerade nicht.

    Ich kapiereinfach zu viele Zzusammenhänge nicht, mit entscheidungen, die die bundesregierung absegnet, in dem Wissen, das es der breiten bevölkerung nicht besser gehen wird...

    Dazu kannst du ja dann einen Thread aufmachen, aber grundlegend denke ich treiben die Politiker zu unterschiedlich großen Anteilen zwei Antriebe: der Wille, die Situation echt zu verbessern und der eigene Machterhalt, woraus der allgemeine Machterhalt der herrschenden Klasse resultiert.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    sesch schrieb:
    'Doch wenn alle das bekommen, was sie brauchen,[...]'
    Ich bin mir jedoch sicher, dass nicht jeder das bekommt, was er braucht!
    Aber woher sollen sie denn das bekommen, was sie brauchen? Das fällt ja auch nicht vom Himmel runter... Und ich bin mir sicher, dass wenn man mal in einem Land die Anarchie nur testen würde, dann würde das in Chaos enden, weil die Menschen das einfach nicht gebacken bekommen würden und dieses anarchistische Land auch viele Leute mit schlechten Hintergedanken anzieht.

    Na wo sollen die Waren wohl schon herkommen, natürlich von da, wo sie heute auch herkommen: aus der Produktion. Die Menschen werden genau wie heute arbeiten gehen, nur nicht so lange und nicht so hart. Das mag paradox klingen, doch ich möchte das mal verdeutlichen.

    Weltweit gibt es weit über 100 Millionen Arbeitslose und gleichzeitig malochen andere Millionen von früh bis spät tagein tagaus. Wenn alle arbeiten würden, würde die Arbeitszeit für den Einzelnen deutlich sinken.
    Außerdem werden weltweit Produkte vernichtet, mit dem, was Wien an Nahrungsmitteln vernichtet, könnte ganz Graz (ca. 250.000 Einwohner) ernährt werden. In technischen Produkten wird künstlicher Verschleiß eingebaut damit die Konsumenten häufiger Neuware kaufen.
    Kriege verschlingen Unmengen an Produkten und Menschenleben (->Arbeitskräfte).

    In der Anarchie gebe es dieses alles nicht und es würde damit für die meisten ein besseres Leben ermöglichen.

    Jeder könnte die Arbeit ausführen, die er möchte. Dabei spielen persönliche Vorlieben eine Hauptrolle (man arbeitet natürlich besser, wenn einem die Arbeit gefällt). Trotzdem gibt es Arbeiten, die wenig Spaß machen, aber wenn keiner die Kanäle reinigen möchte, werden alle froh sein, wenn sich jemand bereit erklärt. Damit wird der Job des Kanalreinigers zu einem gesellschaftlich höchst angesehen Job. Dagegen ist heute der Job mit dem höchsten Gehalt am angesehensten, dass heißt der Doktor der Germanistik ist angesehener als der Kanalreiniger.
    Außerdem kann man Arbeiten rotieren lassen, z.B. dass jeder Professor einmal in der Woche als Putze arbeitet, da evtl. keiner dauerhaft nur putzen will.


    fcr schrieb:
    Ich denke nicht, denn man kann nie genug haben. Auch wenn du noch soviel hast, dann gibt es immer noch etwas, was du haben willst.

    Und genau deshalb gibt es auch in der Anarchie Fortschritt und Wissenschaft. Damit man den Menschen ein immer angenehmeres Leben ermöglichen kann. Der Unterschied zu heute ist nur, dass dieser Fortschritt allen und nicht nur den Reichen zugänglich wird.

    Aber da viele leider nur soviel tuen wie sie müssen, würde Anarchie genauso wenig funktionieren wie Kommunismus (nämlich gar nicht).

    Genau, jeder wird so viel tun, wie er muss. Allerdings zwingt ihn kein Gesetz oder der Geldbeutel, sondern die Umstände. Nur wenn alle Hand in Hand zusammenarbeiten, wird es gesellschaftlichen Wohlstand geben.

    Zudem gibt es einfach Menschen, die anderen aus Spaß schaden wollen - da kann man nichts machen.

    Warum sollte man denn so asozial sein? Zumal solche Leute von den anderen Menschen Missachtung ernten würden. Dann macht das auch keinen Spaß mehr.
  • in: Anarchie

    geschrieben von widar3

    Anarchie ist toll.

    Aber gut, lieber sesch. Das ist nicht böse gemeint, aber hast über den Anarchismus schon mehr als ein paar Wikipedia-Einträge gelesen?

    Die kleinen Mädchen mit den Anarchie-Buttons haben selten eine Ahnung von Anarchie, das stimmt. Aber wir waren ja alle mal mehr oder wengier pubertär.

    Zu den Punks:
    Ich kenne zu wenige Punks um urteilen zu können, wie Punks im Allgemeinen denken. Bei einem bin ich aber sicher, nämlich dass es einige Punks gibt, die anarchistisch denken. Ihr Ansatz ist folgender:
    Sie lehnen diese autoritäre Gesellschaft total ab. Da sie aber momentan keine Möglichkeit für eine anarchistische Revolution sehen, ziehen sie sich in den stillen Protest zurück und leben auf der Straße von den Gaben der anderen. Ich halte das zwar weder für angenehmen noch für sinnvoll, aber ich respektiere diesen Ansatz und bewundere solche Konsequenz von politischen Punks.

    Zum eigentlichen Knackpunkt:
    Es ist absolut nicht vorstellbar, dass Menschen friedlich nebeneinander wohnen und dass ganz ohne Rechte, Gesetze

    Ich kann mir das wunderbar vorstellen. Warum gibt es denn Kriminalität? Weil viele Menschen nicht genug haben oder durch das System gezwungen werden, noch mehr zu scheffeln. Doch wenn alle das bekommen, was sie brauchen, warum sollte ich dann dir noch die Rübe einschlagen und dich ausrauben? Dafür habe ich doch gar keinen Grund und im schlimmsten Fall haust du sogar noch zurück.
  • in: demokratie

    geschrieben von widar3

    Ich lese hier häufig: "x,y,z funktioniert ja eh nicht, also bleibt ja nur die Demokratie." Funktionieren kann erst mal vieles, die Frage ist, ob es gut ist.
    Diktatur und Monarchie funktionieren bis heute, werden aber von vielen nicht als gerecht empfunden.
    Die Demokratie von heute funktioniert auch, ist aber für mich keinesfalls eine Volksherrschaft und somit empfinde ich unsere Staatsform nicht als das beste System.
    Ich stelle nun die Behauptung auf, dass Kommunismus und Anarchismus funktionieren (wobei ich besonders bei der Anarchie noch ein paar Zweifel habe).

    Der Kommunismus war nach der Oktoberrevolution 1917 in Russland zum Greifen nahe, scheiterte aber durch die ökonomische Rückständigkeit und auch durch den Widerstand der ehemaligen Machthaber, die mit allen Mitteln von den westlichen Ländern unterstützt wurden. Nachdem sich die russische Rätedemokratie Anfang der 20er in eine Diktatur der Parteibürokratie wandelte, war das "kommunistische Experiment" gescheitert und (fast) alle "kommunistischen" Nachfolgenstaaten waren genauso wenig kommunistisch wie die Sowjetunion.
    Es sei aber noch auf die Kibbutzim in Israel verwiesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Kibbutz

    Der Anarchismus hatte es noch schwieriger, anarchistische Versuche waren häufig unter Kriegssituationen zu Stande gekommen (Spanischer Bürgerkrieg, Machnobewegung). Doch näheres dazu sollte im neuen Anarchie-Thread diskutiert werden, hier ging es ja auch um Demokratie.


    @ibes-solutions: Wenn durch Wahlen oder Demos die Machthaber wechseln würden, so würde sich trotzdem kaum ein Problem lösen. Politiker bauen ja nicht mit Absicht Scheiße, weil sie hinterhältige schlechte Menschen wären. Es ist eher so, dass das Amt dich schneller verändert, als du das Amt verändern kannst.

    @plop: Deine Argumentation kann ich nicht ganz nachvollziehen. Warum sollten sich bei einer kommunistischen Revolution die Stalinisten durchsetzen?

    Ach ja und zum Thema: '4 Millionen Arbeitslose, immer größer werdende Unterschiede zwischen Arm und Reich (Lohnkürzungen für normale Arbeitende bei Gehaltserhöhungen für Führungspersonal)':

    Es ist einfach das alles auf die Politik zu schieben, vor allem beim Thema Arbeitslosigkeit. Klar ist da das Schulsystem mit Schuld aber auch zum Teil an den Arbeitslosen selbst

    Die angesprochenen Punkte gehen weniger auf die Kappe der Politiker, verantwortlich sidn die Unternehmen. Doch die Unternehmen haben kaum Alternativen, da sie unter dem Druck der Konkurrenz immer höhere Gewinne erzielen müssen. Daher werfe ich den Politikern vor, dass sie dieses System nach allen Kräften unterstützen.

    Das man Abegeordnete wieder abwählen kann halte ich auch für wenig sinnvoll, denn ich würde mich nicht immer auf das allgemeine Volk verlassen, und nur weil die Mehrheit für etwas ist, heißt das nicht, dass das dann auch richtig ist.

    Ach, und was ist denn richtig? Für dich ist die Demokratie richtig, für mich ist der Anarchokommunismus richtig. Und was ist nun wirklich richtig?
    Es gibt kein objektives "richtig", jedes "richtig" ist individuell. Insofern sollte nur das richtig sein, was die Mehrheit für richtig hält, da die Mehrheit es für richtig hält, wenn die Mehrheit an statt einer auserwählten Minderheit entscheidet. (Eine richtige Tautologie.) Aber die Minderheit behauptet dann, dass die Mehrheit nicht fähig ist, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Dabei gibt es gar kein richtig. Und nach 12mal "richtig" bin ich jetzt auch richtig fertig und andy findet das "richtig geil".
  • in: demokratie

    geschrieben von widar3

    Was geht denn hier zu Lande so vor sich? Ich kann eigentlich nichts besonders schlimmes erkennen, bis auf das, dass es immer Arbeitslose, etc. geben wird. Aber sonst sehe ich keine übermäßige Gewalt, zu viel Armut, Hungersnot, oder sonst etwas Extremes, und das wird es in der Form auch nicht geben, solange es keinen Fremdeinfluss wie Krieg geben wird.

    4 Millionen Arbeitslose, immer größer werdende Unterschiede zwischen Arm und Reich (Lohnkürzungen für normale Arbeitende bei Gehaltserhöhungen für Führungspersonal) und eine Politikerkaste, die keine Rücksicht auf die Interessen des Volkes nimmt, sondern die eigenen Ideen durchdrückt. Ich denke, das ist Grund genug für Unzufriedenheit.

    Welche Staatsform sollte man denn sonst verwenden?

    Rätedemokratie in politischer Sicht und allgemein die Umwandlung des Systems zur Anarchie (bzw. Kommunismus).

    Was ist also so schlecht daran?

    Die Abgeordneten sind nicht dem Willen ihrer Wähler, sondern allein ihrem Gewissen verpflichtet. Deswegen bevorzuge ich das imperative Mandat, das heißt die Wähler können ihren Abgeordneten jederzeit wieder abberufen. Das macht vor allem im Verbund mit der Rätedemokratie Sinn, da dort ein Abgeordneter nicht Tausende, sondern 10-20 Wähler vertritt und so die Abberufung leicht organisiert werden kann.
    Durch das heutige System haben viele Menschen nicht mehr das Gefühl, von ihrem Abgeordneten gut vertreten zu werden.
  • in: Bundeswehr im Kongo

    geschrieben von widar3

    Kanzlerin Merkel will 500 Bundeswehr­soldaten in den Kongo schicken; Nach UNO-Schätzungen werden dort täglich 1.000 Menschen Opfer von Gewalttaten.

    Endlich! Das wurde allerhöchste Zeit. Dem täglichen Völkermord muß ein Ende bereitet werden. Der Deutsche Soldat ist hervorragend ausgebildet und die Bundeswehr an sich für soetwas bereit. Wir müssen endlich Verantwortung übernehmen.

    Der Einsatz im Kongo ging offiziell vom 31. Juli bis zum 30. November 2006. Es wurden bis zu 780 Soldaten entsandt und der Abschluss sollte bis zum 22. Dezember erfolgen.
    Dieser Einsatz hat den Kongolesen keineswegs geholfen, die meisten Soldaten waren in Gabun stationiert bzw. in der Hauptstadt Kinshasa und haben nur die Wahl des Despoten Kabila geschützt. Kein einziger deutscher Soldat war in Reichweite der Unruhegebiete und Völkermorde.

    Falls du von einem neuen Kongoeinsatz redest, dann solltest du deine Quelle mal angeben, denn darüber weiß ich nichts und habe auch nichts gefunden.
  • in: 1 firma regiert die welt!

    geschrieben von widar3

    Es wird keine einzige Weltfirma geben oder glaubt ihr die Beamten vom Bundeskartellamt trinken den ganzen Tag nur Kaffee. Denn Monopole und Kartelle durch Firmenübernahmen zu verhindern, ist gerade die Aufgabe des Bundeskartellamtes, weil Monopole für die Konsumenten von enormen Nachteil sind. Schließlich kann ein Monopolist die Preise extrem in die Höhe treiben.

    Was die eingangs genannten Zahlen belegen, ist, dass zukünftig weniger Unternehmen den Markt beherrschen werden und die Verbindungen zwischen den Firmen immer undurchsichtiger werden und man kaum noch weiß, welche Firma wo überall beteiligt ist.

    Und falls das Bundeskartellamt sich doch schlafen legt, kann sich immernoch die Bevölkerung gegen die Weltfirma wehren. Denn was produziert eine Firma noch, wenn all ihre Mitarbeiter streiken?


    darklancer23 schrieb:
    die USA kontrolliert uns irgendwann komplett! das sind so kleine dinge die nen weltkriegauslösen könnten(als anlass dienen könnten)
    das macht mir irgendwie angst!!! ich will nicht gerne in einer welt leben die von konzernen kontrolliert wird! das artet dann alles so aus wie in Matrix!!!!

    Bis jetzt wurde noch kein Weltkrieg durch ein Privatunternehmen ausgelöst. Und die USA hat zwar viel Einfluss, doch auch sie werden kontrolliert und sind abhängig. Denn die USA haben einen großen Importüberschuss (sie kaufen mehr, als sie wieder verkaufen). Das bedeutet dass sie in Europa, aber vor allem in Asien auf Pump einkaufen. Wenn die Asiaten irgendwann aussteigen und keine neue Anleihen annehmen, sondern die alten Schulden bezahlt haben wollen, dann hätten die Amerikaner ein enormes Problem und wir hätten eine Weltwirtschaftskrise, von der der Exportweltmeister Deutschland besonders stark betroffen wäre.
    Es ist also doch ein wenig komplizierter, die Amerikaner herrschen nicht uneingeschränkt, sondern bauen ihre Herrschaft auf einem rumorenden Vulkan.


    Ohne Konkurenz keine Nachfrage. Ohne Nachfrage Konsukrückgang.

    Nein, ohne Konkurrenz kein Wettbewerb. Ohne Wettbewerb höhere Preise. Durch höhere Preise kann die Nachfrage zurückgehen, muss aber nicht.

    hotncooler schrieb:
    tja... im kleinen sichtbaren für uns: guck dir mal in den letzten an wie sich das sortiment eines supermarktes verändert hat
    aldi - zb. hat viele konkurrenten beseitigt- weil günstiger

    Wen hat Aldi denn verdrängt? Wie viele Supermarktketten sind durch Aldi Pleite gegangen?
    Sicher, Aldi hat die anderen durch seine Stärke in Bedrängnis gebracht, aber gerade bei den Supermärkten haben wir mehrere sich bekämpfende Ketten. Von diesem Preiskampf profitieren die Konsumenten, Lebensmittel waren selten so billig.
  • in: demokratie

    geschrieben von widar3

    Nein, ich finde es wunderbar, wenn viele Leute so denken. Das bedeutet nämlich, dass die Menschen erkennen, dass in unserer "Demokratie" das Volk keineswegs im Besitz der Macht ist und sie deswegen zu Recht an diesem System zweifeln.
    Solche Ergebnisse erscheinen mir als Hoffnungsschimmer, auf dass eine neue Revolution komme.
  • in: jugendliche nur papageien?

    geschrieben von widar3

    Natürlich ist fast alles, was wir haben, machen, denken kopiert. Doch kreative Menschen (das kann bzw. ist grundsätzlich jeder sein) erschaffen echt Neues und falls das mündlich oder schriftlich überliefert wird, ist dieses Neue ein winziger Beitrag zur Entwicklung der Menschheit.
    Aber es ist doch nichts schlechtes daran, denn wenn jeder alles neu erschaffen müsste, käme die Menschheit doch nicht vorwärts. Alle höheren Tiere praktizieren Erziehung und meistens bedeutet das, dass die Kinder den Erwachsenen etwas "abgucken".

    Das bedeutet aber nicht, dass Kritik und Zweifel an den Erkenntnissen älterer Generationen unangebracht ist.
    Und das soll auch nicht bedeuten, dass ich es gutfinde, wenn man sich der Masse unkritisch anpasst. Ganz speziell störe ich mich an den "Alternativen", die sich für so individuell und kreativ halten, für mich aber nur eine uniforme Masse sind.

    Man sollte einen Mittelweg finden. Bis zu einem bestimmten Alter hat man keine Wahl und wenn man dann bewusster wird, sollte man das, was man nach kritischer Überprüfung befürwortet, annehmen, aber auch bestrebt sein, kreativ zu sein.
  • in: [Studie]Jeder vierte Deutsche ist ausländerfeindlich

    geschrieben von widar3

    Antisemitismus
    Mein Erklärungsansatz wäre, dass Westdeutschland christlicher ist, woraus der Antisemitismus resultiert. Schließlich knüpft der Nationalsozialismus an die antijüdische Kirchenpolitik im mittelalterlichen Europa an.
    In Ostdeutschland wurden Religionen nicht gefördert, sondern es wurde eher eine Religionskritik in der Schule geübt. Deshalb kommen nur wenige Ostdeutsche auf die abwegige Idee, menschliche Eigenschaften würden nur aus ihrer Religion resultieren.

    Idealisierung der NS-Herrschaft
    Während im Westen die Entnazifizierung schnell abgebrochen wurde, wurde im Osten rigoros und sogar übertrieben entnazifiziert. Danach wurde der Antifaschismus zum Teil der DDR-Ideologie, z.B. wurde die Mauer 16 Jahre nach Kriegsende als "antifaschistischer Schutzwall" betitelt. Dieser Antifaschismus überdauerte weitgehend die Wende, wogegen im Westen rechte Parteien, wie die CDU gemäßigte Rechtsextreme in den Politikbetrieb integrierten.

    Ausländerfeindlichkeit
    Hier ist der Anteil im Osten viel weiter oben, da ab der Wende die Arbeitslosigkeit stark anstieg. Die Öffnung der Grenzen wurde vom gemeinen Volk als eine Ursache angesehen. Dazu kommt die hohe Unzufriedenheit und da man die wahre Ursache nicht erkennen kann, sucht man sich eine andere: die Ausländer.
    Im Westen gab es keinen krassen Wandel und die Arbeitslosigkeit ist geringer, weshalb auch der Anteil an Ausländerfeindlichkeit niedriger ist.

    Wahlerfolge der NPD
    Die Erfolge bauen natürlich auf den oben beschrieben Phänomenen auf. Ich würde z.B. behaupten, dass bei Vollbeschäftigung die NPD deutlich schlechtere Ergebnisse hätte. Extreme Parteien kommen nun mal mit extremen Situationen Hand in Hand daher. Aus diesem Grund hat ein NPD-Verbot keinen Sinn, da die NPD nur Gradmesser des Rechtsextremismus ist, aber nicht die Ursache. Nur bessere äußere Umstände und bessere Bildung würden den Rechtsextremismus einschränken.


    teremy schrieb:
    Diktatur kann auch eine gute Staatsform sein, nur die Vergangenheit zeigt uns leider nur das Gegenteil.

    Nach meiner Meinung ist jedes auf Autorität aufbauende System (sprich: Herrschaft) schlecht und die Diktatur ist die schlimmste Herrschaftsform, da das Volk der Willkür einer winzigen Elite ausgesetzt ist und nicht die Möglichkeit hat, innerhalb des Systems etwas an ihrem Zustand zu ändern. Unsere Wahlen ändern auch nicht viel. Aber wir in Berlin bekommen z.B. jetzt keine Studiengebühren, da die PDS mitregiert. Hätten weniger Menschen die PDS gewählt, wären wohl Studiengebühren gekommen und somit hatte man indirekt die Möglichkeit, über Studiengebühren zu entscheiden. Wenn ein Diktator sagt, es gibt jetzt Studiengebühren, dann ist das so. Punkt, Aus.
    @milchreis: Dein Tyrannis-Beispiel ändert daran auch nichts. Inwiefern ist denn die Tyrannis besser als andere Diktaturen?

    Ich selber muss sagen, dass ich grundsätzlich nichts gegen Ausländer habe. Aber ich kenne keinen Türken, der richtig deutsch sprechen kann und sowieso keinen vernünftigen Türken. Nen Freund von mir wurde grundlos von nem Türken angemacht und sowas kommt nicht selten vor. Es mag sein, dass es bei euch anders ist, aber die Türken die ich kenne sind nunmal so. Deswegen habe ich schon eine gewisse Abneigung gegen Türken. Ich beziehe mich da schließlich auf einen Großteil! Außerdem ist es ja auch schon erschreckend wenn ich von Türken schon höre, dass sie Deutschland irgendwann regieren werden.

    Aber die Türken sind doch nicht ein Problem, eben weil sie Türken sind. Die Ursache ist doch vielmehr die Ghettoisierung und mangelnde Integration. Daran sind die Türken aber nur teilweise schuld, sondern hauptsächlich die Deutschen und besonders der deutsche Staat.

    Naja und dass Ausländer uns Arbeitsplätze wegnehmen stimmt teils auch, weil sie billiger arbeiten, die haben schließlich ganz andere Lebensumstände.

    Die wenigsten ausländischen Arbeiter arbeiten hier und fahren dann zu ihren Familien zurück nach Polen. Die meisten leben hier, das heißt sie und ihre Familien konsumieren hier und steigern damit das Wirtschaftswachstum. Damit nimmt ein Türke dir genauso wenig einen Arbeitsplatz weg wie dein deutscher Nachbar.
    Das Problem ist auch hier viel mehr das System, welches überhaupt erst Arbeitslosigkeit zulässt. Es geht nämlich auch anders mit Arbeit für alle.


    Natürlich ist ein Zuwachs bei den Rechtsextremen erschreckend. Dennoch muss man sagen, dass Randale und Verwüstungen wie z.B. bei den Chaostagen im Mai meist von der Linksextremen ausgeht, was mindestens genauso assozial ist wie rechte Gewalt und Ausländerfeindlichkeit.

    Also ich finde Gewalt gegenüber friedfertigen und unschuldigen Menschen schlimmer als Gewalt gegen Sachen. Zumal, wenn sie die Revolution als Perspektive hat.
    Aber ansonsten stimm ich dir voll zu, dass die große Parteien einfach keine Alternativen mehr bieten, woraus auch der rechte Wahlerfolg resultiert.
  • in: [Politik]Japans Weg zur Wirtschaftsgroßmacht

    geschrieben von widar3

    Für den Weg zur Wirtschaftsgroßmacht ist doch eh vor allem die Nachkriegszeit interessant, die ja schon bearbeitet hast.
    Ab 1992 begann eine Rezessionsphase, die immer noch nicht vorbei ist. Zu dieser Phase habe ich auch noch ein paar Informationen, aber ich frag mich, inwiefern das für deine Fragestellung überhaupt relevant ist.
  • in: Bundeswehr in den Libanon?

    geschrieben von widar3

    zu erstens: ja, ich glaube, dass Soldaten mit einem robusten Mandat deutlich mehr erreichen können. Denn wenn ich weiß, dass ein Soldat mich eh nicht aufhalten kann, so werde ich mein Verhalten wohl auch nicht ändern. Wenn ich mir aber weiß, dass er mich notfalls auch mit Gewalt stoppen kann, so werde ich mir schon mehr Gedanken machen. Damit wird die Arbeit, derer die Unruhe stiften wollen, auf jeden Fall deutlich erschwert.

    In erster Linie hat die Hisboolah wohl vor der israelischen Armee angst (wenn sie überhaupt angst hat...). Der Faktor, ob die Bundeswehr da nun mit robusten oder "unrobusten" Mandat vor der Küste kreuzt, wird die Angst der Hisbollah kaum vergrößern.

    Naja, also zu sagen, dass wir meist mittendrin stehen, halte ich f?r ?bertrieben. Es stimmt, dass wir uns in letzter Zeit immer ?fter bereit erkl?ren, mitzuhelfen. Andererseits muss man auch sagen, dass wir eigentlich nur in Afghanistan und im Kosovo wirklich mit nennenswerten Kontingenten dabei sind. Dennoch kann man nicht sagen, dass Deutschland hier eines der sehr aktiven L?nder sei.

    1. Siehe Karte.
    2. Nach eigenen Angaben ist die Bundeswehr was Auslandseinsätze angeht am Rande ihrer Kapazitäten. Da die BW nicht gerade eine kleine oder schlecht ausgerüstete Armee ist, zeigt das ja schon, wie rege sich die BW an Auslandseinsätzen beteiligt.
  • in: Der 3.Weltkrieg !?

    geschrieben von widar3

    Ich halte es für absolut übertrieben bei jedem Konflikt gleich über "3. Weltkrieg" und "Super-GAU" (das Wort an sich ist schon Schwachsinn) zu orakeln.

    Aber sollte Nordkorea sich nicht durch die Sanktionen beeinflussen lassen droht doch ein Zusammensturz der gesamten Weltordnung. Weder die EU noch die UN hätten irgendwelchen Einfluss auf folgende Ereignisse!

    Keine Angst, die Amerikaner werden dafür sorgen, dass die Weltordnung nicht zusammenbricht.

    Wenn Nordkorea ohne Probleme ihre Test weiterführt wird auch der Iran sagen: Dann kann uns ja auch nichts passieren.

    Wenn die Iraner das sagen würden, würden sie die gesamte Lage verkennen. Denn wenn der Iran zu weit geht, werden die Amerikaner sofort einrücken. Denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen Nordkorea und Iran. Welcher könnte das nur sein...
    Im übrigen sind die Amis eh schon vor Ort und Iran ist praktisch in der Zange zwischen den besetzten Ländern Afghanistan und Irak. Und schließlich lässt sich ein Krieg gegen den Iran auch viel besser vermarkten: Antikommunismus ist out, Islamismus ist das Damoklesschwert von heute.


    Nordkorea hat die viertgrößte(!) Armee der Welt und derren Autobahnen sind nicht 6 sondern 12-spurig,

    Ich zweifel das mal an, da das wichtigste Transportmittel dort die Eisenbahn ist und private Personen eher selten Autos besitzen. Und für ein paar Panzer braucht man nicht 12 Spuren. Hast du Quellen?

    Unvernünftig da Nord Korea nicht nur die Viergrösste, sondern laut 'The Economist' auch das größte biologische, chemische Waffenarsenal hat.

    Ich glaube nicht, dass der "Economist" auch nur den Hauch einer Ahnung davon hat, was in den Militärbasen der USA alles so lagert. Insofern ist auch diese Behauptung zweifelhaft.

    Nordkorea hat eine sehr veraltete Armee, bestehend aus UDSSR Restbeständen und einen Militärbudget für das man sich nicht mehr kaufen kann.

    Sicher, die Koreanische Volksarmee ist nicht besonders gut ausgerüstet, aber da warten über 1 Mio. Soldaten (Veteranen im Hinterland nicht mitgerechnet), die bestens mit der Umgebung dort vertraut sind und viele von ihnen sind auch bereit, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen. Bomben abschmeißen mag ja noch gehen, aber ich glaube nicht, das irgendwer in so ein militarisiertes Land gerne einmarschieren möchte. Ich erinner nur an den Vietnam-Krieg, den die USA auch gegen eine technisch vollkommen unterlegene Armee(wenn man es überhaupt so nennen kann) verloren hat.


    Ich sehe da leider wenig Chancen derartige Folgen zu umgehen oder wie denkt ihr sieht die Zukunft aus?

    Es wir so bald keinen 3. Weltkrieg geben, da ich nicht wüsste, zwischen wem! Aber wenn es einen geben sollte, werden die USA beteiligt sein.
    Doch die meisten Länder sind entweder mit den USA verbündet oder viel zu schwach. Als potentielle Kandidaten werden aus Tradition gerne Russland und China gehandelt, doch die beiden wollen viel lieber am globalen Kapitalismus teilhaben und sind an einem Krieg in keinster Weise interessiert. China praktiziert sogar den Kapitalismus der Zukunft, da können sogar die Westmächte noch was lernen: unter schlechstesten Bedingungen werden die Arbeiter aufs Brutalste ausgenutzt und gleichzeitig gibt es fast überhaupt keinen Widerstand dagegen.
    Keine Frage, die nächsten Jahre werden genauso blutig werden wie die letzten Jahre, aber halt nicht blutiger. (Langfristig kommt aber noch einiges auf uns zu, da sich die Konfliktherde verdichten.)
  • in: Synonym f?r "untere Schicht"

    geschrieben von widar3

    Es kommen immer wieder Euphemismen f?r die "untere Schicht" auf.
    Daher ist es auch schwierig herauszufinden, welchen du meinst.

    Ein Beispiel w?re "bildungsferne Schicht".
  • in: Verbot der NPD???

    geschrieben von widar3

    ad1.: Ich pers?nlich w?rde z.B. die CSU als rechte Partei bezeichnen, wobei man keinen vergleich zur NPD ziehen kann, klar. Es ist halt auslegungs- und definitionssache wo rechtsRADIKALISMUS anf?ngt. Und es kommt ja keiner auf die idee die csu zu verbieten

    Klar, die CSU ist nicht gleich der NPD, aber ich finde die Politik der CSU auch nicht gesund.
    Ich k?nnte das auch begr?nden, aber dann w?rden wir vom Thema in eine der schon ?fters gef?hrten Kapitalismusdebatten abdriften.

    destatis.de w?rd ich mir mal merken, so ganz allgemein. Hilft manchmal unheimlich weiter.

    Meine Zahlen waren auch vom Statistischen Bundesamt (destatis.de), aber danke f?r die aktuellen Zahlen. Da sieht man, dass der Anteil ausl?ndischer Straftaten in den letzten Jahren nochmals gesunken ist.
  • in: Nationale Stromversorgung verstaatlichen?

    geschrieben von widar3

    @phattek: Es handelt sich aber um ein Oligopol, da ?ber 90 % der Versorgung von nur vier Anbietern besorgt werden. Und ein Oligopol ist fast so schlimm wie ein Monopol.

    @bettcrew: Es wundert mich, dass du solche Fragen aufwirfst. Meinst du nicht, dass wir einen grundlegenden Systemwechsel brauchen und nicht ein paar Sch?nheitskorrekturen in Einzelfragen? Oder bist du jetzt ein Sozialdemokrat (im Sinne der Weimarer Republik) geworden?
  • in: Verbot der NPD???

    geschrieben von widar3

    Ich habe nichts gegen eine Gesunde rechte einstellung.

    "Gesund" und "rechts" - schlie?t sich das nicht schon aus?

    Ich weiss nicht wie Krass es in anderen St?dten zugeht, aber vor einiger Zeit (vor 2 Jahren glaub ich) war hier ne Rechtsradikalendemo, wo ?ber 1200 Polizisten aus Baden-W?rtenberg extra angereist kamen.
    Und ich wurde eine Zeit lang auch von einigen Leuten gejagt. Meistens hatte ich sogar Angst, aus dme Haus zu gehen. od diese waren keine Rechten, sondern Polen, Equadorianer, und n Deutscher. W?hre ich ein wenig d?mmer, w?hre ich jetzt ein Nazi, da ich denken w?rde "diese shceiss Ausl?nder, das die mir immer die Fresse polieren. Die m?ssten raus aus Deutschland". Tue ich aber nicht, da ich weiss, das es nicht von der Herkunft, sondern von der Erziehung udn von den sozialen einfl?ssen kommt.

    Was ist das denn f?r eine verquere Darstellung?
    Ich fasse zusammen: Bei euch war ne Rechtsradikalendemo und dabei wurdest du von Polen, Ecuadorianern und einem Deutschen gejagt. Du da aber meinst, kl?ger als Rechte zu seien, bist du nach diesem Vorfall trotzdem selbst nicht rechts geworden.
    H?? Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.

    Aber die Ausl?nder geben denn Rassisten N?hrboden mit Fakten. Laut meinen Anwalt werden ?ber 60% aller Straftaten von Ausl?ndern begangen.
    Doch ich gebe nicht nur dne ausl?ndern die Schuld, sondern dem Deutschen Staat auch. Falsche Intregrationspolitik, "Aussetzen" der Einwanderer in Einwanderer-Viertel e.t.c.

    Ist dein "Anwalt" Mitglied in der NPD oder wie kommt der auf so verr?ckte Zahlen?
    Auf die Schnelle habe ich nur alte Zahlen von 1997 gefunden. 1997 wurden 26,9 % aller Straftaten von Ausl?ndern ver?bt, wobei davon 12-13% gegen das Ausl?nder- bzw. das Asylverfahrensgesetz verstie?en, dies sind also keine "klassischen" Straftaten, sprich Deutschen kann sowas in Deutschland nat?rlich nicht passieren.
    Ich glaube nicht, dass der Anteil ausl?ndischer Straftaten in 8 Jahren von 25 % auf 60 % gestiegen ist, zumal beispielsweise von 1996 auf 1997 der Anteil ausl?ndischer Straftaten sogar zur?ckgegangen ist.
  • in: Verbot der NPD???

    geschrieben von widar3

    heist auf deutsch, wenn die Deutschen B?rger in dieser Demokratischen Diktatur einen neuen Fhrer wollen, ist das in oirdnung. wenn die ganze sche**** wieder losgeht mit antisemitismus usw. ist das ok? ein F?rher wie Hitler oder Bush in Dtl...das ist ok? Sinnlose gewalt, die Angst jeden Tag verpr?glt werden zu k?nnen ist ok? also ich denke nicht. diesmal m?ssen sich die wich*** zwar was besseres einfallen lassen, aber die schaffen das wieder...

    Ja.
    Aber erstmal m?chte ich darauf hinweisen, dass es ?u?erst unwahrscheinlich ist, dass die NPD die absolute Mehrheit (f?r Verfassungs?nderungen sogar 2/3-Mehrheit) bekommt. Selbst die NSDAP hat bei freien Wahlen nie die absolute Mehrheit erreicht.
    Und selbst wenn es dann so w?re und ?ber die H?lfte der Deutschen durch die Stra?en rennen und die Diktatur fordern w?rden. Glaubst du ernsthaft, dieses Grundgesetz, ein St?ck Papier, w?rde sie davon abhalten, die Diktatur einzuf?hren?
    Daher kann man auch gleich sagen, dass die absolute Mehrheit sich auch eine neue Verfassung geben darf, und sei es auch eine nationalsozialistische. Das hei?t aber nicht, dass man tatenlos zusehen soll, wie ein Viertes Reich errichtet wird. Jeder, der etwas von Freiheit und Frieden h?lt, hat die Pflicht gegen solch eine Entwicklung anzuk?mpfen.

    Wir haben so etwas wie eine Verfassung, die einen Selbstschutz besitzt. So sind die ersten (ich glaube) 30 Artikel unver?nderbar. Selbst wenn das Ziel der NDP w?re die Verfassung abzuschaffen, kommen sie mit einer Mehrheit im Parlament nicht weit.
    Hierzu ben?tigt man pure Gewalt!
    Diesesn Selbstschutz gab es in der Weimarer Republik nicht. Daher ist es Hitler auch gelungen "legal" an die Macht zu kommen.

    Um mal eines klar zu stellen: Hitler ist legal Reichskanzler geworden. Alles was danach kam, war alles andere als legal. Glaubt ja nicht, dieses Grundgesetz sch?tze euch vor einem neuen Hitler, nur ihr selbst k?nnt euch davor sch?tzen.
    Es sind ?brigens nur Art. 1 (Menschenw?rde) und Art. 20 (Staatsstrukturprinzipien, Widerstandsrecht) unver?nderlich.

    F?r was steht denn das "N" in "NPD", na kommts dir? Ja genau "National". Wie werden die Leute des Hitler Regims bezeichnet? Ja genau Nazis, hei?t ausgeschrieben, Nationalsozialisten. Betonung liegt hier bei auch auf National!!! Soviel erstmal, dass man es allein schon am Namen sieht.

    Rein formell unterscheiden sich NSDAP und NPD ziemlich stark, denn das Programm der NPD ist vollkommen verfassungskonform, da steht nichts schlimmes drin. Ich vermute mal, dass das bei der NSDAP schon etwas extremer war.
    Aus den beiden "N"s kann man noch lange keine Gleichheit schlussfolgern, zumal das "N" der NPD f?r nationaldemokratisch steht.

    @widar3: Du meinst, wenn man die NPD verbieten w?rde, dann w?re man nicht besser als die Leute aus der NPD?

    Nein, jetzt hast du was falsch ausgefasst. So was ?hnliches haben zwar einige Leute in diesem Thread gepostet, ich geh?re aber nicht dazu. Da musst du irgendetwas durcheinander geschmissen oder falsch verstanden haben.

    1. Die NPD verbeitet verfassungsfeindliches und Rassistisches Gedankengut(z.B.:"Haut den Bonzen auf die Finger") und verst??t so gegen das Grund gesetzt, wo steht:
    Artikel 2
    (1)Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Pers?nlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsm??ige Ordnung oder das Sittengesetzt verst??t

    Die NPD verst??t wohl gegen beide Einschr?nkungen

    2.Die NPD zu verbieten ist nicht verboten, da diese verfassungsfeinlich ist! dort besteht also ein unterschied!

    Bei deiner Argumentationskette gehe ich nicht so richtig mit. Das angebrachte Zitat widerspricht weder Art. 2 noch irgendeinem anderen Artikel des Grundgesetzes. Die NPD verst??t eben nicht offiziell gegen die Verfassung, sondern durch ihre inoffiziellen Aktionen, z.B. Unterst?tzung von definitiv verfassungsfeindlichen Kameradschaften oder parteiinterne Reden.

    Und ich finde es ist keine Meinung minderheiten zu unterdr?cken und ihnen die schuld, f?r eine pers?liche misslange zuzuschieben ist keine meinung! somit ist es auch kein versto? gegen die meinungsfreiheit, die verbreitung dieser gedanken zu verbieten.

    Auch da geh ich nicht mit. Stell dir mal vor, ich komme daher und lege per Definition fest: Deine Meinung ist keine Meinung und wenn ich dir den Mund verbiete, versto?e ich daher auch nicht gegen die Meinungsfreiheit.
    Das ist, gelinde gesagt, Unfug. Eine Meinung wird doch nicht durch ihren Inhalt definiert, dass ist pure Rechtsverdreherei.
    Weist du, mit sowas f?ngt es an, und die Linken sagen super, macht mal und verbietet denen die Meinung und eh man sich's versieht, wird einem selbst die Meinung verboten. Genau deshalb ist die Meinungsfreiheit universell f?r jeden Menschen g?ltig, egal ob Nazi oder Dummkopf.
    Kleines Beispiel: Es wurden Springerstiefel bei Demos verboten, aber man hat den Linken versichert, dass man nur bei den Rechten druchgreife und so haben sich die Linken vor Lachen bepisst als die Rechten auf Socken demonstrieren mussten, weil die Polizei ihnen die Stiefel abgezogen hatte. Aber als man das etwas sp?ter auch bei Linken angewendet hat, ist ihnen doch glatt das Lachen ihm Halse stecken geblieben.
  • in: Verbot der NPD???

    geschrieben von widar3

    Das Problem "Rechtsextremismus" l?sst sich durch ein NPD-Verbot nicht l?sen. Au?erdem bin ich generell gegen Parteienverbote, da eine wahre Demokratie so was aushalten muss und wenn die Mehrheit eine neue Verfassung will, dann muss das halt nach den Prinzipien unser Mehrheitsdemokratie auch gemacht werden.

    Warum wird die NPD verst?rkt gew?hlt?
    Eigentlich ganz einfach: Weil die Politik die Sozialsysteme und kostenlosen Leistungen immer mehr abbaut und es immer mehr Menschen immer schelchter geht. Da es keine linksradikale Alternative gibt (dass die PDS nicht ?ndert, hat man in der letzten Legislaturperiode in Berlin und MV gesehen), wird halt rechtsradikal gew?hlt, weil die Menschen erkennen, dass die etablierten Parteien keine L?sungen f?r die Probleme der einfachen Leute haben. Das Grundproblem liegt in unserem politischem und wirtschaftlichem System und kann der daher nicht durch ein Verbot irgendeiner Partei beseitigt werden.
    Das trifft nat?rlich nur auf die Masse der NPD-W?hler zu, die F?hrung der Rechten will einfach nur Macht und versucht deshalb populistisch Stimmen zu fangen.

    @fussballfreak: Ich sehe ?berhaupt nicht ein, dass gerade wir mit einem NPD-Verbot ein Zeichen setzen sollten. Die Leute, die sich ?ber die erstarkende NPD in Deutschand beschweren, sollten sich lieber erstmal an die eigene Nase fassen und sich mit den Rechten in ihrem eigenem Land besch?ftigen. Rechtsextremismus ist kein spezifisch deutsches Problem.

    Es nimmt uns eigentlich niemand die Arbeitspl?tze weg.
    Das ist nur eine Ausrede f?r die Arbeitslosen, aber man muss sich doch mal fragen: Wieso habe ich den Job nicht?

    Die Frage kann ich beantworten: Weil dieses Wirtschaftssystem nicht daran interessiert, alle Menschen in Arbeit zu bringen, sondern aus dem einzelnen Arbeiter m?glichst viel Profit rauszuschlagen. Wenn die Wochenstundenzahl herab gesetzt werden w?rde, w?re f?r alle genug Arbeit da und niemand m?sste sagen: "Der da hat meine Arbeit geklaut." Doch so etwas ist nicht im Sinne der Reichen.
    Du glaubst wohl auch, alle Arbeitslosen w?ren arbeitsfaul, oder was?


    Nun muss ich aber noch Stellung zu den gro?kotzigen Beitr?gen gewisser Leute beziehen, die mir echt tierisch auf den Sac* gehen.

    Die NPD ist ein Haufen aus Nasepoplern, Nichtsk?nnern und Weicheiern.

    Willst du das Problem kleinreden oder warum tust du die NPD so ab? Nichtsk?nner ist in jedem Fall Quatsch, denn immerhin k?nnen sie in die Parlamente einziehen. Und ihre Aktionen, von wegen soziales Engagement in Problembezirken, sind alles andere als dumm.

    Sicher nicht, allerdings verarscht sie ihre armen W?hler nach Strich und Faden;

    Wenn wir danach gehen, m?ssten fast alle Parteien verboten werden. Der ganze Wahlkampf ist eine einzige Verarschung am Volk. Der ungarische Ministerpr?sident war auch noch so dumm und hat das sogar zugegeben.

    Nicht so als NPD-W?hler - hier haben sich besonders die jungen Anh?nger (von denen die H?lfte oder mehr keine Ausbildung hat) mit einer weiter oben beschriebenen Uniform (Springer, Lonsdale-Sweater, Haarschnitt etc.) eingekleidet, die die Identifikation besonders leicht macht.

    Tr?um weiter alarich, die Zeiten sind l?ngst vorbei. H?ttest du dich mal ernsthaft mit dem Thema besch?ftigt, w?sstest du, dass sich Nazis h?ufig bewusst links kleiden und z.B. von der Antifa kaum noch zu unterscheiden sind. Ein anderes Ph?nomen ist das Erstarken der Rechten in verschiedenen Jugendszenen. Ich bin hunderprozentig sicher, dass du einen rechten Metaler nicht von einem politisch neutralen Metaler unterscheiden kannst.

    Da die Ratio der NPD-W?hler unterentwickelt ist,

    A propos Darwinismus; es ist doch auch immer wieder lustig, dass sich gerade die Looser, die Arbeitslosen, der Abschaum etc auf ?berlegenheitstheorien berufen und die entsprechende Partei w?hlen.

    Bringen dir solche Beleidigungen pers?nliche Genugtuung, oder warum schreibst du solch einen Stuss?
    Der durchschnittliche NPD-W?hler wei? nicht besonders viel von Sozialdarwinismus, sondern will einfach nur ein besseres Leben. Und die Konzepte von deinen geschniegelten und aalglatten Herren von der FDP reiten ihn nur noch tiefer in den Dreck.
  • in: Diskussionen zum Wahlsonntag

    geschrieben von widar3

    Mich verwundert, dass in Berlin die PDS so stark abgestraft wurde und die SPD noch leicht zugelegt hat, obwohl die beiden ja zusammen den Mist hier verzapft haben.
    Au?erdem bin ich entsetzt, dass der einzige CDU-Politiker, der ein Direktmandat in Ostberlin erhalten hat, dies ausgerechnet in meinen Wahlkreis geschafft hat.
    Ein schwarzer Fleck im rotem Meer...
    Aber da sich CDU, SPD und PDS kaum noch unterscheiden, ist das auch wieder nicht so schlimm, nur ?rgerlich.

    Au?erdem ist es in der bundespolitischen Presse untergangen, dass auch in Berlin die NPD recht erfolgreich war. NPD und DVU teilten sich die Listenpl?tze und mit der REP haben sie sich die Bezirke aufgeteilt. Das hatte zur Folge, dass die Rechten in 5 von 12 Bezirksparlamenten sitzen (4x NPD, 1X REP). ?hnliches plant man auch f?r die n?chsten Wahlen in Westdeutschland. W?hrend wir uns streiten, bildet sich gerade eine rechte Einheitsfront.

    Neben den etablierten Parteien haben es auch WASG und die Grauen in einige Bezirksparlamente geschafft.
    Ein letztes Kuriosum: Die Gr?nen sind in einem Bezirk st?rkste Kraft und werden dort den Bezirksb?rgermeister stellen. Allgmein scheint es so, als w?ren gro?e Teile der PDS-Stimmen an die Gr?nen gegangen.

    Allgemein bin ich froh, dass Pfl?ger nicht unser B?rgermeister wird. Ob Rot-Gr?n oder Rot-Rot spielt f?r mich keine gro?e Rolle, denn egal wie es kommt, sicher ist, dass Wowereit seinen radikalen Sparkurs fortf?hren wird.

    Beitrag ge?ndert: 22.9.2006 11:11:54 von widar3
  • in: 9/11 .. 5 Jahre ..was hat sich geaendert?

    geschrieben von widar3

    @marathon: Ob man verbrecherische Regime mit milit?rischer Macht von au?en st?rzt, ist eine Sache, ?ber die man noch diskutieren kann, von Grund auf ablehnen kann man es nicht, da hast du recht.
    Aber den USA ging es nicht darum, den armen Menschen dort zu helfen, denn sonst w?ren sie auch schon in Nordkorea, Sudan, Ruanda usw. einmarschiert. Aber dort halten sie sich bedeckt, weil es dort, wie auch schon gesagt wurde, nichts zu holen gibt.

    Insofern ist der Einmarsch im Irak f?r mich nicht zu tolerieren, da es nur um wirtschaftliche Interessen ging und Kriege zur pers?nlichen Bereicherung sind auf sch?rfste zu verurteilen.
  • in: 9/11 .. 5 Jahre ..was hat sich geaendert?

    geschrieben von widar3

    Wir haben in unsere Schule eine Schweigeminute f?r die Opfer von 9/11 gemacht.
    Aber wer macht bittesch?n eine Schweigeminute f?r die Millionen von Afrikanern, die in den letzten zehn Jahren gewaltsam gestorben sind. Niemand. Weil es keine Sau interessiert. Aber wenn ein paar reiche Europ?er abkratzen ist das ein einschneidendes Ereignis, am besten gleich die gr??te Katastrophe seit dem 2. Weltkrieg.

    Ich habe keine Angst vor Terrorismus, denn die Wahrscheinlichkeit, dass ich die Treppe runterfalle und mir den Hals breche ist gr??er als dass ich durch einen terroristischen Anschlag verletzt werde.

    Und das mit 1814 glaube ich nicht, denn Pearl Harbor geh?rt auch zum Territorium der USA.
  • in: Kniefall vor dem Islamismus?

    geschrieben von widar3


    Man kann jetzt viel ?ber seine BEwegr?nde spekulieren, aber ich glaube, das ist alles nur Bluff.

    Die Frage ist, was sie mit dem Bluff erreichen wollen - wenn es einer ist.

    Ich ich schon sagte, dar?ber k?nnen iwr nur spekulieren.

    Und die n?chste Frage ist - wieviel will man auf die Hoffnung setzen, dass es tats?chlich nur ein Bluff ist? Das Leben und die Gesundheit Tausender?

    Diese Frage wird aber von folgender Frage stets begleitet: Wie viel gibt man auf das internationale V?lkerrecht? Das hei?t, wie hoch achtet man die Souver?nit?tsrechte eines Staates, wenn man vorhat ohne handfeste Beweise f?r eine Bedrohung des eigenen Lebens diesen Staat anzugreifen?
    Sicher, dann ist es m?glicherweise zu sp?t, aber m?glicherweise wird auch einfach mal wieder ein Land besetzt, das zwar einen verbrecherichen Dikator, aber keine Massenvernichtungswaffen hatte. Denn das hatten wir schon mal.
    Die Iraner m?ssen in erster Linie selbst gegen dieses Regime protestieren. Ich wei?, dass das schwer ist, aber es kann nun mal nicht angehen, dass der Westen wiederholt in ein Land einmarschiert und dem Land sein Verst?dnis von Demokratie aufzw?ngt.

    Genau das meine ich. Dann frage ich halt: Und warum hat die Hisbollah den Israelis gezielt aufgelauert?

    Weil sie provozieren wollte? Weil sie den Konflikt ausweiten wollte? Weil sie milit?rische St?rkte demonstrieren wollte? Vielleicht auch einfach nur, weil es das ist, was Hisbollah schon seit Jahre macht.

    Ja genau, wahrscheinlich wollten sie einfach provozieren, vielleicht liegt es aber auch daran, dass nicht nur die Hisbollah, sondern auch Israel das schon jahrelang macht. Das ist ein alter Konflikt und wenn wir schauen, wer als erster den Stein geworfen hat, dann sind wir ganz schnell bei der Schuldfrage, die ich vermeiden wollte, weil ich sie f?r m??ig halte.
  • in: Kniefall vor dem Islamismus?

    geschrieben von widar3

    Und nicht ohne Grund - immerhin liefert sich der Iran schon seit fast einem Jahr ein Katz und Maus - Spiel mit der UNO, in dem er alle Kompromisse immer wieder verweigert, Kontrollen verweigert etc.

    Man kann jetzt viel ?ber seine BEwegr?nde spekulieren, aber ich glaube, das ist alles nur Bluff.

    Wobei der Konflikt nicht erst mit dieser Aktion begann, weshalb eine Schuldfrage m??ig wird.


    Sicherlich - ich spreche hier auch nicht von Schuld, sondern ganz konkret von der Ursache-Wirkungskette, die vor ein paar Wochen die Situation pl?tzlich explodieren lie?.

    Genau das meine ich. Dann frage ich halt: Und warum hat die Hisbollah den Israelis gezielt aufgelauert?

    Hisbollah wurde zun?chst stark untersch?tzt - was dann auch zu entsprechenden Ausweitung gef?hrt hat.

    Selbst der libanesische Geheimdienst ist trotz zers?rter Infrastruktur im Libanon und dem zweifelhaften Zustand des Landes in der Lage gewesen, die Bombenleger von den deutschen Bahnh?fe ausfindig zu machen. Und dann glaubst du ernsthaft, dass der israelische Geheimdienst, der viel besser ausgestattet ist und seien F?hler bis nach Europa streckt, solch eine Fehlsch?tzung der Lage der Hisbollah abliefert?

    Punkt 3 lasse ich mal fallen, weil f?r beide unsere Meinungen gesagt haben und ?ber die Beweggr?nde nur wild spekulieren k?nnen.
  • in: Kniefall vor dem Islamismus?

    geschrieben von widar3

    Sehr gut, alarich! Eine echte Freude mal wieder so einen ausf?hrlichen Beitrag von dir zu lesen.
    Trotzdem habe ich wie immer ein paar Anmerkungen.

    Entsprechend ambivalent sehen viele F?hrer in der arabischen Welt die Bestrebungen des Iran nach Atomwaffen...

    Offiziell strebt er nur nach ziviler Nutzung der Atomenergie. Mir w?re es neue, wenn schon irgendwer stichhaltige Beweise f?r deine Behauptung auf den Tisch gelegt h?tte.

    Die Agression ging also von der Hisbollah aus und war auch langfristig geplant sonst h?tte der Hinterhalt nicht so gut geklappt (erster zerst?rter Merkava seit Jahren...).

    Wobei der Konflikt nicht erst mit dieser Aktion begann, weshalb eine Schuldfrage m??ig wird.

    Erst relativ sp?t wurde erkannt, dass mit Soldaten direkt angegriffen werden muss - der Krieg kann nur am Boden gewonnen werden, jedoch kam Israel, auch Dank der erfolgreichen Medienstrategie der Hsbollah, stark unter aussenpolitischen Druck und konnte den Krieg nicht gewinnen. Ein unsicherer Waffenstillstand herrscht seit dem.

    Ich halte die Milit?rf?hrung Israels f?r f?hige Leute, weshalb man das Ganze auch f?r eine Ablenkungskampagne von inneren Problemen halten kann. Wer redet denn ?ber den Abbau von sozialen Leistungen, wenn die Bedrohung aus dem Norden so gro? ist, dass sogar die Reservisten einberufen werden.

    Zu Punkt 3: Ich halte es f?r etwas haarstr?ubend, wenn du sagst, die Entf?hrung von Soldaten und der Beschuss Israels aus libanesischen Gebiet dienten der R?ckgewinnung der Golanh?hen.
    Aber immerhin sind wir uns einig, welcher Grund nicht hinter dem ganzem steckt. Zitat:
    "Die Interessen der Pal?stinenenser spielen hier ebensowenig eine Rolle wie die Interessen des Libanon."



    Beitrag ge?ndert am 7.09.2006 09:58 von widar3
  • in: Geldgier der Stromkonzerne!

    geschrieben von widar3

    Aber bitte jetzt nicht in eine Diskussion ?ber Atomenergie und Kernfusion abdriften. Beides haben wir schon umfangreich in ehemaligen Threads behandelt, die gerne reaktiviert werden k?nnen.
    Bei diesem hier geht es nur um die wirtschaftliche Bereitstellung des Stromes, sprich Stromkonzerne, und nicht um die Erzeugung des Stromes.

    bettcrew schrieb:
    Diskussionsvorschlag: Sollte die nationale Stromversorgung verstaatlicht werden?

    Warum nicht. Wenn das ganze dann von einer f?higen Verwaltung organisiert wird, aber das traue ich unserem ?ffentlichen Dienst nicht so richtig zu.
  • in: gebrochene Wahlversprechungen der Politiker

    geschrieben von widar3

    Das Volk hat in den Augen der Politiker nur eine Bedeutung, n?mlich jene, dass m?glichst viele Menschen die Politiker alle 4 Jahre w?hlen. Um mehr geht es nicht, der Rest ist doch nur Show.

    Der ganze deutsche Politikbetrieb wird immer realit?tsferner und absurder, es geht kaum noch darum, das Wohl der Masse zu erreichen, sondern es geht um pers?nliche Machtgeilheit und Stellungsk?mpfe der Politiker.

    Wenn z.B. die Gro?e Koalition verhandelt, geht es nicht darum, ein stimmiges Gesamtkonzept zu erarbeiten, sondern m?glichst viele der eigenen Punkte durchzubringen, auch wenn es gar nicht sinnvoll ist und es den restlichen Ergebnissen widerspricht.

    Wenn auf der F?deralismuskonferenz Bundestag und Bundesrat um ihre Macht schachern, geht es nicht um eine sinnvolle Organisation des deutschen Staates, sondern darum m?glichst viel Macht zu behalten. Es ist egal, ob es vielleicht unsinnig ist, dass Bildung L?ndersache ist, man will immer Machtbefugnisse als Gegenleistung f?r abgegebene Machtbefugnisse.

    Das ist zum Heulen. Durch Wahlen l?sst sich da kaum was ?ndern, es kommt darauf an, die Grundfesten dieses perversen Politiksystem zu ?ndern. Deshalb trocknet eure Tr?nen und k?mpft!
  • in: Bundeswehr in den Libanon?

    geschrieben von widar3

    Es waren vorher doch auch UNO-Truppen anwesend, aber konnten die diesen Konflikt etwa entsch?rfen?

    Naja, widar3, genau deshalb sollen die ja diesmal auch ein sogenanntes robustes Mandat erhalten. Die bisher mussten ja bei allem zusehen und h?tten nur was tun d?rfen, wenn sie angegriffen worden sind/w?ren.

    Und du glaubst, dass Soldaten mit robusten Mandat den Konflikt entsch?rfen werden?

    Wir k?nnen doch als Deutsche nicht immer nur am Rand stehen und uns in Moraldebatten ?ben. Wenn man der Meinung ist, dass eine internationale Truppe der UNO da unten etwas erreichen kann, dann sollte man auch anbieten, deutsche Soldaten daf?r einzusetzen.

    Die Bundeswehr ist momentan in so vielen Auslandseins?tzen aktiv wie noch nie. Wie kommst du denn darauf, dass die Deutschen immer am Rande stehen w?rden?

    Beitrag ge?ndert am 1.09.2006 10:40 von widar3
  • in: Bundeswehr in den Libanon?

    geschrieben von widar3

    Menschen oerni, langsam bekomme ich ja auch das Gef?hl, dass du hier deine PW-Hausaufgaben rein stellst. Aber mich st?rst nicht.

    Ich bin gegen einen Bundeswehreinsatz, aber nicht weil "es ja sooo schrecklich w?re, wenn eine Deutscher auf einen Israeli schie?en m?sste", da jeder Schuss auf einen Menschen gleich schlimm ist, ich sehe da keinen rassistischen Unterschied zwischen einem sterbenden Israli und Pal?stinenser.

    Ich bin dagegen, weil ich keine Sinn in der Mission sehe, au?er vielleicht die Macht der Herrschenden zu st?tzen. Es waren vorher doch auch UNO-Truppen anwesend, aber konnten die diesen Konflikt etwa entsch?rfen?
  • in: Merkel ohne Führungswillen?

    geschrieben von widar3

    Da die Bundesregierung der Nahostkrise eh recht abwesend gegen?ber steht, verwundert Merkels Passivit?t keineswegs.
  • in: Kniefall vor dem Islamismus?

    geschrieben von widar3

    Um bettcrews Antwort etwas zu untermauern:

    1. Unerbitterlicher Vernichtungskrieg im Libanon, Repressionen gegen Muslime in westlichen L?ndern, internationale Isolierung des Irans und wei? der Fuchs was noch (Geheimdienstaktivit?ten?). Wenn das nichts ist, sind Terrorangriffe ja auch nichts.
    2. Der Autor will wohl noch ?l ins Feuer gie?en und den Graben zwischen Westen und den Arabern noch tiefer ziehen. Dabei ist der wahre Konflikt zwischen oben und unten und nicht zwischen Israelis und Pal?stinensern.
  • in: Geldgier der Stromkonzerne!

    geschrieben von widar3

    Das ist weder illegal, noch anormal.
    Da sieht man, wie "gut" der Markt sich im Kapitalismus selbst reguliert.
  • in: Politische Mitbestimmung?

    geschrieben von widar3


    In einem demokratischen System, dessen Zweck es ist eine f?r m?glichst viele annehmbare Umgebung zu schaffen, ist es nicht m?glich die Meinungen einzelner - vor allem die, die nicht der politisch generell akzeptierten Sichtweise entsprechen - zu beachten, geschweige denn einzubringen.

    Nette Behauptung, aber wo bleibt der Beweis?
  • in: Politische Mitbestimmung?

    geschrieben von widar3

    Ach, hallo bettcrew. Ich hatte schon angst, dich s?he man in diesem Forum gar nicht mehr.


    Im Grundgesetz, der Verfassung der BRD, ist ein Passus formuliert, welcher sich die wehrhafte Demokratie nennt. Ich m?chte an dieser Stelle gar nicht auf die Bedeutung einer solchen eingehen, jedoch darauf hinweisen dass es in eben jener Verfassung eine Anzahl von "unver?nderlichen" Artikeln gibt. Einer dieser Artikel sagt aus: Die Bundesrepublik Deutchland ist ein F?deraler Staat.

    Mal ganz davon abgesehen, dass hier niemand die Abschaffung des F?deralismus gefordert hat, finde ich, dass man sich nicht immer so einschr?nken sollte. Das ist nicht die erste deutsche Verfassung und wahrscheinlich auch nicht die letzte. F?r mich ist das GG keine unab?nderliche Realit?t.

    tengwar schrieb:
    Nein, f?r fortschrittlich kann das Schweizer System, dass nun schon ?ber hundert Jahre alt ist, wohl kaum mehr gelten. Allerdings erlaubt es immer noch eine vergleichsweise ausserordentlich weitgehende Mitsprache.

    Ich w?rde sagen, es ist n?her an dem Ideal der Demokratie dran als die meisten westliche Pseudo-Demokratien, zumindest seitdem in allen antonen auch Frauen w?hlen k?nnen, was ja ziemlich lange gedauert hat.
  • in: Deutsch Hymne auf türkisch??? Schwachsinn oder "Integration"?

    geschrieben von widar3

    Die Gewaltberreitschaft kommt ja auch daher, dass so wenig passiert im Hinblick auf Integration. Was passiert ist oft nur Ausgrenzung gegen?ber Ausl?ndern. Irgendwo ist eine Pr?gelei, wer wars? Die T?rken oder Russen, hauptsache Ausl?nder.
    Und Integration kann nicht nur von einer Sache ausgehen. Wir sollten erm?glichen, dass sie sich integrieren k?nnen und ihnen das so angenehm wie m?glich machen. Im Gegenzug dazu sollte auch die Bereitschaft zur Integration sein.

    Dann zu dem Schuldig sein. Das hat ja denke ich eher wenig damit zu tun. Ich f?hl mich absolut nicht schuldig, weil ich wei?, dass meine Familie nicht mit gek?mpft hat und ein Teil deswegen sogar gro?e Schwierigkeiten hatte. Aber man kann keine Ausl?nder aufnehmen und dann so Ignorant sein und nichts f?r die Integration zu unternehmen

    Das ist ja alles sch?n und gut, Integration ist ne feine Sache. Aber daf?r muss man diese Hymne nicht ins T?rkische ?bersetzen.
    Aber wie gesagt, es ist m??ig dar?ber zu diskutieren, da das ganze eh nicht durchgesetzt wird und auch keine wirklich weltbewegende Sache ist. Es w?rde sich dadurch weder zum Positiven noch zum Negativen etwas ?ndern, da ist einfach nur ein Thema um die Gem?ter links und rechts der Mitte zu erhitzen.
  • in: China - "Überhitzung der Wirtschaft"

    geschrieben von widar3

    Das Problem der ?berhitzung der chinesischen Wirtschaft hat nichts mit Umwelt oder leidenden Menschen zu tun, sondern es ist ein ?konomisches Problem.

    Man hat angst, dass sich da eine Blase aufbaut, das hei?t, das z.B. bestimmte Aktien weit ?ber ihrem Realwert gehandelt werden und dann platzt die Blase und alle sto?en die Aktien ab und der Kurs f?llt ins Bodenlose.
    Das Problem ist, dass Chinas Wirtschaftswachstum haupts?chlich auf Exporten beruht. Es gibt zur Zeit in der Weltwirtschaft ein extremes Ungleichgewicht, die USA importieren auf Kredit bei den Asiaten, sie leben also ?ber ihren Verh?ltnissen. Das kann aber nicht endlos weitergehen, irgendwann muss Amerika weniger importieren. Solch eine Senkung der Importe passiert aber meistens ruckartig, da selbst bei kleinen Ma?nahmen schon Kettenreaktionen entstehen k?nnen, weil vielen die Gefahr dieser Blase bewusst ist und keiner zu sp?t aussteigen m?chte.
    Und wenn die Importe aus den USA abbrechen ist die ganze Weltwirtschaft betroffen, besonders exportstarke L?nder wie China und Deutschland. Die Chinesen sitzen dann auf ihren Waren und die Krise ist perfekt.

    Beitrag ge?ndert am 16.05.2006 14:01 von widar3
  • in: Deutsch Hymne auf türkisch??? Schwachsinn oder "Integration"?

    geschrieben von widar3

    Wieso sollte in Deutschland nur die deutsche Kultur sein? Ich w?re eigentlich stolzer auf Deutschland, wenn es nicht nur eine 'reine' Kultur gibt sondern viele gemischt und die Menschen trotzdem alle friedlich vielleicht sogar freundlich miteinander leben. Und das zu schaffen, obwohl vollkommen unterschiedliche Kulturen aufeinander prallen, muss man doch f?rdern.

    Wenn ich t?rkische Kultur erleben will, fahre ich in die T?rkei. Ein Nebeneinander von verschiedenen Kulturen ist unpraktisch, weil das bedeutet, das auch mehrere Sprachen nebeneinander existieren. Ich habe aber keine Lust t?rkisch zu lernen, nur um in bestimmten Gebieten einkaufen zu gehen. Es kann ja jeder machen und sprechen was er will, aber Deutsch sollte im ?ffentlichen Leben vorherrschend bleiben.

    Sicherlich fragen auch manche nach dem Inhalt der Nationalhymne. Aber man kann sich trotzdem nicht damit identifizieren, weil es f?r eine fremd ist.

    Du glaubst doch nicht ernsthaft, wenn eine t?rkische Version der Nationalhymne vorliegen w?rde, dass die T?rken sich besser mit Deutschland identifizieren k?nnten. Zwischen offziellen Hymnen und der allt?glichen Realit?t liegen Welten. Ich kann mich doch nicht besser mit der T?rkei identifizieren, wenn ich die deutsche ?bersetzung lesen kann, denn die gesamte t?rkische Kultur bleibt mir doch weiterhin fremd.

  • in: Deutsch Hymne auf türkisch??? Schwachsinn oder "Integration"?

    geschrieben von widar3

    Neulich habe ich im Spiegel einen Ausschnitt aus einem britischen Eintrag zu Deutschland gesehen. Da stand:
    Languages: German, Turkish

    Ich halte die Sache aber f?r nicht ernst zu nehmen.

    Was anderes: Was haltet ihr eigentlich von einer sorbischen Version der Nationalhymne?

    Beitrag ge?ndert am 9.05.2006 21:59 von widar3
  • in: Der perfekte Mensch...

    geschrieben von widar3


    Ist nicht jeder Mensch durch seine Individualit?t perfekt?
    Die heutige Welt ist so besonders, weil alle Menschen verschieden aussehen und ihren einenen "Style" haben.

    Da viele sich der Gesellschaft anpassen und sich ihren Zw?ngen unterwerfen, w?ren demnach nur die wenigen echten Individualisten wirklich perfekt.
    Denn die meisten (vielleicht sogar alle) passen sich in irgendeiner Hinsicht an.


    bladehunter schrieb:
    loric schrieb:
    wie war das noch? Unsterblichkeit ist langeweile auf dauer? hmmm... ja

    Die Welt ver?ndert sich st?ndig, irgendwo ist immer irgendwo eine Revolution oder ein Konflikt.
    Also ich w?rde eher nicht sagen, dass Unsterblichkeit f?r Langeweile sorgt. Andernfalls w?rde auch niemand Geschichte oder so studieren, da eben immer irgendwas besonderes zu irgendeiner Zeit los ist.

    1. Gebe es in einer Welt mit perfekten Menschen ?berhaupt Revolutionen und Konflikte?
    2. Ich w?rde unsterblich nicht in die Definition von perfekt mit reinnehmen, da bei Unsterblichkeit die Menschen die Welt ?berv?lkern w?rden, was wiederum zu Konflikten f?hren w?rde, die perfekte Menschen gar nicht haben d?rften. Wobei man sich dann wieder fragen muss, ob ein sterbender und damit wahrscheinlich auch alternder Mensch wirklich perfekt sein kann. Einerseits geh?rt es zum Menschsein, andererseits w?sste ich nicht, woran ein perfekter Mensch sterben k?nnte.
    3. Tolkien hat eine interessante Sicht von dieser Problematik. Bekantlich sind die unsterblichen Elben die Erstgeborenen, also die ersten (h?heren) Lebewesen. Die Menschen sind die Zweitgeborenen und es wird als Gabe Gottes angesehen, dass die Menschen die Welt nach einer bestimmten Zeit wieder verlassen, w?hrend die Elben eigentlich sogar nach ihrem Tod noch im Totenreich weiterleben. Die Menschen nehmen ihr Schicksal aber eher als Flucht als als Gabe wahr.

    Also, ich selber w?rde einen Menschen als perfekt definieren, wann er alle seine Aufgaben l?sen kann, die ihm gestellt werden.
    Dabei muss nicht umbedingt Leichtigkeit bei der L?sung der Aufgaben gew?hrleistet sein, es muss nur m?glich sein, ohne dass dieser Mensch einen Schaden davontr?gt oder durch sein Handel andere Menschen oder Dinge besch?digt.

    Nach meiner Ansicht m?sste er die L?sung der Aufgabe in weniger als einer Sekunde schaffen.

    Doch da kommen wir schon zu dem obigen Problem: Solch ein rasantes Wesen w?re nach unserer Auffassung nicht mehr wirklich menschlich, wie kann aber ein unmenschliches Wesen ein perfekter Mensch sein?


    Nun noch meine Sicht zu den Eingangsfragen:
    Es wird nie einen perfekten Menschen, doch (bzw. denn) wenn es ihn gebe, so w?re er unmenschlich.
    Eine Definition von perfekt w?rde ich in einen allgemeinen und einen individuellen Teil unterteilen. Ob bestimmte Dinge perfekt sind, kann man nach allgemeinen Kriterien gut bestimmen, doch bei bestimmten Aspekten ist perfekt relativ und somit individuell.
  • in: Politische Mitbestimmung?

    geschrieben von widar3

    Also ich wundere mich doch sehr ?ber diese Frage. Offensichtlich passt dir das System der Demokratie nicht!

    Mir passt das westliche Demokratieverst?ndnis nicht.

    Der Sinn einer Demokratie ist nicht, dass du deinen Willen durchsetzt, sondern das der Wille der Allgemeinheit durchgesetzt wird.

    Daher ?ben wir als W?hler auch nur indirekte Macht aus, so ist sichergestellt das der Wille der Gemeinschaft bestm?glichst vertreten ist.

    Und was w?re, wenn es eine direkte Demokratie gebe? W?rde dann nicht der allgemeine Wille viel besser vertreten werden?

    Wenn du etwas verhindern bzw. ver?ndern willst, so musst du deine Stimme einer Partei geben die dies in ihrem Wahlprogramm enth?lt.

    Und was ist, wenn keine Partei meine Ansichten ordentlich vertritt. Im ?brigen sind die Abgeordneten nur ihrem Gewissen und nicht dem Parteiprogramm oder dem Wille der W?hler verpflichtet. Deine Behauptung trifft also nur eingeschr?nkt zu.

    Was genau m?chtest du denn ?ndern? Wenn es um etwas regionales geht f?llt mir auch noch das B?rgerbegeheren ein.

    Mir ging es hier gerade um die F?deralismusreform, die ?berregional ist.
    Was ich ?ndern m?chte? Nun, eigentlich hatte ich nach Vorschl?gen gefragt, aber ich w?re f?r eine direktere Form der Demokratie.
  • in: Politische Mitbestimmung?

    geschrieben von widar3

    Wie ist es um die politische Mitbestimmung in Deutschland bestellt. Was muss man tun, wenn einem beispielsweise die F?deralisreform nicht passt?

    Mir w?rde das Petitionsrecht einfallen, oder man wendet sich an den zust?ndigen Abgeordneten. Aber was ist, wenn ich den Abgeordneten gar nicht gew?hlt habe oder der gar keine Interesse daran hat, sich f?r meine Belange stark zu machen?

    Deswegen w?rde mich zus?tzlich interessieren, ob euch alternative System der effektiven politischen Mitbestimmung f?r den Normalb?rger einfallen!
  • in: NPD Rechtsextremisten & Fremdenfeindlichkeit

    geschrieben von widar3

    Hat die Regierung f?r die innere Sicherheit genug getan?

    Was h?tte sie denn deiner Meinung nach tun sollen?


    F?r mich wirkt da nur noch Auge um Auge.

    F?r mich wirkt das gerade nicht. Aber das kann man bei jedem Thema immer wieder aufs neue betonen, es hilft nichts. Es kommt einem vor als w?rde man mit W?nden reden.
    Glaubst du ernsthaft, ein Nazi w?rde aufh?ren nazistisch zu denken und zu handeln, wenn du ihm mit Gewalt und noch mehr Ausgrenzung begegnest? Die meisten Nazis f?hlen sich von der Gesellschaft nicht akzeptiert bzw. haben etwas gegen diese Gesellschaftsform (schon bevor sie Nazis werden). Du wirst sie mit deiner Ma?nahme in diesem Glauben und in ihrer ?berzeugung nur noch weiter best?rken.

    Wenigstens ist das Medienintresse gegeben und vll wird ja endlich mal was bewegt und nicht nur geredet.

    Es wird viel geredet und das Interesse nimmt bald wieder ab ohne das sich etwas an der jetzigen Situation ?ndern wird. Wenige kluge Leute weisen L?sungen f?r das Problem des Rechtsextremismus auf, aber von Leuten wir dir und dem Gro?teil der Politik werden diese Vorschl?ge ignoriert / nicht wahrgenommen.

    Der Tod ist ein Meister aus Deutschland

    Wenn alle Deutschen nach "Auge um Auge" verfahren w?rden, k?nnte dieser Ausspruch Celans wieder Wirklichkeit werden. Aber solange stimmt das nicht.
  • in: KRIEG?

    geschrieben von widar3

    Das lag einfach daran, dass Deutschland ein geteilter Staat war und Grenzvertr?ge die entweder von der DDR oder der BRD unterzeichnet worden w?ren, h?tten de facto ein Eingest?ndnis der Teilung Deutschlands zur Folge gehabt. Hinzu kam das nur die DDR ?berhaupt eine Grenze mit Polen hatte und f?r die BRD Polen zum feindlichen Lager geh?rte.
    Ich denke diese Erkl?rung greift zu kurz. Die Oder-Nei?e-Linie wurde ja mit den Ostvertr?gen von Willy Brandt anerkannt. Aber eben reichlich sp?t, da Brandts Vorg?nger, allesamt aus der CDU, so etwas dem rechtem Lager nicht zumuten konnten. Das rechte Lager hatte damals ?hnliche Gef?hle wie heute die Pal?stinenser. ?pfel und ?pfel.

    Keineswegs; Hamas leitet das Recht auf Terror prim?r aus der Existenz Israels ab und gesteht Israel das Recht zu ein bisschen weniger Terror zu erleiden, wenn sie brav das tun was Hamas will.

    So sehen es die Israelis und ihre Verb?ndeten. Begib dich doch in eine etwas neutralere Position.


    1967 war ja auch nicht der erste Krieg den Israel f?hren musste. Noch in Gr?ndungsnacht des Israelischen Staates wurde von ?gypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien der Krieg erkl?rt. Wer einen Krieg anf?ngt und dann verliert, der soll sich nicht beklagen, wenn er Land verliert. Selber Schuld kann ich dazu nur sagen.
    Sicher, aber zeigt sich nicht wahre Gr??e darin, dass man den Unterlegenen nicht ihren Besitz abnimmt, sondern ihnen dieses als Zeichen der Vers?hnugn l?sst?
    Au?erdem, was war 1967? Den Angriff auf ?gypthen kann man ja vielleicht noch als Pr?ventivkrieg verbuchen, aber was ist mit der Besetzung des Westjordanlandes und der Golanh?hen?


    Warum? Die Leute die damals geplant haben, planen noch heute oder haben die Leute von heute ausgebildet. So lange ist das noch nicht her.
    Ich bin jung, da bewegen mich einige Dinge nicht so. Ich sehe da die Schuld der Pal?stinenser eher etwas entfernt, habe aber keine gro?e Lust mich mit dieser Geschichte intensiver zu besch?ftigen.


    Oh Hilfe, damals wurde gelogen. Wenn du mir jetzt noch bitte eine einzige Seite nennst die noch nicht gelogen hat?
    Ja, aber einige l?gen dreister, andere weniger dreist. Die USA z?hle ich zu den Ersteren, was aber nicht bedeutet, dass alles was sie sagen falsch sein muss.

    - Iran hat bereits chemische und biologische Massenvernichtungswaffen hergestellt
    - Iran widersetzt sich den Beschl?ssen des UN-Sicherheitsrates
    - Iran widersetzt sich den Beschl?ssen die IAEA
    - Iran l?sst keine unangemeldeten Inspektionen zu
    - Iran behindert die Arbeit der UN-Inspektoren
    - Die IAEA meldet ernsthafte Besorgnis, dass der Iran sich Atomwaffen zulegen will.

    Die Liste ist lang, aber ich bin kein Richter.


    Ok, das ist einfach. Nat?rlich bevorzuge ich Israel. Allein schon deshalb weil Israel im Gegensatz zum Iran eine Demokratie und ein freies Land ist. Ist doch vollkommen klar.
    F?r mich ist das nicht so klar.


    Das ist ja das Problem; sie haben alle Kompromisse abgelehnt. Wor?ber soll man dann noch diskutieren?
    Es f?llt mir schwer auf jede deiner Fragen zu antworten.


    Genau ? es wurden die Falschen gew?hlt.
    Nein, denn wie soll das gehen. Das Volk entscheidet und dann sagt man: "Nein, das ist falsch, seid ihr dumm oder was?!" Das ist mal ne interssante Frage: Muss man sich in einer Demokratie mit der Mehrheitsentscheidung abfinden, auch wenn diese beispielsweise die Abschaffung der Demokratie zum Ziele hat? Ich sage Ja, wenn du anderer Meinung bist, k?nnten wir ja einen neuen Thread f?r diese interessante Frage er?ffnen.
    ?brigens hinkt der Vergleich mit der NSDAP etwas. Die NSDAP hat bei freien Wahlen nie die absolute Mehrheit errungen, die Hamas schon. Das macht einen feinen, aber bedeutenden Unterschied.


    Gewalt ist durchaus eine L?sung. Wer tot ist macht keine Probleme mehr ? siehe 2. Weltkrieg. Ohne die massivste Anwendung von Gewalt w?ren die Nazis jetzt Europas Herren. Dass wichtige ist eigentlich, die Kriegsmaschine auszustellen, wenn sie ihre Schuldigkeit getan hat und dann die Friedensmaschine anzuwerfen. Nur scheint es so zu sein, dass da unten keiner mehr den Ausschalter findet.
    Jetzt muss ich das auch mal sagen: ?pfel und Birnen.
    Wir haben es hier mit vollkomen verschiedenen Feinden zu tun. Gegen ein Land kann man gut Krieg f?hren, gegen eine ordentliche Armee geht das wunderbar. Aber die Kriegsf?hrung hat sich seit dem 2. Weltkrieg enorm ver?ndert. Der Gegner macht heute in seiner Unterlegenheit die Not zur Tugend. Er arbeitet in Untergrund, versetzt dem Gegner st?ndig ?beraus fiese Nadelstiche (Selbstmordattentate), und manchmal l?sst er es sogar richtig krachen (11.9.). Doch wie f?hrt man gegen terroristische Organisationen Krieg. W?re der Gegner Irak, h?tte die USA l?ngst gewonnen. Doch der Gegner sind Terroristen, die sich ?u?erst schwer bek?mpfen.
    Der Versuch das Gewaltfeuer mit Gewalt zu l?schen, kann da schnell vom Wasser zum ?l werden.
  • in: Deutschland hat zu wenig Kinder...

    geschrieben von widar3

    Au?erdem liegt die Kinderrate bei 1,8 kinder pro Paar.

    Nein, das ist schlicht falsch.
    Sie lag 2002 bei 1,34 (Quelle: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung2/Pdf-Anlagen/daten-internationaler-vergleich,property=pdf.pdf). Der Unterschied mag klein erscheinen, ist hier aber extrem. Mit 1,8 w?rde man fast an der EU-Spitze liegen und es gebe hier keine einzige Diskussion ?ber demographische Entwicklungen.
  • in: KRIEG?

    geschrieben von widar3

    Was bedeutet die Weigerung Israel anzuerkennen denn? Sie bedeutet, dass man das Existenzrecht Israels nicht anerkennt und damit die Rechtfertigung f?r den Terror.
    Die Deutschen haben auch Jahrzehnte nicht die Oder-Nei?e-Linie als Ostgrenze Deutschlands anerkannt. Daraus haben sie aber keinen Angriffskrieg gegen Polen abgeleitet. Es ist einfach die nicht ?berwundene Trauer um verlorene Gebiete, die die Heimat vieler Pal?stin?nser waren. Trotzdem sollte die Hamas den Schritt tun und Israel anerkennen, das stimmt schon. Aber den Terror leitet die Hamas prim?r aus dem Fakt ab, dass das ?berlegene Israel nicht mit den Gebieten von vor dem Sechs-Tage-Krieg (Grenzen von 1967) zufrieden ist, sondern die restlichen pal?stinensischen Gebiete besetzt h?lt.

    Das Ziel der Hamas ist die Ausl?schung Israel (schau einfach mal bei Wikipedia unter ?Hamas? nach.
    Hatte ich schon vorher gelesen. Aber in dem von dir verlinkten Interview klang ja auch an, man solle diese Stelle streichen. Aber Mashal ist da wieder son bisschen ausgewischen.

    Wobei auch hier sich die Frage stellt- warum eigentlich die Grenzen von 1948? Immerhin war es nicht die Israelis die damals den Krieg begonnen haben und die Jordanier haben damals auch einfach die Westbank besetzt.

    Ich w?rde eher sagen, dass s?mtliche Nachbarn Israels sich gegen das Land verb?ndet haben und es angegriffen haben und dabei von den Pal?stinensern unterst?tzt wurden ist wohl eher der Ausl?ser.
    Gut, die Araber haben den ersten Schuss get?tigt, aber damit begann ja nicht erst der Konflikt.
    Seitdem hat sich Israel immer weiter Gebiete einverleibt. Nicht nur 1967, sondern schon fr?her:
    http://www.passia.org/palestine_facts/MAPS/1947-un-partition-plan-reso.html

    Aber Deutschlands Verb?ndete. Und da du nun mal Deutscher bist? ?Mitgefangen, mitgehangen?.
    Es wird aber immer behauptet, wir h?tten hier Demokratie und Pluralismus. Also kann ich ja mich in Opposition zur aktuellen Politik stellen und ein Umdenken fordern.


    M?nchen 1972. Ausbildung von RAF-Terroristen im Libanon.
    Ja gut, das ist bei mir nicht so im Bewusstsein. Ich w?rde das jetzt weniger den heutigen Pal?stinensern anh?ngen.


    Ja, weil die meisten Best?nde nach dem zweiten Golfkrieg zerst?rt wurden. Iran ist ein etwas anderer Fall, denn dort ist das Milit?r intakt, die Anlagen sind intakt, nichts wurde zerbombt oder dergleichen. Das milit?rische Potential des Iran ist um ein vielfaches h?her als das Potential des Irak (nicht zuletzt hat der Iran auch den ersten Golfkrieg mehr oder weniger ?gewonnen?).
    Ja, alles richtig. Aber es bleibt der Fakt, das damals gelogen wurde. "Wer einmal l?gt, dem glaubt man nicht."


    Nein, aber ich verurteile niemanden ohne Beweis. Das ist ?brigens ein Grundprinzip der deutschen Justiz: Unschuldig bis zum Beweis der Schuld.

    Schon mal was von Indizienprozess geh?rt?

    Jetzt schon, ?ndert aber nichts an meiner obigen Aussage.
    Aber liegen denn im Fall Iran so viele vernichtende Indizien vor?

    Wie sieht denn eine ?ehrliche? L?sung aus? Dem Iran Atomanlagen ?berlassen, oder wie?
    Nein, man gibt einfach zu, dass man inkonsequent ist, dass man Israel bevorzugt. Das meinte ich mit Ehrlichkeit.

    Du meinst den russischen Vorschlag, den der Iran abgelehnt hat. Ja der klang kompromissf?hig. Leider will der Iran keinen Kompromiss sondern Atomwaffen.
    Ach, ich dachte sie h?tten angekommen. Bin nicht so auf dem laufenden, habe keine Zeit f?r Zeitungen und Nachrichten.


    Langfristige L?sungen sind immer sch?n, das Problem ist nur, dass eine langfristige L?sung f?r Hamas oder den Iran letztendlich eine radikale Demokratisierung und Liberalisierung ben?tigt;
    Es wurde demokratisch gew?hlt. Und wer wurde gew?hlt? "Die Falschen" sagt man im Westen (sie sagen es nicht so deutlich), als wenn man falsch w?hlen k?nnte.
    Daran liegt es wohl weniger.

    Ich w?rde ja eine langfristige L?sung in einer anderen Politik des Westens, besonders der USA und Israel, sehen.

    Letztendlich m?ssen wir uns verteidigen und wenn n?tig dann auch mit Gewalt.
    Sicher muss man das machen, aber gleichzeitig muss man sich bewusst sein, dass dies nicht die L?sung ist. Man muss trotzdem an einer langfristigen L?sung arbeiten.

    Sollen wir uns das solange bieten lassen bis der Iran tats?chlich Atomwaffen hat, oder vorher einen Riegel vorschieben?
    Man darf es sicht nicht bieten lassen, dass keien Kontrollen zugelasssen werden. Das sehe ich auch so.
  • in: Wie kann man gegen gewalt in schulen vorgehen?

    geschrieben von widar3


    Ich finde es unglaublich was sich imoment an Berliner Schulen abspielt.

    Was spielt sich denn dort ab?? Ich komme aus Niedersachsen und mir ist nicht bekannt was sich an Berliner Schulen abspielt.

    Ich wei? nur das der Ausl?nderanteil an Berliner Schulen sehr hoch ist. Ich kenne auch das Beispiel wo auf dem Schulhof 10 verschiedene Sprachen gesprochen wurden, aber kein deutsch. Dort wurde die Regelung eingef?hrt selbst in den Pausen deutsch zu Sprechen. Meinst du das?

    Lasst mal diese Verallgemeinerungen weg. An der betreffenden R?tli-Schule betr?gt der Ausl?nderanteil 83 %, in meinem Bezirk ist er 3,6 %, durchschnittlich sind es in Berlin 16,5 %.

    Au?erdem ist das Problem doch ein allgemeines Problem des Bildungssystems und weniger ein Ausl?nderproblem, oder glaubst du an den Hauptschulen in meinem Bezirk mit 3,6 % Ausl?ndern gibt es keine Gewalt? Zudem handelt es sich ja eigentlich gar nicht um Ausl?nder, sondern um Deutsche mit ausl?ndischen Vorfahren.

    Die Gewalt ist einerseits durch die Gesellschaft verursacht (Gewalt in Medien...) und andererseits in sozialen Klassen verst?rkt beheimatet. Die Hauptsch?ler sind sozusagen Abgeschobene. Sie werden mitunter als der Rest gesehen, der nicht mehr f?r die Gesellschaft brauchbar ist. Das sind die Arbeitslosen von morgen. Gewalt ist da eine normale Reaktion.

    Neben diesen beiden zu bek?mpfenden Problemen muss nat?rlich wieter die Integration von Migranten voran getrieben werden. 2050 wird jeder zweite Deutsche aus einer Migrantenfamilie stammen. Die Minderheit wird zur Mehrheit. Die Integration muss also in unserem eigenem Interesse gelingen.
  • in: Deutschland hat zu wenig Kinder...

    geschrieben von widar3


    Die Pille f?r 120 Euro

    Hat keiner gesehen wann der Post verschickt wurde?
    1.4.? S?mtliche Zeitungen und Newsquellen neigen am 1. april ?fters dazu, Dinge abzudrucken, die sie f?r lustig finden und wor?ber sich die Leute aufregen sollen. Ich glaube das geh?rt dazu.

    Mal ganz abgesehen davon, dass es wohl nur ein Scherz war, halte ich eh nichts von solchen Ger?chten: "Die Bundesregierung plant ja jetzt...".


    Allgemein l?sst sich mit alarichs Ma?nahmen die Geburtenrate wieder etwas nach oben bewegen und wenn das noch nicht ausreicht zur Erhaltung der 80-Mio.-Bev?lkerungszahl ist das auch nicht so schlimm, da die Weltbev?lkerung sich eh verringern sollte und au?erdem das wie gesagt gut f?r die Arbeitslosenzahlen. Und wenn Vollbesch?ftigung herrscht, gibt's auch keine Rentenprobleme.
  • in: 900 Millionen Kredit für Russland

    geschrieben von widar3

    Danke alarich f?r die Aufkl?rung. Der Thread war vorher eher durch Halbwissen von irgendwelchen 900 Millionen gekennzeichnet.

    1.Die B?rgschaft geht ?ber die sonst ?blichen Risikoabsicherungen hinaus, d.h. die BRD ?bernimmt nicht nur das Kreditausfallrisiko durch wirtschaftliche Faktoren, sondern auch durch politische Faktoren obwohl das spezifische L?nderrisiko Russlands alles andere als Triple A ist.

    Ich habe mich mittlerweile daran gew?hnt, dass unser Staat f?r sich nachteilige Vertr?ge abschlie?t / B?rgschaften eingeht.
  • in: Petition für eine Gentechnik-Freie-Landwirtschaft!

    geschrieben von widar3

    Gib es doch einfach zu: Die Evolution sorgt eher f?r Instabilit?t der ?kosysteme, als f?r ein Gleichgewicht.
    Neues ersetzt Altes. Bew?rtes muss sich neuen Bedingungen unterordnen. Beziehungen zwischen den Arten ?ndern sich.
    Die Evolution ist alles andere als Stillstand.
    Wir Menschen sehen es nur als Stillstand an, da sich innerhalb eines Menschenlebens meistens nicht sehr viel Sichtbares ?ndert.

    Ja, ist richtig.


    Mal eine andere Frage: Braucht ein perfekter Mensch ?berhaupt die Gentechnik ?

    Gute Frage.
    Ich w?rde sagen, er braucht sie nicht direkt f?r sich, sondern um die ihn umgebende Natur perfekt zu gestalten.

    So in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt. Interessant, dass du jetzt dem Menschen die Aufgaben der Evolution zuteilst, da er es anscheinend jetzt wesentlich besser kann, als die Evolution.

    Warum, ich habe doch von Anfang an die freie Verwendung der Gentechnik in Aussicht gestellt unter der Voraussetzung des perfekten Menschen. Doch es wird ihn ja eh nicht geben.
  • in: Wie kann man gegen gewalt in schulen vorgehen?

    geschrieben von widar3

    Da geht ja wieder was durch die Medien. Huh, da gibt es diese schlimme Berliner Schule. Oh Gott.

    Also wirklich, die Sache ist eigentlich klar.
    Allgemein funktioniert das Bildungssystem in Deutschland nicht besonders gut.
    Speziell ist die Integration einiger Ausl?nder gescheitert.

    Erstmal halte ich es f?r nicht so vorteilhaft, dass an manchen Schulen fast nur Kinder ausl?ndischer Abstammung sind. Wenn du durch manche Gegenden in Berlin gehst, siehst du zeitweise nur T?rken (kein Witz). Da h?tte man wohl viel fr?her gegen diese Ghettoisierung ank?mpfen sollen.
    Dann gibt es auch noch Problemfamilien, die sich in Problembezirken h?ufen. Diese Kinder gehen meistens auf die Hauptschule und wenn dann die Problemfamilien alle auf einen Haufen wohnen, ist das Problem vorprogrammiert und f?llt nicht pl?tzlich vom Himmel.

    L?sung: Erstens ein neues Bildungskonzept und zweitens ein neues Integrationskonzept. Leicht gesagt, die Umsetzung ist was f?r Profis.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    Zur k?rperlichen Unversehrheit z?hlt man auch die geistige Unversehrheit.

    Vorsicht: nur weil die Menschenrechte geistige und k?rperliche Unversehrtheit beinhalten, bedeutet das noch nicht, dass es das selbe ist oder dass man geistige Unversehrtheit per se der k?rperlichen Unversehrtheit zurechnet. Aber vielleicht hast du ja ein entsprechendes BGH oder BVG Urteil, dass sagt, das geistige Unversehrtheit prinzipiell zur k?rperlichen Unversehrtheit geh?rt.

    Nein, ich hab dies aus einem Auszug aus einem Buch mit Kommentaren zun den Grundgesetzartikeln.


    Es geh?rt zu den Grundprinzipen des Rechtstaates, das er Schutzbefohlene und in seiner Gewalt befindliche Personen nicht misshandelt.

    Das ist eben die Sache: Schutzbefohlen ist n?mlich auch das 8-j?hrige M?dchen was irgendwo im Wald gefesselt ist und langsam verhungert und verdurstet. Eine Abw?gung der Rechte des Individuums A gegen die des Individuums B ist also durchaus m?glich und wird (wie schon gesagt: Finaler RS etc.) an anderer Stelle auch durchaus getan. Da aber die Menschenw?rde nicht abw?gbar und nicht messbar ist, kann sie auch nicht gegen die eines anderen Menschen aufgewogen werden. Deshalb ist Folter auch dann verboten, wenn man genau wei?, dass das Opfer stirbt, wogegen man einen Entf?hrer, der unmittelbar davor steht sein Opfer zu t?ten durchaus in einem legalen Rahmen ausschalten bzw. t?ten.

    Ich k?nnte als Antwort eine obige Stelle von diesem Beitrag von dir zitieren. Der Finale RS ist etwas anderes (Notwehr...). Man kann Grundrechte nicht gegeneinander abw?gen, wie man das auch nicht beim Recht auf Leben und der Menschenw?rde (Abschuss besetzter Passagierflugzeuge) machen kann. Der Staat kann sich nur in sofern um seine Sch?fchen (das 8-j?hrige M?dchen) k?mmern, solange er nicht die von ihm selbst erlassenen (Grund-)Gesetze verletzt.

    Die Dienstvorschrift ist ziemlich eindeutig welche Option er rechtlich hat, aber was er tut ist seine individuelle Entscheidung f?r die er die Verantwortung ?bernehmen muss. Genauso wie der finale Rettungsschuss letztendlich darauf hinausl?uft wie derjenige entscheidet, der den Abzug bet?tigt.
    Nat?rlich h?ngt das in letzter Konsequenz von den Beteiligten ab. Genauso wie es die individuelle Entscheidung eiens Polizisten ist, ob er einen Passanten erschie?t, weil ihm dessen Nase nicht passt. Das f?llt aber aus der Reihe, weil sich jeder an die Gesetze halten muss. Wenn man Folter in Ausnahmef?llen bef?rwortet, muss man halt das Grundgesetz ?ndern bzw. wohl eher ein neues Grundgesetz schaffen. Bevor man dies tut, tut man das, was ich sagte: Man w?gt neutral und sachlich ab, ob Folter in bestimmten F?llen in Ordnung ist. Genau wie wir das hier tun.
  • in: Was hättet ihr mit Adolf Hitler gemacht?

    geschrieben von widar3

    Eigentlich finde ich die Frage schon sinnlos. Was h?ttet ihr gemacht, wenn ... Ich kann da auch nicht so den philosophischen Wert erkennen.

    Trotzdem gebe ich meinen Senf dazu, schon weil die Antworten umso interessanter sind. Todestrafengegner w?rden ihn pl?tzlich richtig sch?n zu Tode martern. Todesstrafe in Symbiose mit Folter. Wunderbar, nur etwas inkonsequent. Da w?rde ich mal fragen, ab wie viel Toten ihr die Todestrafe f?r gerechtfertigt haltet? 100? 200? 1000? 10000? Wer bietet mehr?

    Rein rechtlich w?re aber die Todestrafe damals m?glich gewesen. Andere Nazigr??en wurden auch exekutiert.

    Mir w?re es aber egal gewesen. Tod oder Leben w?ren beide weder Strafe noch Belohnung. Vom qualvollen Arbeitsdienst werden die Opfer auch nicht wieder lebendig. Und selbst wenn er dadurch im besten Falle die Einsicht bekommen h?tte, das seine Idee doch nicht so toll war, was n?tzte dies? Da er im Gef?ngnis sitzt, wird er die Erkenntnis eh nicht mehr anwenden k?nnen. Ich glaube nicht, dass er wegen guten F?hrung vor seinem Ableben entlassen worden w?re.


    alarich schrieb:
    Doch. Das Recht des St?rkeren... vae victis, oder so hei?t es. Es ist so ziemlich die ?lteste Rechtfertigung f?r jede Form von Unterdr?ckung, Sklaverei, Qual, Folter, Massaker, Holocaust, ethnische S?uberung, ideologische S?uberung etc. die es jemals gegeben hat.
    Es ist auch in letzter Konsequenz die einzige Rechtfertigung mit der ?ber einen Menschen ?berhaupt gerichtet werden KANN, denn nur der Schw?chere muss sich einem Richtspruch unterwerfen.
    Sch?n mag das nicht sein, aber so l?uft die Welt.

    Jaja, vae victis - "Wehe den Besiegten!"
    Und da soll nochmal jemand sagen, Marx h?tte mit seiner Klassengesellschaft Unrecht gehabt. Aber ich will nicht wieder eine Kommunismusdebatte anfangen.

    Zur Frage, ob man Gut und B?se unterscheiden kann, sollt man vielleicht einen Philosophie-Thread aufmachen.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    Erstens ist das Recht auf Leben auch absolut.


    Nein. Siehe z.B. "Finaler Rettungsschuss" oder Abtreibung.

    Finaler Rettungsschuss ist richtig, wobei aber durchaus umstritten. Der Abschuss von entf?hrten Flugzeugen wurde vom Bundesverfassungsgericht z.B. nicht gestattet und vielleicht h?tte eine Klage gegen den Finalen Rettungsschuss auch Erfolg. In einigen Bundesl?ndern ist er auch gar nicht gestattet.
    Bei der Abtreibung hast du Unrecht, denn sie ist verboten. Sie wird zwar nicht bestraft, wenn sie nach Beratung und in einem bestimmten Zeitraum durchgef?hrt wurde, aber sie ist trotzdem illegal.
    Au?erdem ist man sich ja gar nicht einig, ab wann ein Haufen Zellen als Mensch zu werten ist. Ist das Verwenden eines Kondoms nicht schon ein Mord, da diese Samenzellen potenzielle Menschen sind? Ist ein Zusammenschluss von 16 Zellen schon ein Mensch?

    Zweitens gr?ndet sich das Verbot der Folter aus Art. 2 weder auf das Recht auf Leben, noch auf das Recht auf Freiheit, sondern selbstverst?ndlich auf das Recht auf k?rperliche Unversehrtheit.


    Nein. Dann w?re sogenannte "Psycho-Folter" n?mlich nicht verboten.

    Nein, denn zur k?rperlichen Unversehrheit z?hlt man auch die geistige Unversehrheit.

    Drittens ist das Recht auf k?rperliche Unversehrheit zwar ein relatives Recht, da zum Beispiel in bestimmten F?lle eine Zwangs-Blutentnahme legitim ist, aber die Folter widerspricht diesem Artikel so krass, das sie keinesfalls legitim ist. Ein einschr?nkendes Gesetz darf schlie?lich nicht den Wesensgehalt des Grundgesetzes aufheben.


    Hat nichts mit Folter zu tun. Siehe oben.

    Ich wollte damit die Grenzen des Zusatzes: "In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden." aufweisen. Da Folter stark dem Recht auf k?rperliche Unversehrheit widerspricht, w?re dieser Eingriff auch mittels eines Gesetzes nicht stattlich.

    Nein, Rechtsstaatlichkeit bedeutet noch lange nicht den Ausschluss der Folter per se, sondern w?rde sich mit Folter durchaus vereinbaren lassen, wenn die Anwendung dieser in einem entsprechenden Gesetz geregelt w?re.

    Bei den Artikeln 92-104 GG handelt es sich um Regelungen die direkt die Rechtssprechung betreffen, nicht um die sog. Grundrechte, die durch die Ewigkeitsklausel gesch?tzt sind.

    Es geh?rt zu den Grundprinzipen des Rechtstaates, das er Schutzbefohlene und in seiner Gewalt befindliche Personen nicht misshandelt.
    Bekannter ist aber die Rechtsweggarantie. Um einen fairen Rechtsweg zu garantieren, gibt es im Grundgesetz eine Reihe von Verfahrensgarantien (?Justizgrundrechte?), zu welchen u.a. der Artikel 104 z?hlt.
    (siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsstaat)

    Da die Konsequenzen aus beiden Aktionen negativ sind, gibt es eben keine offensichtlich klare Entscheidung. Also kommt es nur noch auf deine pers?nliche Entscheidung an, welche Konsequenz f?r dich schlimmer ist.

    Aber gerade deswegen gibt es den Rechtsstaat. Pers?nlich Betroffene werden wohl ?u?erst selten in die Lage kommen, diese Entscheidung zu treffen. Nicht ohne Grund ist Selbstjustiz nicht gestattet. Angemessene Ma?nahmen und Strafen werden im Rechtsstaat von neutralen Instanzen gef?llt. Es kann also sein, das du den Entf?hrer noch so gerne foltern w?rdest, dir wird aber nicht die M?glichkeit dazu einger?umt.
    Deswegen habe ich auch geschrieben: "Es geht hier nicht darum, wie man handeln/denken w?rde, wenn man selbst betroffen w?re. Es geht darum, neutral und sachlich als nicht Betroffener gerechte Entscheidungen zu treffen."
  • in: Handyverbot an Schulen

    geschrieben von widar3

    Immer diese Regelungswut. Soll doch das mit den Handys jede Schule selbst regeln. Stattdessen sollte sich Merkel mal um wahre Probleme k?mmern, die sie auch was angehen.

    Allgemein haben Handys selbstverst?ndlich w?hrend des Unterrichts aus zu sein, am besten sogar w?hrend der ganzen Schule. Welche Ma?nahmen daf?r ergriffen werden, soll jede Schule selbst entscheiden. Das Handy sollte man trotzdem mit sich in der Schule herum tragen d?rfen, da manche ja eines f?r den Schulweg (-> Notfall) brauchen.
  • in: Zeitumstellung abschaffen

    geschrieben von widar3

    Bevor der Thread geschlossen wird, w?sste ich gerne, wo der andere ist.
    Ich w?rde n?mlich gerne mal die Rechnung sehen, dass die Zeitumstellung Milliarden Euro kosten soll.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    Folter hat nichts mit Freiheit oder Recht auf Leben zu tun sondern ist allein eine Frage der Menschenw?rde und ist damit laut GG ein absolutes Tabu und kein relatives Tabu wie das Recht auf Leben oder Freiheit.

    Erstens ist das Recht auf Leben auch absolut.
    Zweitens gr?ndet sich das Verbot der Folter aus Art. 2 weder auf das Recht auf Leben, noch auf das Recht auf Freiheit, sondern selbstverst?ndlich auf das Recht auf k?rperliche Unversehrtheit.
    Drittens ist das Recht auf k?rperliche Unversehrheit zwar ein relatives Recht, da zum Beispiel in bestimmten F?lle eine Zwangs-Blutentnahme legitim ist, aber die Folter widerspricht diesem Artikel so krass, das sie keinesfalls legitim ist. Ein einschr?nkendes Gesetz darf schlie?lich nicht den Wesensgehalt des Grundgesetzes aufheben.
    Viertens ist Folter nicht nur auf Grund der Menschenw?rde verboten, sondern auch auf Grund des Rechtsstaatsprinzips. Rechtsstaat und Folter widersprechen sich und sind somit nicht gleichzeitig realisierbar. Als kleines Schmankerl habe ich dazu noch Art. 104 extra f?r dich.

    GG Art.104, Abs.1, Satz 2
    Festgehaltene Personen d?rfen weder seelisch noch k?rperlich misshandelt werden.


    Zugegeben, alleine stehend w?ren meine vier Punkte etwas wackelig, aber zusammenstehend halte ich sie f?r schlagkr?ftig.

    Da also auf rechtlicher Grundlage Folter in jedem Fall illegal ist, l?uft die Entscheidung, ob ich sie anwende oder nicht, zwangsl?ufig auf eine individuelle Entscheidung heraus, die jemand in einer gegebenen Situation treffen muss.

    Ich kann dir nicht ganz folgen. Wenn etwas illegal ist, dann hat sich diese Entscheidung f?r den treuen Staatsb?rger in jeder Situation schon vorher erledigt. Wenn man genau wei?, das es illegal ist, dann brauch man doch nicht gro? eine individuelle Entscheidung f?llen.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3


    @alarich: Es geht hier nicht darum, wie man handeln/denken w?rde, wenn man selbst betroffen w?re. Es geht darum, neutral und sachlich als nicht Betroffener gerechte Entscheidungen zu treffen.

    Warum ist Folter verboten? Wegen Verstosses gegen die Menschenw?rde, ein verfassungsm??iges Recht nach ?1GG.
    Menschenw?rde ist das vielleicht "pers?nlichste" Recht eines jeden einzelnen, eine neutrale und objektive Bewertung von W?rde kann es garnicht geben. Sind Handschellen gegen die Menschenw?rde? Was ist mit Einzelhaft? Verliert ein Besoffener seine W?rde? Was ist mit der Menschenw?rde von Pennern? ... Die Liste geht immer weiter und letztlich geht es immer darum, dass irgendjemand eine pers?nliche Entscheidung ?ber die W?rde eines Menschen und deren Wert treffen muss.
    Und genauso ist es mit der Folter; Wenn man hier erst den Moralapostel macht von wegen "Folter darf nie verwendet werden und immer schlecht und b?se" aber gleichzeitig die Frage nach dem pers?nlichen Handeln nicht genauso beantworten kann oder garnicht beantworten will, dann klingt das ehrlich gesagt nicht besonders ?berzeugend.

    Ich mach es mir einfach, indem ich mich nicht auf Art.1 GG, sondern auf Art.2 GG berufe. (siehe oben)
    Au?erdem ging es nicht um Verfassungsfragen (die hatten wir auch oben), sondern darum, ob man Folter abseits aller einschr?nkenden Verfassungen in bestimmten F?llen gestatten w?rde.
  • in: Petition für eine Gentechnik-Freie-Landwirtschaft!

    geschrieben von widar3

    Wenn Leute glauben die Menschen w?ren aus einer ?Ursuppe? entstanden und dann behauptest du, dass die Natur zu bl?de w?re sich an die Umwelt anzupassen?

    Die Menschen sind ja nicht aus einer Ursuppe pl?tzlich rausgekrochen, sondern bekanntlich aus bestimmten Affenarten entstanden.


    Es gibt ?brigens schon ca. 4 Mrd. Jahre Leben auf der Erde.

    1. Ich hab geschrieben ?mindestens?.
    2. Ist das Glaubens Sache. Keiner kann sagen wie lange es die Erde schon gibt. Es gibt nur Sch?tzungen und wissenschaftliche Berechnungen. Der Rest ist dann halt Glaubens Sache. Entweder man glaubt an die Wissenschaftler, die sich auch vertan haben k?nnten oder an die Bibel, Koran oder an andere Sachen was eine Religion sagt.

    Keiner kann auf die Sekunde genau sagen, seit wann es die Erde gibt, aber man kann wunderbar beweisen, dass es Leben auf der Erde schon weitaus l?nger als 4000 Jahre gibt. Die Erde existiert ?brigens seit ca. 4,6 Milliarden Jahren.
    Das hat nichts mit Glauben zu tun, das sind Tatsachen.


    Ich erz?hle das was ich in der Schule gelernt hab und Fakte.

    Hat man dir da auch erz?hlt, dass es erst seit 4000 Jahren Leben auf der Erde gibt?
    ?brigens muss man selbst den in der Schule erhaltenen Informationen kritisch gegen?ber stehen, allgemein muss man alle Informationen kritisch betrachten.

    Und dann ?berlass ich es dann doch lieber der Natur oder Gott (wie dumm es sich auch f?r dich anh?ren mag, aber ich kann auch nur ?ber die Theorie lachen, dass die Erde aus einem Urknall enstanden ist weil sich da irgendwie 2 Materien oder so gerieben haben (wie auch immer)!), n?mlich dem wie es auch vor ?ca. 4 Milliarden Jahre? war.

    Statt zu lachen, solltest du dich lieber mal genauer mit dem physikalischen Hintergrund der Urknalltheorie besch?ftigen, sowie mit der Entstehung der Religionen (warum schuf man sich gedankliche ?berm?chtige Wesen?, ich h?tte da schon eine Antwort f?r dich) und nat?rlich der Sinnlosigkeit der Existenz.



    bladehunter schrieb:
    Dann gab es eben noch die idealistischen Aspekte, die vorschrieben, dass es f?r einen 'Bauernstaat' einfach nicht n?tig w?re solch einen technischen Firlefanz zu haben und es w?re mit Problemen verbunden, wenn man den vollendeten Kommunismus praktizieren wollte und erstmal daf?r sorgen m?sste, dass alle B?rger gleicherma?en mit den technischen Ger?ten ausgestattet sind( Abbau von Disparit?ten).

    Die DDR war ein 'Arbeit- und Bauernstaat', aber kein r?ckw?rtsgewandter Agrarstaat.

    Trotzdem bleibt die Problematik, dass kein B?rger materiell bevorzugt werden soll.

    Das spricht aber noch lange nicht f?r eien Abkehr von der modernen Technik (siehe deinen Post bzgl. "technischen Firlefanz").

    Blo? ich bef?rchte, dass nicht jeder Mensch f?r so eine 'Freizeitarbeit' geeignet ist.

    W?re aber mit einem besseren Bildungssystem m?glich. Der Rest, der immer noch nicht will, spielt halt sonstwas in seiner Freizeit, Besch?ftigungsprobleme d?rften aber nicht auftreten, da fast jeder Mensch sich f?r irgendein Hobby begeistern l?sst.

    Was ich eben damit demonstrieren will, ist das Planwirtschaft sinnlos ist, da sie zu unflexibel ist und das gilt nicht nur f?r ?rzte. Das Leben besteht aus zu vielen Variabeln, die ein Planer gar nicht alle ?berschauen kann.

    Es ist doch aber interessant, dass trotz dieser vielen Variablen des Marktes gro?e Unternehmen planwirtschaftlich produzieren. Adidas gibt seinen Arbeitern in China die Devise, genau x Schuhe zu produzieren. Nicht mehr und nicht weniger. So werden z.B. Lagerkosten dezimiert.

    Ist ja sch?n und gut, dass die Produktionsmenge genau eingehalten wird. Aber das Problem liegt doch eigentlich eher bei den Kunden, da man nicht bestimmen kann, wie viele Schuhe die Bev?lkerung jetzt wirklich braucht und wie viele Schuhe man aufgrund der wirtschaftlichen Lage verkaufen kann.

    Das sollte ja kein Pl?doyer f?r Zentralverwaltungswirtschaft sein, ich wollte nur zeigen, dass auf dem Weltmarkt f?hrende Unternehmen dieses System teilweise in ihren eigenen Unternehmen einsetzen. Diese starre Unterteilung in Zentralverwaltungswirtschaft und Marktwirtschaft gibt es nicht, da fast jedes gr??ere Unternehmen zantrel verwaltet wird.
    Staatsunternehmen mit einigen makrtwirtschaftlichen Aspekten sind deswegen kein Unding.

    Wei?t du zuf?llig, ob es auch ein wirklich demokratisches und kommunistisches System gab ?

    Es gab zaghafte Ans?tze bei den R?tedemokratien, die allerdings auf Grund von reaktion?ren Druck (auch aus dem Ausland) nicht durchgesetzt werden konnten.

    Die Sicherheit, dass Teile des schlechten Codes, der vom Zufallsgenerator erzeugt wird, schon sehr schnell wieder entsorgt werden.

    Warum sind wir Menschen dann noch nicht entsorgt worden ?

    Weil die Menschen kein grundlegend schlechter Code sind und das Sicherheitssystem nicht immer ("Teile des schlechten Codes") greift.


    Ich stelle jetzt mal folgende Theorie auf: Wenn der Mensch herausfindet, wie das 'Denken' an sich funktioniert, dann wird er nach einer M?glichkeit suchen diese Denk-Technologie auf ein Computersystem zu ?bersetzen.
    Und dann werden uns Maschinen nicht nur in der Geschwindigkeit, sondern auch im Denken ?berlegen sein.

    Sehr interessant, nur die Theorie hinkt an einer Stelle. Ist es m?glich herauszufinden, wie das Denken an sich funktioniert? Und selbst wenn, wird es m?glich sein dies technisch umsetzen, wenn das Ganze ?konomisch (effektiv) bleiben soll?


    Naja, du hast als Definition f?r einen 'besseren Menschen' einen 'perfekten Menschen' genannt.

    Das war nicht ganz sauber von mir formuliert.
    Besser ungleich perfekt.

    Mal eine andere Frage: Braucht ein perfekter Mensch ?berhaupt die Gentechnik ?

    Gute Frage.
    Ich w?rde sagen, er braucht sie nicht direkt f?r sich, sondern um die ihn umgebende Natur perfekt zu gestalten.
  • in: KRIEG?

    geschrieben von widar3

    So, ich habe mir das alles durchgelesen und zitiere mal die Stellen, die mir f?r die Fragestellung relevant erscheinen.

    However, he [Chalid Mashal] again insisted that Israel must withdraw from territory occupied in 1967 if it wants peace.

    "The issue of recognition is a decided issue," Mr Meshaal told reporters on arrival in Moscow. "We don't intend to recognise Israel."

    TS- Answer the question, yes or no, does Israel have the right to exist? It's a very simple question.

    KM: I am saying we have the right to our land and we have the right to be freed from occupation. Any occupation even if time goes by doesn't become legitimate.

    Von Ausl?schung und Vernichtung Israels ist nicht die Rede!
    Mashal weigert sich zwar, Israel anzuerkennen, aber er sagt auch nicht, er w?rde Israel nicht anerkennen. Aus dem ersten Zitat geht au?erdem hervor, dass er ja doch irgendwie Israel anerkennt, da er ja nur den R?ckzug in die Grenzen von 1967 und nicht die von 1948 fordert. Das ist eine indirekte Anerkennung Israels mit R?cksicht auf die hei?en Gem?ter der Hamas-Anh?nger.

    Deinen Juwel habe ich aber nicht als solchen wahrgenommen, aber vielleicht kannst du ja den au?erordentlichen Wert dessen noch mal aufweisen.


    Und letztendlich ist auch einfach so: Israel ist unser Verb?ndeter im Nahen Osten. Damit sind wir automatisch mit drin ob wir es wollen oder nicht.
    Also mein Verb?ndeter ist Israel jedenfalls nicht. Ich she in ihnen den Ausl?ser des Konfliktes und sie tragen nicht mehr zur L?sung dessen bei als die Pal?stinenser.

    Haben die pal?stinensischen Terroristen etwa davor zur?ckgeschreckt, als sie auf deutschem Boden ihre Morde ver?bten?
    Auf welches Ereignis spielst du an?

    1. Auch im letzten Irakkrieg wurden Scuds abgeschossen.
    Mag sein, aber ich meinte da etwas anderes. Mir klingt da noch das Wort "Massenvernichtungswaffen" in den Ohren. Wenn ich mich recht entsinne, waren das gef?hrlichste kleine und uralte Best?nde an Senfgas, wof?r aber noch nicht mal geeignete Raketen vorhanden waren.


    Ugh, f?r dich reich als Beweis wohl nur wenn so ein Ding in Berlin einschl?gt. Sowas nennt man auch Vogelstrau?-Taktik.
    Nein, aber ich verurteile niemanden ohne Beweis. Das ist ?brigens ein Grundprinzip der deutschen Justiz: Unschuldig bis zum Beweis der Schuld.


    Ehrlichkeit? Du meinst so ehrlich wie der Iran, oder wie?
    Du wei?t, was ich damit meine.

    Was genau schwebt dir denn vor um ein Iranisches Atomwaffenprogramm zu verhindern?

    Was h?lst du von dem Kompromissvorschlag, das Russland das Atomprogramm sozusagen ?bernimmt.
    Allgemein muss der Iran internationale Kontrollen zulassen, ich wei? nicht wie da der aktuelle Stand ist. Wenn er sich diesen Kontrollen verweigert, w?rde ich zuerst ?konomische Ma?nahmen ergreifen.

    Aber das sind alles bekannte Vorschl?ge, die du auch kennst. Viel entscheidener ist eine langfristige L?sung f?r das Problem. Und daf?r muss man wissen, was die Beweggr?nde der Iraner/ der Hamas/ der Terroristen sind.

    Hier m?chte ich mal einen jeminitischen Iman (oder so) zitieren, dessen Organisation als einzige auf der Welt versucht, Terroristen zum Ausstieg zu bewegen. (Quelle: arte)
    Man kann eine Ideologie nicht mit Gewalt bek?mpfen, dies macht die Ideologie nur noch gewaltt?tiger.

    Denk mal dr?ber nach, denn das ist der wahre Ansatz zur L?sung des Problems.


    Diese Regierung ist eine, die Kindersoldaten in Minenfelder schickt um sie f?r die nachr?ckenden Panzer zu r?umen; das sind Leute, die Schwule ?ffentlich zu Tode steinigen; die Frauen zu Tode verurteilen weil sie vergewaltigt worden sind und daher Ehebruch begangen haben. Das sind Leute deren religi?se Ideologie Selbstmordattentate verherrlicht.
    Richtig, die Regierung macht diesen Schei?. Man sollte nicht vergessen, dass es viele Iraner gibt, die mit dieser Haltung nicht ?bereinstimmen.

    Wie kann man nur so gnadenlos verblendet sein und solchen Leuten Atomwaffen erlauben?
    Niemand will ihnen Atomwaffen erlauben, es geht um ihr Recht auf eine friedliche Nutzung der Atomenergie.
  • in: KRIEG?

    geschrieben von widar3

    Oh, dann lies dir doch einfach mal ein bisschen mehr Statements von diesem Mann durch, als ein einziges Spiegel-Interview.
    Gerne. Hast du vielleicht gerad mal ein paar zuverl?ssige Quellen bei der Hand?


    Ob du ihn zum Feind erkl?rst oder nicht ist vollkommen irrelevant, denn w?hrend du noch nach Gr?nden suchst, hat er DICH schon l?ngst zum Feind erkl?rt.
    W?re mir neu, dass er mich zum Feind erkl?rt h?tte. Aber vielleicht kann du da auch wieder mit Orginalzitaten von ihm weiterhelfen.

    Der ist der alte Irrglaube, dass man nur gut genug verstehen muss und dann auch keine Feinde mehr hat;
    Nein, der Irrglaube ist, dass man Menschen pauschal zum Feind erkl?rt ohne ihn angeh?rt zu haben.


    Und? Im ersten Golfkrieg haben irakische Scud-Raketen in TelAviv eingeschlagen, also was genau willst du mir sagen?
    Ja, aber im letzten Irakkrieg war das nicht so. Dort haben Geheimdienste bewusst Falschinformationen verbreitet.
    Es kann jeder behaupten, dass iranische Raketen Europa erreichen k?nnen (West-Istanbul ist ja auch schon Europa...), aber wer kann beweisen, dass es wirklich so ist?


    Trotzdem bleibt es hypokritisch, wenn man bei Israel die Entwicklung eienr Atombombe toleriert und dem Iran bei ersten Ans?tzen eines Atomprogramms die H?lle hei? macht.

    Ja ist es. Nur stellt sich die Frage: womit kann man besser leben? Mit Hypokrisie oder mit Iranischen Atomwaffen?

    Die Frage steht gar nicht zur Debatte, da man nicht zum Hypokrit werden muss, um ein iranisches Atomprogramm zu verhindern. Wie w?re es denn mit Ehrlichkeit?
  • in: Kann ein Unilateralismus erfolgreich sein

    geschrieben von widar3

    Die schnelle Eingreiftruppe im Rahmen der ESVP ist soweit ich wei? noch im aufbau und au?erdem an das VN-Mandat gebunden (Wenn USA in VN nein, kein Einsatz der ESVP).

    Ich wei?, dass sie noch im Aufbau ist, aber die Betonung liegt auf noch.


    Ich w?rde Europa da nicht so pauschalisieren wie du es tust.

    H?h? An welcher Stelle pauschaliere ich denn?


    GB spaltet sich ja nicht nur aus "Liebe" zu den USA ab, es geht dabei ja auch um Agrarsubventionen, das Pfund und den m?glichen Machtverlust.

    Bei Agrarsubventionen denke ich immer erstmal an Frankreich, die seltsamerweise zum Kern Europas geh?ren...
    Das mit dem Machtverlust (wozu doch auch das Argument "Pfund" z?hlt, oder?) kann sein, ist aber kein Argument gegen einen Wandel.

    Bei den Abstimmungen in Frankreich den Niederlanden etc. wurde ja nicht ?ber die Verfassung entschieden, sondern ?ber die EU. Nur wenige lasen die Verfassung, es ging darum ob man die supranationale Oragnisation akzeptiert.

    Das ist zu einseitig betrachtet. Es nicht nicht nur um die Frage EU ja/nein. Ich habe versucht zu verdeutlichen, dass es vor allem um das Wie ging.
    Wie will man diese EU organisieren? Der vorgelegte Entwurf wurde teils aus Unkenntnis teils aus Ablehnung abgelehnt, aber das bedeutet noch nicht, dass die "Nein-Sager" gegen die EU sind.

    Zum Export: Erstmal sind 8,8 % des Export gar nicht mal so wenig und au?erdem k?nnte man es auch so darstellen: Die USA sind Deutschlands zweitwichtigster Export-Handelspartner, wollen wir auf den verzichten?


    Bez?glich der Selbstverteidigung:
    [...]Trotzdem denken die Europ?er noch nicht konsequent genug im gro?en Ma?stab. Auch in Zukunft wird das Grundziel europ?ischer Integration lauten, Frieden zu garantieren. Das kann jedoch nur dann erreicht werden, wenn die EU auch ?u?ere St?rke besitzt, Europa auch verteidigen kann. Und eine solche kritische Masse ist nur zu erreichen, wenn ein neuer europ?ischer Grundkonsens gefunden wird[...]

    Naja, ein etwas schwammiges Argument.
    - Wenn es einen neuen europ?ischen Grundkonsens gebe, sei die EU in der Lage Europa zu verteidigen. -
    Nun, ich w?rde das so deuten: Die EU ist momentan nicht in der Lage Europa zu verteidigen, weil es keinen Grundkonsens, also kaum Koordination und Zusammenarbeit gibt. Die milit?rischen Mittel sind n?mlich bereits vorhanden, jedes Land k?nnte sich selbst verteidigen. Aber um gemeinsam Europa zu verteidigen, muss man mehr zusammen arbeiten und sich einigen. Denn mit einem Konsens alleine, kann man kein Land verteidigen. Deshalb m?ssen die milit?rischen Mittel schon vorhanden sein.
  • in: Was haltet ihr von Einbürgerungstests?

    geschrieben von widar3

    Danke ra-boenke!

    Das zeigt doch, dass die vorliegende Rechtslage ausreicht. Sprachtests und Nachweis, dass man sich selbst versorgen wird, gibt es alles. Zum Grundgesetz muss man sich wohl auch bekennen.

    Und das reicht doch aus. Was sollen diese Tests f?r weitere Vorteile bringen?
    Das riecht mir nach einer Propaganda-Aktion der Politik um die besorgten Gem?ter der engstirnigen Deutschen ruhig zu stimmen und die W?hler aus dem ?u?eren rechten Bereich wieder in die CDU einzufangen.


    marathon schrieb:
    ich finde die vorstellung ja auch nciht so prickelnd .. aber ne ?berlegung wert. ich bezweifle ehrlich gesagt das deutschland kinderfreundlicher wird .. sobald es an reformen geht, die geld kosten schreckt man doch zur?ck, bzw. sie werden im bundesrat abgeschmettert. was w?re denn deines erachtens n?tig, um die geburtenrate zu steigern? ich denke ganz sch?n viel. in frankreich hat man das ja auch versucht und ist gescheitert.

    Lasst euch doch nicht immer vom Status quo der bornierten Politik einschr?nken. Es geht ihr nicht darum Entw?rfe zu gestalten, die durch den Bundesrat kommen, sondern es geht um Entw?rfe, die die Gesamtlage verbessern.

    Notwendige Ma?nahmen:
    a) Bessere Kinderbetreuung (Ganztagsschulen und Kinderg?rten ausbauen, die Wohngegenden kinderfreundlicher gestalten)
    b) Mehr Geld f?r Eltern

    Aber sag mal, du appellierst hier st?ndig gegen ausl?nderfeindliche Vorurteile, aber wer hat denn seit deinem vorletztem Post etwas derartiges gepostet?
    Phattek? Nein. alarich? Nein. reneherget? Nein.
    Also, an wen richtet sich dein j?ngster Aufruf, denn janus hat sich ja nicht noch mal gemeldet.



    alarich schrieb:
    Der Test ist ein Witz; ohne jegliche Vorbereitung habe ich von 41 Fragen 39 richtig beantwortet. Also bitte dieses Rumgeheule von wegen die Fragen sind zu schwer...

    Du findest die Fragen nicht schwer, ich finde die Fragen nicht schwer. Aber viele andere finden das. Und das glaube ich ihnen, denn nicht jeder hat eine so gro?e Allgemeinbildung wie. Man darf nicht immer von sich selsbt ausgehen.

    Das n?chste Argument ist jawohl auch ein Witz: Der arme Ausl?nder hat keine Chance weil er Ausl?nder ist. Gerade darum geht es ja - der Ausl?nder soll Deutscher werden und nicht Ausl?nder bleiben. Also sollte man ihn auch als Deutschen-in-spe behandeln.

    Aber kann man von einem Einwanderer verlangen, dass er mehr ?ber Deutschland wei?, als viele Deutsche nach 13 (bzw 10) Jahren deutscher Schule?

    Mal ganz abgesehen davon denke ich, dass so ein Test zum 18. Geburtstag f?r jeden Deutschen durchaus legitim w?re. Besteht er ihn nicht, erh?lt er nicht das Wahlrecht. Jedes Jahr stehen ihm 2 Versuche zu. Das ganze wird verbunden mit einem 4-w?chigen verpflichtenden Intensivkurs Staatsb?rgerkunde. Hehe, damit w?rde man das dumme Stimmvieh schon mal ein bisschen aussortieren...

    Netter Vorschlag, aber mit diesem Grundgesetz nicht umsetzbar. Au?erdem ist ja eigentlich auch der Staat mit schuld, wenn er nicht f?hig ist, sein Wahlvolk vern?nftig auszubilden.
  • in: Kann ein Unilateralismus erfolgreich sein

    geschrieben von widar3

    Redest du bei den EU-Soldaten von der schnellen Eingreiftruppe im Rahmen der ESVP (europ. Sicherheits- und Verteidigungspolitik?

    Ja.

    Um Terrorismus effektiv zu bek?mpfen bedarf, meines Erachtens auch der Ber?cksichtigung z.B. sozialer und religi?ser Faktoren.

    Es geht den Vereinigten Staaten aber nicht ums effektive Bek?mpfen. Sie interessieren sich ?berhaupt nicht f?r die Beweggr?nde der Terroristen, f?r sie sind das nur Verr?ckte. Europa und vor allem Israel haben ?hnliche Einstellungen.
    Aber trotzdem glaube ich nicht, dass der terroristische Kampf Erfolg haben wird. Notfalls zerst?ren die Amerikaner die gesamten Strukturen der islamischen Welt. Durch den Anstieg des Terrorismus erhalten sie die LEgitimation zu dieser Gewalt, obwohl sie selbst die Ursache dieses Anstieges sind.
    Trotzdem glaube ich, dass selbst im entfesselten KRieg die Amerikaner die Oberhand behalten werden und somit der Unilateralismus erfolgreich sein wird. Erfolgreich aus Sicht der USA, nicht aus Sicht der Welt.

    Ich denke es wird in n?chster Zeit nicht zu einer Einigung der Koalitionen in Europa kommen, da GB traditionell mit der amer. Politik sympatisiert.

    In Spanien hat es auch einen Politikwechsel gegeben, warum nicht auch in GB. Allgemein w?rde ich den Briten eine amerika-kritischere Haltung zutrauen, das Problem ist blo?, dass dort die Linken (Labour) gerade regieren. Von den Konservativen ist solch ein Wandel nicht zu erwarten und die Linken haben sich wie in Deutschland der Rechten angen?hert. Aber vielleicht gibt es eine neue Bewegung oder die Labour Party vollzieht einen R?ckruck nach links. Beides nicht besonders wahrscheinlich, aber m?glich.

    Gerade das scheitern der EU-Verfassung letztes Jahr, finde ich, war ein Zeichen daf?r, dass man weit entfernt ist von einem "europ. Geist", leider!

    Vielleicht war das auch ein anderes Zeichen. Man hat vereint gegen "diese" EU gestimmt. Prinzipiell stellen eher wenige die EU in Frage.

    Das Argument der deutschen Exportabh?ngigkeit verstehe ich nicht. Von 196,8 Mrd. ? Export im 2. Quartal 2005, gingen lediglich 17,3 Mrd ? in die USA, aber 126,5 Mrd ? in die EU-25.

    Quelle?

    Das mit dem S?gen am Stuhl der USA seitens Europas, finde ich auch fraglich, weil die Europ?er milit?risch ohne die Amerikaner nicht mal Selbstverteidigung gegen eine angreifende Macht ausf?hren k?nnte, geschweige denn einen Auslandseinsatz. Ein gutes Beispiel daf?r ist finde ich der Einsatz per NATO im Kosovo, wo man nach wochenlangen ?berlegungen, Truppen und Material nur mit der Hilfe der USA in das Gebiet transportieren konnte, da die Transportmittel der nationalen Streitkr?fte zu gering waren.

    Das bezweifel ich. Quelle (besonders zu der Behauptung bez?glich der Selbstverteidigung)?
  • in: Was haltet ihr von Einbürgerungstests?

    geschrieben von widar3

    Ich habe mal den Test im Internet gemacht, und laut der Auswertung, d?rft ich nicht nach Deutschland, der Test ist ja ne ganz gute Idee, aber die Fragen sind ja nur noch assozial.

    Vielleicht sind es ja auch nicht die Fragen, die asozial sind, sondern du? (Das soll keine Beleidigung sein, sondern nur eine in den Raum geworfene Frage...)


    @marathon: Es gibt noch die M?glichkeit, die Geburtenrate zu steigern und somit Deutschland kinderfreundlicher zu machen. Wenn es so weitergeht wie jetzt, dann werden 2050 die H?lfte aller Deutschen Migranten sein (Quelle: Berliner Zeitung). Ich bin kein Rassist, aber diese Vorstellung finde ich nicht so prickelnd.


    yanniklein schrieb:
    Die sollten find ich eher Fangfragen machen, und davon viele.

    Wieso das denn? Damit sich m?glichst viele, die die deutsche Sprache nicht perfekt beherrschen, darin verfangen oder was soll der Bl?dsinnn?


    Beitrag ge?ndert am 22.03.2006 17:50 von widar3
  • in: Was haltet ihr von Einbürgerungstests?

    geschrieben von widar3

    @janus: Du vermengst alles zu "Asyl". Es gibt aber drei verschiedene F?lle:

    1. Russlanddeutsche (und allgemein Deutsche in Osteuropa: Dies sind Deutsche, auch wenn sie mitunter nur russisch sprechen.
    Diese Deutschen sind vor ?ber 100 Jahren nach ausgewandert, z.B. wurden sie im Wolgagebiet angesiedelt, oder sie sind Zur?ckgebliebene aus den ehemaligen Gebieten Deutschlands von vor dem 2. Weltkrieg.
    Hier hilft kein Einwanderungstest.

    2. Asylbewerber: Asylbewerber kommen aus einem Land, in dem Krieg herrscht oder in dem sie verfolgt werden. Deswegen wird ihnen hier Asyl gew?hrt.
    Hier hilft kein Einwanderugnstest.

    3. Einwanderer: Dies sind Leute, die aus pers?nlichen Gr?nden nach Deutschland ziehen wollen.
    Nur hier w?rde ein Einwanderugnstest "helfen".



    http://de.wikipedia.org/wiki/Einb%C3%BCrgerungstest

    Von da aus kommt man auch zu den einzelnen Tests.

    Der Test von Baden-W?rttemberg ist eine einzige Verarschung. Da klingt fast in jeder Frage die Unterstellung mit, der Einwanderer w?re ein gewaltt?tiger Islamist und Terrorist. Und als wenn man damit verhindern w?rde, dass solche Leute, die die Minderheit bilden, ins Land kommen w?rden.

    Was glauben die, w?rde Islamisten auf die Frage "6. Wie stehen Sie zu der Aussage, dass die Frau ihrem Ehemann gehorchen soll und dass dieser sie schlagen darf, wenn sie ihm nicht gehorsam ist?" antworten?
    "Na auf jedenfall muss die Alte gehorchen, die wird gesteinigt, wenn die Schei?e verbockt."
    Wer das wirklich glaubt, ist einfach nur naiv.


    Der Test von Hessen erweitert dies mit Wissensfragen zu Deutschland. Diese Fragen sollte (gr??tenteils) jeder Deutsche beantworten k?nnen, aber es ist Fakt, dass viele Deutsche viele Fragen nicht beantworten k?nnten.
    Bei mir in der 12. Klasse wusste ein M?dchen nicht, mit welchem Ereignis 1989 in Deutschland der Kalte Krieg endete. Ich wette, sie w?sste noch nicht mal die H?lfte der Fragen. Und wenn es um die Gymnasiasten schon so schlecht bestellt ist, wie w?rden Hauptsch?ler beim Test abschneiden?

    Die Verantwortlichen sollten sich mal ?berlegen, was ein Einwanderer wirklich wissen muss. Er braucht nicht die Namen der Pioniere des deutschen Automobilbaus kennen. Das ist f?r die schei?egal.
    Die Einwanderer m?ssen die deutsche Sprache k?nnen, das Grundgesetz akzeptieren und einen schon feststehenden Arbeitsplatz (oder andere Bindungen) vorweisen k?nnen.


    P.S.: Das Grundgesetz ist die Verfassung der BRD. :biggrin:
  • in: Reform der Bundesländer? Bleibt Bremen eigenständig?

    geschrieben von widar3

    Gerade in der Bildung sehe ich aber auch Nachteile in der Zentralisisierung!

    so vergleicht man doch mit dem Zentralabitur vor allem die Lehrer ob sie f?hig sind zu unterrichten. Wenn ich mir zur Zeit ansehe wie es so aussieht in der Schule, kann ich die Leute schon verstehen, dass sie Angst haben vorm Zentralabi.
    In Mathe haben wir im Grundkurs mehr gelernt als im Leitungskurs. Wenn dieser Lk dann ein Zentralabi schreibt, ist dann die Leistung des einzelnen Sch?lers verglichen?

    Das hat doch nur was mit der Unf?higkeit mancher Lehrer zu tun (erleb ich in meiner Schule auch), aber ein dezentralisiertes System w?rde diese Missst?nde dulden anstatt sie aufzuweisen.
  • in: Kann ein Unilateralismus erfolgreich sein

    geschrieben von widar3

    Vorab glaube ich erstmal, dass die NATO an Einfluss verliert, da sie zwischen UNO und EU (vielleicht gibt es schon bald EU-Soldaten) ihre Funktion verliert. Des Weiteren denkt Amerika nach meiner Meinung schon seit der Nachkriegszeit unilateral. Viele sehen immer nur Bush als Allegorie des B?sen, doch die Mehrheit der US-B?rger denkt ?hnlich.

    a) Warum sollte es nicht erfolgreich sein? Wenn man so m?chtig ist, wie die USA...

    b) Europa hat wenig Gewicht, aber es k?nnte, wenn es weiter zusammenw?chst, mehr Gewicht bekommen.
    Das Problem ist weniger die Macht, sondern mehr, dass wir (und die ganze Welt) von Amerika abh?ngig sind. Man denke nur an die Exportwirtschaft Deutschlands.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    also folter sind grunds?tzlich zur bestrafung da,

    Nein. Lies dir doch mal das schon geschriebene durch, besonders den Beitrag von davidmuc.

    es gibt verschiedene arten, wobei ich in keinem sitzen will...

    H?h? Wieso sitzen?

    folter sind verst??e gegen die gesetze

    Gegen welche Gesetze? Den Versto? gegen das Grundgesetz haben wir ja schon festgestellt. Aber prinzipiell ist es doch m?glich, einem Staat eine neue Verfassung zu geben, die Folter erlaubt.

    und gegen die pflichten des jeweiligen glaubens, sowohl in der bibel als auch im kuran
    sind folter strengstens verboten
    zum beispiel in der bibel:
    liebe deinen n?chsten wie dich selbst!!

    Schon mal von der Folter im Mittelalter geh?rt, die besonders gerne in kirchlichen Prozessen angewandt wurde?

    wenn du dich liebst, w?rdest du dich dann verletzen? foltern? umbringen?

    Schon mal Bilder von sich selbst gei?elnden Moslems gesehen? Schon mal von Selbstmordattent?tern geh?rt?
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    Ja, es gibt diesen Zusatz "In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden." Den brauch man auch, da sonst Gef?ngsnisse verfassungswidrig w?ren.
    Allerdings kann man damit den Artikel 2 trotzdem nicht vollkommen umgehen, denn das w?rde das Verfassungsgericht nicht zulassen.

    Nicht nur, weil es trotz dem Zusatz sagen w?rde, dass Folter Art.2 GG wiederspricht (Interpretationsspielraum der Verfassungsrichter), sondern auch noch aus einem anderen Grund.
    Im Grundgesetz steht, dass die BRD ein Rechtsstaat ist. Einmal steht das indirekt in Art.20 und es steht in Art.28:
    Art.28, Abs. 1
    Die verfassungsm??ige Ordnung in den L?ndern muss den Grunds?tzen des republikanischen, demokratischen und sozialen Rechtsstaates im Sinne dieses Grundgesetzes entsprechen.
    [...]

    Eine Grundlage des Rechtsstaates ist nun wiederum, dass man Schutzbefohlene und in seiner Gewalt Befindliche nicht misshandelt.

    Aus diesen beiden Gr?nden, w?rde das Verfassungsgericht ohne Grundgesetz?nderung (wohl eher Erschaffung eines neues Grundgesetzes, da Art.1-20 nicht ge?ndert werden k?nnen) niemals die Folter zulassen.
  • in: Der sinn des Gefängnises

    geschrieben von widar3

    Ich kann alopex nur beipflichten, hier herrschen ja tolle Vorstellungen ?ber vermeintlich luxuri?se Gef?ngsnisse. Stern TV ist da f?r mich keine seri?se Quelle.

    Erst einmal ist ein Gef?ngsnis ein Ort, den man auf absehbare Zeit nicht verlassen kann. Man ist fast den ganzen Tag in einer Zelle eingesperrt, ansonsten arbeitet man. Tolles Leben, ne. Und so luxuri?s...
    Das allein macht das Gef?ngsnis schon zur Strafe.

    Dazu kommt, dass Gef?ngnisse auch in Deutschland keine goldenen K?fige sind. Vielleicht sollten einige hier mal probehalber ins Gef?ngsnis. Wobei sie sogar den Vorteil haben, dass sie wissen, dass sie gleich wieder entlassen werden.
    Da H?ftlinge auch arbeiten, zieht das Argument "auf Kosten der Steuerzahler" nur bedingt. Von Gewalt innerhalb von Gef?ngnissen habt ihr wohl auch noch nie geh?rt. Und wenn ihr schon den ganzen popul?ren Medien glaubt, dann zieht euch doch mal den Film "Sleepers" rein, der ein extremes Gegenbeispiel ist.


    nisa schrieb:
    Wenn die Reportage stimmt, dann wollen viele H?ftlinge gar nicht mehr aus dem Gef?ngnis. So nach dem Motto: Da drau?en hab ich eh keinen mehr also bleib ich hier.

    Das widerspricht derhatfragen3. Er sagte, die wollen alle nur raus. Das halte ich auch f?r glaubw?rdiger, weil ich genau dasselbe wollen w?rde.


    Und nun zur Resozialisierung:
    Warum sollte man nur einen Bruchteil der T?ter resozialisieren k?nnen?
    Beispielsweise Jugendliche sind nach einigen Jahren Haft und mit Abschluss der Pubert?t ganz anders drauf.
    Au?erdem m?ssen im Gef?ngnis auch wirklich Anstrengungen der Resozialisierung der T?ter unternommen werden. Da reicht es nicht, einen "Psychologen" hinzuschicken, der schaut, ob die Antworten in das Schema seines Fragebogens passen.

    Eine Alternative zum Gef?ngnis w?sste ich nicht. Es erf?llt die drei von alopex angesprochenen Punkte Erziehung, Schutz und Rache recht gut und au?erdem wird ein vierter Effekt mitunter verursacht: Abschreckung.
    Was sich ?ndern muss, ist die Gesellschaft. Man sollte Knastis nicht wie Ge?chtete behandeln, sondern wieder wie vollwertige Mitb?rger. Gesellschaftliche Missachtung w?re auch das einzige Argument daf?r, dass man lieber im Gef?ngsnis bleiben will.
  • in: Wie findet ihr Folter??

    geschrieben von widar3

    @alarich: Es geht hier nicht darum, wie man handeln/denken w?rde, wenn man selbst betroffen w?re. Es geht darum, neutral und sachlich als nicht Betroffener gerechte Entscheidungen zu treffen.


    Statt Folter kann man soweit ich das verstehe auch unter bestimmten Bedingungen Hypnose benutzen, nachdem die zu befragende Person Drogen eingenommen hat, damit sie sich nicht wehren kann. Ist zwar eigentlich auch eine Form von Gewalt, doch keine k?rperliche, noch psychische, die tiefe Narben hinterl?sst.

    "Die Gedanken sind frei" (und sollen es auch bleiben)


    zwiebeldoener schrieb:
    Hab eben nochmal im GG 'gest?bert'. Das sagt eindeutig aus, dass foltern verboten ist.
    ...
    Ich bin mir nicht sicher, ob das gegen die Menschenrechte versto?en w?rde. So genau kenne ich mich da auch nicht aus. Laut Grundgesetz w?re es aber durch entsprechende andere Gesetze wohl m?glich. Genau wie das Foltern an sich m?glich w?re...

    Du wiedersprichst dir selbst.
    Das Grundgesetz und die Menschenrechte verbieten Folter. Das "an sich" ?ndert daran auch nichts, Foltern ist und bleibt verfassungswidrig und somit ist es auch "an sich" nicht m?glich.

Login zum Webhosting ohne Werbung!